Fraport findet sich mit Flugsteuer ab
Fraport-Chef Stefan Schulte hat sich offenbar mit der von der Bundesregierung geplanten Luftverkehrssteuer abgefunden: "Wegen 10 oder 13 Euro werden letztlich nur wenige Passagiere ins Ausland ausweichen", sagte der der Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers in der Süddeutschen Zeitung. Die Steuer sei grundsätzlich akzeptabel, Befürchtungen der Lobbyverbände seien "übertrieben". Schulte sprach sich jedoch auch für eine niedrigere Abgaben pro Ticket aus.

Flughafen Frankfurt: Betreiter Fraport erwartet durch die Ticketabgabe keinen Rückgang bei Passagierzahlen. (Foto: Fraport)
Gegen die Flugverkehrsabgabe, die in Großbritannien bereits seit 2007 erhoben wird, war die Flugverkehrsbranche Sturm gelaufen. Auch das Wirtschaftsministerium hatte vor der Abwanderung von Millionen Passagieren auf Flughäfen außerhalb Deutschlands gewarnt. Gemäkelt hatten jedoch auch Umwelt- und Verkehrsressort an den Details zur Ticketabgabe.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, haben sich die Ministerien nun offenbar darauf geeinigt, die Steuer nicht wie ursprünglich geplant in zwei sondern in drei Stufen greifen zu lassen: Für Kurzstrecken werden demnach 9 Euro fällig, für Strecken zwischen 2.000 und 6.000 Kilometern 25 Euro und für Langstrecken 40 Euro. Zuvor waren 13 Euro für Kurzstrecken und 26 Euro für Langstrecken vorgesehen. Umsteiger und Fracht sollen dabei von Steuern ausgenommen werden. Ob die Steuer auch nach der Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel weiter aufrecht erhalten wird, soll offenbar erst 2012 entschieden werden.
klimaretter.info/sam
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