Schulz will Quote für E-Autos in Europa

BildEine verbindliche Quote für Elektroautos in Europa fordert der SPD-Vorsitzende und -Kanzlerkandidat Martin Schulz in einem Fünf-Punkte-Plan zur Zukunft des Autostandortes Deutschland, über den die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die Quote solle den Durchbruch für die E-Mobilität massiv beschleunigen, heißt es weiter. Angaben zur Höhe der Quote und zum Zeitraum ihrer Einführung macht die Zeitung nicht.

BildEine Quote für E-Autos in Europa könnte dafür sorgen, dass diese Fahrzeuge auf deutschen Straßen vom Exoten zu einer Massenerscheinung werden. (Foto: Werner Hillebrand-Hansen/​Flickr)

Das Papier verlangt laut dem Blatt auch, dass Autoindustrie und Bundesverkehrsministerium innerhalb des nächsten halben Jahres prüfen, wie Diesel-Fahrzeuge auf Kosten der Hersteller technisch nachgerüstet werden können. Schulz will außerdem den Interpretationsspielraum bei den Abgasvorschriften beseitigen. Für den Herbst fordert der SPD-Kanzlerkandidat einen zweiten Diesel-Gipfel.

Auch die EU-Kommission soll zur Verbesserung der Luftqualität die Einführung einer E-Auto-Quote ab 2025 ab 2025 erwägen, sie ließ aber entsprechende Zeitungsberichte dementieren. Unterstützung erhielt Martin Schulz am heutigen Freitag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), die sich schon lange für eine Elektroauto-Quote einsetzt. Hendricks zeigte sich laut Medienberichten überzeugt, dass die Kommission einen Gesetzesvorschlag für neue CO2-Grenzwerte vorlegen wird, der auch eine E-Auto-Quote enthält. Anders seien die Klimaschutzziele in der EU für den Verkehr nicht zu erreichen.

Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Die Motorwende reicht nicht

klimaretter.info/jst

Zum Dossier: E-Mobilität – Verkehr unter Stromladestation

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