Anzeige

E-Lastenrad überholt E-Auto

ladestationWährend Autos immer schwerer werden und der Abschied vom Dieselmotor nicht gelingt, haben Elektromobile auf zwei und drei Rädern in die Überholspur gewechselt. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) veröffentlichte zu seinen im März vorgelegten Verkaufszahlen für 2016 erstmals auch eine Marktschätzung für elektrisch betriebene Lastenräder. Darauf hat der Berliner Lastenrad-Experte Arne Behrensen auf seinem Portal "Cargobike jetzt" aufmerksam gemacht. Den Zahlen zufolge wurden im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 15.000 E-Lastenräder verkauft – deutlich mehr als die 11.400 neu zugelassenen Elektroautos.

BildWeniger Ressourcen- und Platzverbrauch, weniger CO2-Ausstoß und Reifenabrieb, weniger schwere Unfälle: E-Lastenräder haben viele Vorteile. (Foto: DLR)

Insgesamt stieg der Absatz von E-Bikes um 13 Prozent auf 605.000 Fahrzeuge. "Und das trotz der sozial ungerechten und ökologisch fragwürdigen Kaufprämie für E-Autos, die sich mittlerweile als ziemlicher Flop herausstellt", betonte Behrensen und erinnerte daran, dass die Verbände von Fahrradherstellern, -händlern und -nutzern, ZIV, VSF und ADFC, auch für E-Lastenräder eine Kaufprämie fordern.

Im vergangenen Sommer hatte sich der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) bereits ganz ähnlich geäußert. "Die Elektro-Auto-Förderung ist ein Rohrkrepierer", sagte er der Presse. "Wir werden eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 schaffen. Aber auf zwei Rädern, nicht auf vier."

Für Unternehmen und ihre Beschäftigten kann es sich dabei lohnen, ein E-Bike oder auch Fahrrad zu leasen. Nach Angaben der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische können Arbeitgeber und Mitarbeiter beim Leasing eines Dienstrades ab 1.000 Euro Verkaufspreis in vielen Fällen Steuern und Abgaben sparen.

klimaretter.info/mb

Zum Dossier: E-Mobilität – Verkehr unter Stromladestation

[Erklärung]  
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen