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Daimler fährt auf Car-Sharing ab

Daimler will mit einem neu gegründeten Tochterunternehmen Daimler Mobility Services das Carsharing-Geschäft ausbauen. Dazu sei auch eine Smartphone-App namens moovel geplant sowie eine neue Technologie für das Suchen, Buchen und Reservieren von Parkplätzen, teilte der Konzern mit. Daimler ist seit Ende 2012 an dem Unternehmen Gottapark mit Sitz in San Francisco beteiligt. Über Gottapark können Parkplatzsuchende in acht US‑amerikanischen Städten sowie im kanadischen Vancouver mehr als 300.000 Parkplätze online reservieren und buchen. Ein ähnliches Pilotprojekt soll in diesem Jahr in Europa an den Start gehen.


Alternative oder Konkurrenz? Vor allem in Städten soll das Car2go-Angebot ausgebaut werden. Genau dort können Autofahrer aber auch am einfachsten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. (Foto: Daimler)

"Insbesondere in Großstädten wollen heutzutage immer mehr Kunden flexibel mobil sein – und wir wollen eine der ersten Adressen für innovative Mobilitätsdienstleistungen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende von Daimler Financial Services, Klaus Entenmann. Schätzungen zufolge könne die Zahl der Carsharing-Nutzer in Europa bis 2020 von heute etwa 700.000 auf dann 15 Millionen steigen. "Angesichts des enormen Marktpotenzials wollen wir in den nächsten zwei Jahren beim Umsatz die Marke von 100 Millionen Euro erreichen", so Entenmann.

Daimler war vor ein paar Jahren mit seiner Tochter Smart ins Carsharing-Geschäft eingestiegen. Unter der Marke "Car2go" wird in Europa und Nordamerika in 19 Städten das Autoteilen angeboten und bislang von rund 200.000 registrierten Kunden genutzt. In Deutschland ist Car2go in sechs Städten verfügbar. Durch moderne Technologie können die Fahrzeuge spontan gemietet und nach Fahrtende an einem beliebigen Ort innerhalb des jeweiligen Geschäftsgebietes abgestellt werden. Teilweise ist das Modell nach Firmenangaben bereits wirtschaftlich: "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Car2go bereits an drei Standorten die Gewinnschwelle erreicht haben", so der Konzern.

klimaretter.info/dec

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