Porsche-Klage gegen Verkehrsverband
Porsche Austria fährt derzeit schwere Geschütze gegen den alternativen Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf: Der Automobilhersteller verklagt den VCÖ, weil dieser der Porsche-Volkswagen-Gruppe in einer Pressemitteilung vom November 2010 schlechte Abgas- und Verbrauchswerte bescheinigt hatte. Darin hatte es unter anderem geheißen: "Die in Österreich beliebsteste Automarke, VW, schneidet punkto Klimaschutz schlecht ab. Mit 153 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ist VW 12. von 14 Herstellern." Der VCÖ berief sich darin auf eine Studie der Umwelt-Lobbygruppe "Transport & Environment".

Auch mit Porsche in Österreich: Klaus Ernst von der Linkspartei.
Porsche Austria, das die VW-Gruppe im Alpenland vertritt, behauptet, die Studie sei "per se unzulässig bzw. wissenschaftlich unrichtig". Der Konzern behält sich Schadenersatzansprüche vor. Der VCÖ kontert nun mit einer Unterschriftenaktion auf seiner Webseite, in der der Konzern unter anderem aufgefordert wird, "konstruktive Politik statt Einschüchterung" und "aktiven Klimaschutz statt Blockade-Politik" zu betreiben.
Inzwischen forderten die österreichischen Sozialdemokraten (SPÖ), die Grünen, der WWF und Greenpeace Porsche Austria auf, die Klage zurückzuziehen. In Deutschland unterstützte der Verkehrsclub Deutschland seine österreichische Schwesterorganisation: "VW steckt seine Energien in einen Gerichtsstreit mit einer kleinen Umweltorganisation, anstatt sie darauf zu verwenden, an den Fakten etwas zu verändern", sagte VCD-Sprecher Gerd Lottsiepen.
klimaretter.info/mare
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