Elektroautos: Tanken im Vorbeifahren?
Wird nerviges Tanken für Elektroauto-Fahrer bald überflüssig? Auf der Transrapid-Strecke im Emsland soll demnächst getestet werden, ob der Akku auch ohne Berührung aufgeladen werden kann. Das berichten Medien unter Verweis auf einen Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Elektroautos als Zukunft für die Transrapid-Teststrecke im Emsland? (Foto: Allatka/Wikipedia)
Geplant ist demnach, dass auf einem 25 Meter langen Abschnitt der insgesamt 35 Kilometer langen Transrapid-Strecke sogenannte Induktionsschleifen installiert werden. In diesen Schleifen sollen elektromagnetische Felder erzeugt werden, die die Akkus von darüber stehenden Autos berührungsfrei aufladen.
Sollte der Test erfolgreich sein, könnten Autos etwa aufgeladen werden, wenn sie vor einer roten Ampel stehen. Zapfsäulen könnten dadurch überflüssig werden. Wirtschaftlich rentabel werden dürfte dieses Modell jedoch erst, wenn Elektroautos serienmäßig verkauft werden. Derzeit sind in Deutschland gerade mal 2.300 Wagen zugelassen. Die geringe Zahl ist auch ein Problem der Strom-Tankstellen, die sich für die Betreiber derzeit höchstens lohnen, um das eigene Image grün zu färben.
Für das Projekt auf der Transrapid-Strecke stehen nach Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung rund zwei Millionen Euro bis Ende 2012 bereit. Die Hälfte der Kosten trage das Bundesverkehrsministerium. Das Projekt werde geleitet vom Transrapid-Anlagen-Betreiber IABG, beteiligt ist auch das Fraunhofer-Institut.
Seit einem Unfall vor fünf Jahren werden auf der Transrapid-Strecke keine Touristenfahrten mehr angeboten. Der schwebende Hochgeschwindigkeitszug hat sich auch nicht als Alternative zu ICE-Strecken durchgesetzt.
klimaretter.info/wf
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