Reiche profitieren von Autosubventionen
Indirekte Autosubventionen kommen vor allem Wohlhabenden zu Gute. Wer mehr Geld hat, fährt öfter mit dem Pkw und profitiert somit rund fünfmal stärker von der fehlenden Kostenwahrheit beim Autoverkehr, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mitteilte. Kosten für Gesundheitsschäden, Unfälle oder Klimaschäden seien nicht in die Spritpreise eingerechnet. Somit werde das Autofahren indirekt subventioniert.

Auch wenn Autofahren oft billiger als Bahnfahren scheint: In Wirklichkeit kostet es deutlich mehr als derzeit. (Bild: VCÖ)
Nach Angaben des VCÖ fahren in Österreich Personen aus Haushalten des oberen Einkommensviertels fast fünf Mal so viel mit dem Auto wie diejenigen aus dem unteren Einkommensviertel. Das liegt vor allem daran, dass sich die Ärmeren kein Auto leisten können oder wollen: Während bei dem reichsten Viertel nur jeder 25. Haushalt ohne Auto auskommt, sind es bei dem ärmsten Viertel mehr als die Hälfte der Haushalte.
Jeder Autokilometer werde mit durchschnittlich 18 Cent indirekt subventioniert, hat der VCÖ ausgerechnet. Für eine Autofahrt von Wien nach Salzburg und wieder zurück koste der Sprit rund 60 Euro. "Die externen Kosten, die die Allgemeinheit belasten, sind mit rund 105 Euro fast doppelt so hoch", sagte Ulla Rasmussen vom VCÖ. Der Verkehrsclub fordert eine Einkommensgrenze bei der Pendlerpauschale und die Abschaffung der Steuerbegünstigung von Firmenwagen. Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg gibt es auch in Deutschland.
klimaretter.info/wf
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