Schwache Emissions-Ziele für Kleinlaster
Die Europäische Union hat sich auf einen Kohlendioxid-Grenzwert für Kleinlaster geeinigt. Der EU-Umweltministerrat hat am Montag offiziell der Regelung zugestimmt, auf die er sich bereits am Freitag informell mit dem EU-Parlament geeinigt hatte. Bis 2020 müssen Kleintransporter ihre Emissionen nun um rund 27 Prozent auf 147 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer mindern. Sie dürfen dann nicht mehr als rund 5,6 Liter Diesel pro Kilometer verfahren.

EU-Minister einig: Kohlendioxid-Grenzwert für Kleinlaster liegt im Jahr 2020 bei 147 Gramm pro gefahrenem Kilometer. (Foto: Tennen-Gas / Wikepedia)
Der Einigung ist ein langer Streit vorausgegangen. Ursprünglich sollte der Grenzwert bei 135 Gramm festgelegt werden, Deutschland plädierte im Namen der Auto-Industrie für 155 Gramm. Für den Kompromiss haben sich die EU-Länder nun deutlich Deutschlands Forderungen angenähert. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU): "Die Zukunft gehört den sparsamen Kleintransportern. Mit den zukünftigen Regelungen zur CO2-Minderung werden klare Vorgaben geschaffen, den Kraftstoffverbrauch leichter Nutzfahrzeugen deutlich zu senken." Dies trage zum Klimaschutz bei und schaffe Anreize für neue Technologien. "Auch die Nutzerinnen und Nutzer dieser Fahrzeuge profitieren, denn sie sparen Kraftstoff und damit Geld."
Der Grenzwert wird bis 2020 schrittweise eingeführt. 2017 dürfen die Kleinlaster nur noch 175 Gramm CO2 pro Kilometer (rund 6,7 Liter Diesel) verbrauchen. Halten sich die Fahrzeughersteller nicht daran, müssen sie Strafe zahlen.
klimaretter.info/jot
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