Illegale Landnahme für Agrosprit
In Afrika nimmt die illegale Landnahme zu. Genutzt wird das Land vor allem von ausländischen Firmen, die Agrotreibstoffe für den europäischen Markt herstellen. Einer neuen Studie der Umweltorganisation Friends of the Earth zufolge werden in elf afrikanischen Ländern bereits mindestens fünf Millionen Hektar Land allein für den Anbau von Pflanzen genutzt, die Grundlage für Agrotreibstoffe sind. Das entspricht einer Fläche so groß wie Dänemark.

Lokale Bauern müssen um ihre Anbaufläche fürchten - Pflanzen für Agrosprit nehmen immer mehr Land für sich ein (Foto: Friends of the Earth)
Laut dem Bericht "Africa: Up For Grabs" geht die Landnahme zulasten der lokalen Bevölkerung, die sich kaum wehren kann, weil sie keine starke Lobby hinter sich hat. Ihr geht Weideland und Anbaufläche für Nahrungsmittel verloren. Darüber hinaus werden Wälder werden abgeholzt und Ökosysteme zerstört.
Friends of the Earth befürchten, dass die Landnahme tatsächlich bereits viel größere Ausmaße angenommen hat als bekannt ist. Die Informationen sind dünn und die Auskunftbereitschaft ebenso spärlich. Die Landnahme wird der Studie nach noch weiter zunehmen, da die Europäische Union bis 2020 den Anteil an Agrotreibstoffen im Verkehrssektor auf zehn Prozent steigern möchte.
klimaretter.info/jot
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