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UBA fordert Ende der Diesel-Subvention

Zum wiederholten Mal hat das Umweltbundesamt (UBA) gefordert, die Subventionierung von Dieselkraftstoff zu beenden. "Das Dieselprivileg bei der Mineralölsteuer muss auf den Prüfstand", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Wochenende der Rheinischen Post. Autofahrer zahlten pro Liter Diesel 18,4 Cent weniger als für Benzin, so Krautzberger. Den Staat koste diese Subventionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr, gut dreieinhalb Milliarden davon für die Pkw-Nutzung.

BildMaria Krautzberger leitet seit 2014 das Umweltbundesamt. (Foto: Pamela Schulze/​D29)

Auch wenn man die für Diesel höheren Kfz-Steuern gegenrechne, profitiere die Dieselflotte noch mit rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr, so die UBA-Chefin weiter. Dem stellte sie die Förderung für Elektroautos entgegen: Diese erreiche nur knapp eine Milliarde Euro – und zwar insgesamt bis 2020.

Für Dieselkraftstoff gilt eine verringerte Mineralölsteuer. Während für Benzin 65,45 Cent Mineralölsteuer pro Liter zu zahlen sind, sind es für den Liter Diesel nur 47,04 Cent.

Die jüngst eingeführten Prämien einiger Autohersteller für den Kauf neuer Dieselfahrzeuge hatte Krautzberger bereits am Freitag kritisiert. Vor allem seien Begriffe wie "Umweltprämie" oder "Umweltbonus" irreführend.

Krautzberger schloss sich der Forderung von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nach einer Quote für Elektroautos auf EU-Ebene an. Angeblich erwägt auch die EU-Kommission die Einführung einer E-Auto-Quote ab 2025, sie ließ allerdings entsprechende Zeitungsberichte bislang dementieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilte den Plänen zur Einführung der Quote laut Medienberichten am Samstag eine Absage.

Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Die Motorwende reicht nicht

klimaretter.info/em

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