dena: Effizienz von Raffinerien erhöhen
Die Deutsche Energieagentur (dena) hat in einer Studie die Zukunft von Mineralölprodukten untersucht. Sie kommt zu dem Schluss, dass auch im Jahr 2030 fossile Ölprodukte die Hauptenergiequelle für den Verkehr sein werden. Elektromobilität werde kaum eine Rolle spielen, etwa ein Drittel könnte durch Agrokraftstoffe bereitgestellt werden. Zentral ist nach Ansicht der dena, die bislang schon hohe Effizienz in den deutschen Ölraffinerien zu verbessern.

Umweltschäden durch Öl - hier eine Folge der Exxon Valdez-Katastrophe. (Foto: NOAA, Wikimedia Commons)
Blinde Flecken in der Betrachtung der dena kritisiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die zunehmende Nutzung von unkonventionellen Ölquellen - Teersande, Schwerstöl, Tiefseebohrungen - werde in der Studie überhaupt nicht erwähnt. "Für uns ist es völlig unverständlich, dass die Deutsche Energie-Agentur in ihrer Untersuchung dem Mineralöl eine tragende Rolle im Energiemix der kommenden Jahrzehnte bescheinigt, ohne gleichzeitig Überlegungen anzustellen, wie die Umwelt- und Klimabeeinträchtigungen durch zunehmend problematische Ölquellen verringert werden können", sagte Dietmar Schütz für den Verband. Der BEE fordert, in Zukunft Umweltstandards für fossile Ölprodukte einzuführen.
Über Standards bei der Ölförderung wird gerade auf EU-Ebene diskutiert - die EU-Treibstoffqualitätsrichtlinie. Diese würde etwa den Import von Öl aus Teersanden verbieten - weswegen Kanada zur Zeit versucht, durch Lobbyarbeit die Richtlinie zu verhindern.
klimaretter.info/hb
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 01 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Eine Studie für die EU-Kommission belegt die besondere Klimaschädlichkeit der Ölgewinnung aus Teersanden. Die EU will jedoch ihre Handelsbeziehungen zu Kanada, dem weltgrößten Exporteur von Teersanden, nicht aufs Spiel setzen.
Robin Wood protestiert vor der kanadischen Botschaft gegen die Northern Gateway-Teersandpipeline
Während der Anhörung zu einem Pipeline-Projekt für Teersand in Kitimat in Kanada protestierten mehrere hundert Menschen gegen das Vorhaben des kanadischen Unternehmens Enbridge. Ökosysteme sind in Gefahr
US-Regierung will vor Start der Teersand-Pipeline vom kanadischen Bundessstaat Alberta ins US-amerikanische Texas weitere Umweltverträglichkeitsprüfungen abwarten
Barack Obama hat die Genehmigung der Teersand-Pipeline Keystone XL abgelehnt. Allerdings erklärte der US-Präsident, die Betreiberfirma könne mit einer veränderten Route der Pipeline einen erneuten Antrag stellen. Keystone XL soll Öl aus Teersanden im kanadischen Alberta an die Südküste der USA liefern.
Die Raffinerie soll von Mitgliedern indigener Gemeinschaften in North Dakota betrieben werden und ist vorwiegend für die Verarbeitung von Öl aus Teersanden vorgesehen
Kanadische Greenpeace-Aktivisten besetzen Enbridge Bürogebäude. Der Konzern will eine 1.170 Kilometer lange Ölsand-Pipeline von Alberta an die Küste von British Columbia bauen
Von der steuerlichen Förerung bei Elektroautos soll nach den Wünschen der Industrie auch Fahrzeuge profitieren, die gar nicht ökologisch sind
PetroChina kauft restliche Anteile des MacKay-Ölfelds
Start des 3. Deutschen Elektro-Mobil Kongresses in Bonn: Ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien könnte auch die Elektromobilität voranbringen – mit all ihren Folgen.
Deutschland wird 2020 fast die Hälfte seines Stromes regenerativ erzeugen. Das jedenfalls ist Ergebnis der Branchenprognose für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Grundlage der Prognose ist die Analyse der bisherigen Entwicklung sowie fundierte Zukunftsannahmen über den Ausbau der Erneuerbaren Energien, den Stromverbrauch, die Entwicklung des konventionellen Kraftwerksparks sowie der Netzinfrastruktur. Am Mittwochabend wird Angela Merkel die Prognose in den Händen halten.
Branchenverband: Jede zehnte Kilowattstunde des Gesamtenergieverbrauchs wurde 2010 aus regenerativen Quellen erzeugt
In Washington versammeln sich heute Umweltaktivisten, um gegen die Ölpipeline Keystone XL zu protestieren. In den nächsten zwei Wochen sind verschiedene Aktionen zivilen Ungehorsams geplant. Mehrere Menschen wurden heute verhaftet, darunter Bill McKibben, Gründer der Aktion 350.org. Die Keystone XL-Pipeline soll eine deutliche Ausweitung der Lieferung von Öl aus kanadischen Teersanden ermöglichen.
Bei einer Abstimmung im zuständigen Ausschuss enthielten sich die meisten Mitglieder



