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EU forciert Strom-Tankstellen

Die Europäische Kommission will den EU-Mitgliedsstaaten einen rasanten Ausbau des Tank- und Ladenetzes für Strom und auch Gas vorschreiben. Nach dem Plan, den Verkehrskommissar Siim Kallas am heutigen Donnerstag in Brüssel vorstellen will, müsste Deutschland die Zahl der Ladestationen für Elektroautos bis 2020 auf 150.000 erhöhen. Allerdings müssten nur zehn Prozent davon öffentlich zugänglich sein, der Großteil könnte also Firmenflotten, Wohnblöcken oder auch Privathaushalten dienen, so die Kommission in ihrer förmlichen Mitteilung.


Passt, wackelt, hat Luft? Damit Elektroautos künftig europaweit andocken können, will die EU-Kommission einheitliche Ladestecker durchsetzen. (Foto: Gereon Meyer/Wikimedia)

Die Pläne der Kommission sind sehr ambitioniert. So müsste Frankreich von derzeit rund 1.600 auf 97.000 Stromladestellen aufstocken und Bulgarien, wo zuletzt eine einzige Ladestation gezählt wurde, in wenigen Jahren 7.000 Stromtankstellen bauen. Ziel der Kommission ist es, "eine kritische Masse an Ladestationen zu schaffen, damit die Industrie Elektroautos in Massenproduktion und damit zu vertretbaren Preisen herstellt". Zugleich soll es einen EU-Standard für Ladestecker geben, damit ein Elektroauto europaweit andocken kann. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass es bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen geben soll – derzeit sind es weniger als 10.000.

Die Kommission will auch andere alternative Antriebe forcieren. Für Wasserstoff sollen die in 14 EU-Ländern bestehenden Tankstellen in einem Verbundnetz mit gemeinsamen Normen zusammengeschlossen werden. Für komprimiertes Erdgas (CNG) und Flüssigerdgas (LNG) schlägt die Kommission vor, an den wichtigsten Straßen im Abstand von 150 bis höchstens 400 Kilometern Ladestellen einzurichten. Keinen Druck gibt es für Flüssiggas (LPG): Für den mit neun Millionen Autos in der EU verbreitetsten alternativen Kraftstoff gibt es nach Kommissionsangaben bereits 28.000 Tankstellen.

klimaretter.info/dec


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