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Österreich erhöht Elektroradpauschale

Die Anschaffung von Elektrofahrrädern und -motorrollern wird in der Republik Österreich öffentlich gefördert, jetzt soll diese Förderpolitik korrigiert werden. Letztes Jahr bekam der Käüfer 250 Euro unabhängig vom Kaufpreis. Das habe sich nicht bewährt, sagt Jürgen Dumpelnik, Büroleiter des Umweltlandesrats. Denn damit habe man vor allem die billigen Räder gefördert, deren Akkus der Umwelt weniger bringen.
Nun also soll der Förderbetrag prozentual an den Anschaffungspreis gekoppelt werden. Am großzügigsten ist man in Salzburg, wo 30 Prozent des Anschaffungspreises - maximal jedoch 400 Euro - für den Kauf von Elektrofahrrädern und -motorrollern ersetzt werden. In Wien und Oberösterreich gibt es maximal 300 Euro, in der Steiermark 250 Euro, hier allerdings nur 15 Prozent des Kaufpreises erstattet.

spacerider

Das Elektrorad Marke Spacerider kostet 1499 Euro. Der Hersteller sagt, Dank seines leistungsfähigen bürstenlosen 150 Watt Mittelmotors, sei dieses Rad "die Bergziege"  unter den Elektrorädern. (Foto: Hersteller)

Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) begrüßt die Unterstützung beim Kauf von Elektrofahrrädern, "wenn sie ein Moped oder einen Kleinwagen ersetzen". Die CO2-Bilanz werde entlastet und die in manchen Städten beängstigend hohe Feinstaubbelastung verringert. Österreichweit werden jährlich zwischen 350.000 und 400.000 Neuräder gekauft. Durch den Verkauf von Fahrrädern, Zubehör und Kleidungsowie Service werde jährlich ein Umsatz von 235 Millionen Euro erzielt, so VCÖ-Sprecher Gratzer. Rund 4.000 Arbeitsplätze seien dadurch gesichert. Das Lebensministerium spricht sogar von 18.000 Jobs. Allerdings: Radfahrer machen am Verkehrsaufkommen etwa in Wien gerade einmal einen Anteil von 5 Prozent aus.

© wir-klimaretter.de/reni

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