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Deutsche Bahn besser als ihr Ruf

 

Beim Bahntest 2011 des Verkehrsclub Deutschlands (VCD) kam heraus: Fernreisende stören sich vor allem an schmutzigen Toiletten und schlechten Informationen über Verspätungen, Umleitungen oder Fahrtunterbrechungen. Insgesamt sei die Bahn aber besser als ihr Ruf, erklärte der Verkehrsclub bei der Vorstellung in Berlin.

„Wir wollen kein Bahn-Bashing betreiben. Im Gegenteil.“ Heidi Tischmann schickte gleich vorweg, worauf der „Bahntest 2011“ abzielt. Tischmann ist Verkehrsreferentin beim ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD) und stellte am Dienstag eine Befragung von 1.404 Zugfernreisenden vor. Das Fazit des VCD: Die Bahn ist besser als ihr Ruf. Zugbegleiter würden als kompetent und freundlich wahrgenommen, die sauberen Bahnhöfe geschätzt.


(Foto: M.S. Glaßer)

Kritikpunkte gibt es trotzdem: Am schlechtesten wird von den Kunden die unzureichende Information über Fahrplanabweichungen bewertet.Wenn sich ein Zug verspätet, während der Fahrt anhält oder umgeleitet werden muss, erfahren die Gäste in 40 Prozent der Fälle keinen Grund dafür.

Auch dreckige Toiletten verärgern die Fahrgäste. Nur bei jeder zweiten Fahrt sei das Klo sauber, urteilten die Testpersonen. In Intercity- oder Eurocity-Zügen war es sogar nur jede dritte Toilette. „Da muss dringend etwas passieren“, sagte Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD. Die Bahn dürfe nicht am Reinigungspersonal sparen.

Auch Verspätungen sind offenbar immer noch ein großes Problem. Jeder dritte Fernzug kam nicht rechtzeitig an – nach Definition der Bahn gilt ein Zug ab sechs Minuten als verspätet. Wer mit einem verspäteten Zug fährt, verpasst laut „Bahntest“ in jedem dritten Fall den Anschluss. Ziesak forderte daher einen neuen Fahrplan. Momentan halte die Bahn an einem „Optimal-Fahrplan“ fest, „der nur funktioniert, wenn es keine Störung gibt“.

klimaretter.info/wf

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