Abgasskandal weitet sich auf Frankreich aus

Jetzt weitet sich der Abgas-Skandal auf französische Autobauer aus. Die Abgasprüfstelle der Berner Fachhochschule in der Schweiz hat im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Stickoxid-Emissionen eines Renault Espace 1.6 dCi untersucht. Ergebnis: Die Werte überschreiten den geltenden Grenzwert für die Fahrzeugklasse der Euro-6-Norm um das 13- bis 25-Fache.

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Immerhin kann ausgeschlossen werden, dass dieses Auto in den Abgasskandal verstrickt ist. (Foto: Reimer)

"Den Renault Espace Diesel haben wir für eine Überprüfung ausgesucht, weil er bereits in anderen Tests mit erschreckend hohen Realemissionen aufgefallen ist", erklärte DUH-Chef Jürgen Resch. Bei den Nachprüfungen habe sich ein bestimmtes Muster gezeigt. Resch: "Nur wenn er in einer ganz bestimmten Form auf die am Folgetag stattfindende Prüfung vorbereitet wurde, bestand er diese mit Bravour. Alle Abweichungen in der Vorkonditionierung beziehungsweise Tests mit warmem statt kaltem Motor führten zu Dieselabgaswerten, die wir in dieser Höhe noch nie gemessen haben."

Stickoxide oder Stickstoffoxide sind die Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs. Treffen sie auf Wasser, verhalten sie sich überwiegend als Säurebildner, weshalb sie beispielsweise die Schleimhäute reizen und auf sie giftig wirken. Damit zogen sie (mit Ausnahme des sogenannten Lachgases) schon frühzeitig die Aufmerksamkeit der Umweltpolitik auf sich. Zudem wirken Stickoxide in der Atmosphäre als Treibhausgase und als "Ozonkiller".

klimaretter.info/reni

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