"Klimaabkommen" für Flugverkehr
Die internationale Luftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO hat ein Klimaschutzabkommen verabschiedet. Für die "Roadmap" hagelt es nun Kritik: das Dokument sei zu schwach und nicht nachhaltig genug.

Der Flugverkehr soll sauberer werden, sagt die Internationale Luftfahrtorganisation. Dafür ist das von ihr verabschiedete Klimaschutzabkommen viel zu schwach, sagen Kritiker. (Foto: Schulze von Glaßer)
Das Ergebnis der zweiwöchigen Verhandlungen: Die Treibstoffeffizienz des weltweiten Luftverkehrs soll bis 2050 jährlich um zwei Prozent gesteigert werden – allerdings erst ab 2020. Darüber hinaus soll der Einsatz alternativer Treibstoffe geprüft werden und der Kohlendioxid-Ausstoß nicht über das Maß des Jahres 2013 hinausgehen. Bisher war der Wert jedes Jahr gestiegen.
EU-Transportkommissar Siim Kallas kritisierte, das Abkommen gehe nicht so weit wie erhofft. Ein Lob sprach er dennoch aus: "Es ist das erste Mal, dass der Transportsektor sich auf einen solchen globalen Deal einigen konnte."
"Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation kommt beim Thema Klimaschutz erneut nicht nachhaltig voran. Nun müssen andere Wege gefunden werden, wie der internationale Flugverkehr seiner klimapolitischen Verantwortung endlich gerecht wird", kommentierte das Abkommen den CDU-Umweltexperten im Europäischen Parlament, Peter Liese.
Derzeit ist der Flugverkehr einer der Hauptklimasünder im Verkehrsbereich und laut Weltklimarat IPCC für rund drei Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich. Nach Berechnungen des Wuppertal- Instituts wird der Flugverkehr in Deutschland die Klimawirkung des Straßenverkehrs bereits 2013 übertreffen. Bisher ist der Luftverkehr jedoch von jeglichen Klimaauflagen befreit. Ab 2012 soll er in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden. Deutschland plant im Rahmen des Sparpakets ab 2011 außerdem eine Luftverkehrsabgabe, die später mit den Einnahmen aus dem Emissionshandel verrechnet werden soll.klimaretter.info/jot
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