Bahn: Zwei Jahre Grube, ein Jahr Kritik
Zwei Jahre Bahnchef – am 1. Mai 2009 übernahm Rüdiger Grube das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn. Grube ist in letzter Zeit vor allem wegen des Bahnprojekts Stuttgart 21 in die Kritik geraten. Aber auch das Bahnchaos im Winter sowie im Sommer warfen in den vergangenen zwei Jahren ein schlechtes Licht auf die Bahn. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) blickt auf zwei Jahre Grube zurück.

Bahnchef Grube ist am heutigen 1. Mai seit zwei Jahren im Amt. (Foto: Jacques Grießmayer / Wikipedia)
Nach einer internen Datenaffäre gab der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn 2009 seinen Posten auf. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) schlug daraufhin dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn Rüdiger Grube als neuen Vorstandsvorsitzenden vor. Grube war zuvor Assistent und Büroleiter von Mehdorn gewesen und später saß er im Vorstand von Daimler-Benz.
Die Bahn versucht auch nach dem gescheiterten Börsengang sich weiter zum weltweit agierenden Mobilitäts- und Logistikkonzern auszubauen. Dafür erntet das Unternehmen Kritik vom VCD. Der fordert Grube auf, seine Aktivitäten auf den innerdeutschen Schienenverkehr zu konzentrieren. Heidi Tischmann, VCD-Bahnreferentin: "Fahrgäste in Fern- und Nahverkehr müssen nach wie vor Einschränkungen im Bahnverkehr hinnehmen. Vom Wachstumskurs der DB AG profitieren sie bisher nicht." Immerhin habe Grube mehrere Probleme gelöst, die er von seinem Amtsvorgänger übernommen hatte. So sei zum Beispiel die hausinterne Daten- und Bespitzelungsaffäre aufgearbeitet worden. Außerdem habe sich der Konzern von der weltweiten Finanzkrise erholt.
klimaretter.info/jot
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