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Immer mehr Güter fahren Lkw

Von Jahr zu Jahr werden immer mehr Güter in Deutschland durch die Gegend gefahren. 2016 stieg das Transportaufkommen im Güterverkehr im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 4,6 Milliarden Tonnen. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Vor allem der Lkw-, See- und Flugverkehr sowie Pipelines beförderten mehr Güter als noch im Vorjahr.

BildÜber drei Viertel aller Güter werden in Deutschland per Lkw transportiert – mit weit reichenden Folgen für die Atmosphäre. (Foto: Paul Brennan/​Pixabay)

Mit einem Plus von mehr als drei Prozent wuchs die Luftfracht im vergangenen Jahr am stärksten. Mehr als drei Viertel aller Güter – nämlich 3,6 Milliarden Tonnen – werden aber per Lkw befördert. Speditionsunternehmen bevorzugen die Straße gegenüber der Schiene, weil die Transportpreise deutlich niedriger sind.

Lastwagen verursachen fast 100 Gramm CO2-Äquivalent je Tonnenkilometer und haben Wettbewerbsvorteile gegenüber der klimafreundlicheren Variante mit der Bahn, weil sie nur für einen geringen Teil ihrer Wegekosten aufkommen müssen. Umweltorganisationen und kritische Verkehrsexperten fordern deshalb eine Ausweitung der Lkw-Maut. Dabei sollte die Maut erhöht werden und künftig auf allen Straßen sowie auch für kleine Lastwagen gelten. Auch das Umweltbundesamt spricht sich für eine Maut-Erweiterung aus. Außerdem fordert die Behörde den Ausbau der Schieneninfrastruktur.

Entgegen den Absichtserklärungen der Bundesregierung verloren Eisenbahnen und Binnenschiffe erneut Anteile am Güterverkehr. Um knapp zwei Prozent auf 361 Millionen Tonnen verringerten sich die via Schiene beförderten Güter. Wegen verbreitetem Niedrigwasser zwischen Oktober und Dezember sank 2016 auch das Transportaufkommen des Binnenschiffsverkehrs.

klimaretter.info/kir

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