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Neuautos mit immer mehr PS

Die anhaltend niedrigen Öl- und Spritpreise reizen offenbar dazu an, sich immer PS-stärkere Autos zuzulegen: Einer Studie des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen zufolge kam ein zwischen Januar und September dieses Jahres verkaufter Diesel-Pkw im Schnitt auf 163 PS, wie Medien berichteten. Im gesamten letzten Jahr hatten Diesel eine Leistung von 160 PS. Auch bei den Benzin-Pkw hat demnach die durchschnittliche PS-Zahl weiter zugelegt – von 129 PS im Jahr 2015 auf 135 PS für den Zeitraum von Anfang bis September dieses Jahres. 

BildTrotz aller Werbung für "sparsame" Autos: Die wachsende PS-Zahl der Neuwagen sorgt für insgesamt steigende Emissionen. (Foto: Schulze von Glaßer)

Der Trend zu immer stärkeren Pkw ist – nach Ansicht des Statistischen Bundesamtes – der wichtigste Grund dafür, dass die CO2-Emissionen der Pkw der privaten Haushalte seit 2010 wieder zunehmen. Während neu zu­gelassene Fahrzeuge 2005 im Schnitt noch eine Motor­leistung von 123 PS hatten, habe diese bis 2013 auf 137 PS zugelegt. 2017 könnte nunmehr die Grenze von im Schnitt 150 PS pro Neuwagen übersprungen werden, sagte Dudenhöffer seinerseits voraus.

Laut der amtlichen Statistik stießen die privaten Autos 2013 insgesamt 90,1 Millionen Tonnen CO2 aus, das waren in dem Jahr knapp zehn Prozent der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen. Verglichen mit dem Jahr 2005 ist im Zeitraum bis 2013 der CO2-Ausstoß der privaten Pkw insgesamt noch leicht um 1,6 Prozent gesunken. Der Rück­gang beruhte allerdings allein auf sinkenden Emissionen der Benziner, die privaten Diesel­ dagegen stießen 2013 etwa 57 Prozent mehr Kohlen­dioxid aus als noch 2005.

klimaretter.info/jst

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