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Zwei Milliarden Euro für Autowerbung

Mazda warb mit einem CO2-Ausgleich für seine Autos, VW forderte auf, "blau zu denken", Audi annoncierte, dass der Transport seiner Produkte künftig klimaneutral erfolgt - die Autoindustrie hat 2010 deutlich mehr Geld für Werbung ausgegeben als noch im Abrackprämien-Jahr 2009. Wie eine Erhebung des Hamburger Instituts Nielsen Research im Auftrag der "Automobilwoche" ergab, investierte die Branche allein in Deutschland 2,03 Milliarden Euro in Werbung. Spitzenreiter war demnach Volkswagen mit 226,7 Millionen Euro, vor Renault (146 Mio Euro), Daimler (143,6 Mio Euro) und Opel (139,9 Mio Euro). Am meisten investierten die Hersteller in TV-Spots, gefolgt von Anzeigen in Zeitungen sowie in Publikumszeitschriften. Internet-Werbung verbuchte einen deutlichen Zuwachs.

Offenbar hat die Werbung Erfolg: Toyota verkaufte im abgelaufenen Jahr acht Prozent mehr Autos weltweit. Mit 8,42 Millionen abgesetzten Autos bleiben die Japaner weltgrößter Autokonzern. Auf Platz zwei lag General Motors (GM) mit einem Plus von 12 Prozent auf 8,39 Millionen Stück. GM war Jahrzehnte der größte Autokonzern der Welt, wurde aber 2008 von Toyota überholt und ging dann in die Pleite. Beide Firmen veröffentlichten am heutigen Montag ihre Absatzzahlen.

VW lag 2010 mit 7,14 Millionen verkauften Autos an dritter Stelle. Die Wolfsbuger konnten das größte Wachstum für sich verbuchen: ein Absatzplus von 13,5 Prozent. Besonders umkämpft ist der Markt in China, wo 2010 mehr als 18 Millionen Neuwagen gekauft worden. Nach dem Willen von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn soll der Konzern zum weltgrößten Autoverkäufer werden und ab 2018 mehr als zehn Millionen Wagen pro Jahr verkaufen. Benzin wird dann 5 Mark (oder 2,50 Euro) kosten und die Klimakrise nicht mehr zu verhindern sein.

klimaretter.info/reni


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