Elektro-Autos floppen auch 2012
Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 3,08 Millionen Neuwagen angemeldet. Das sind 2,9 Prozent weniger als 2011, ein Rückgang um rund 91.000 Pkw. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, haben vor allem hochmotorige Autos zugelegt: 2012 wurden 67 Prozent mehr Land Rover verkauft als 2011. Subaru legte um 52 Prozent zu, Porsche um zehn Prozent und Audi um sechs Prozent. Allerdings gab es auch kräftige Wachstumsraten im Mini-Segment: 20 Prozent.

Das wird langsam lächerlich: Regierung und Industrie beschlossen vor drei Jahren, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Daimler-Chef Dieter Zetsche, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der damalige RWE-Chef Jürgen Großmann und Autolobbyist Matthias Wissmann (von links) warfen dafür ihr ganzes Gewicht in die Waagschale. (Foto: emb)
Lediglich 1,3 Prozent der Neuwagen waren mit alternativen Antrieben ausgestattet, darunter 21.438 Autos mit Hybrid. Die Elektromobilität blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück - ganze 2.956 Neuwaren wurden im vergangenen Jahr zugelassen. Allein der Hersteller Renault hatte mit dem Absatz von 8.000 seiner elektrisch angetriebenen Autos in Deutschland gerechnet. Doch insgesamt rollen zu Beginn dieses Jahres ganze 7.500 Elektro-Pkw auf deutschen Straßen. Das entspricht 0,1 Promille der gesamten Pkw-Flotte – trotz immenser Förderung durch die Steuerzahler. Bundesregierung und Industrie hatten vor drei Jahren beschlossen, bis 2020 über eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bringen.
Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging nach Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes 2012 um fast fünf Gramm auf 142 Gramm je Kilometer zurück. Der Anteil der privaten Neuzulassungen sank auf 38 Prozent. Zugenommen hat dagegen der Handel mit Gebrauchtwagen: 2012 wechselten 6,9 Millionen Autos den Halter – gut ein Prozent mehr als im Jahr zuvor.
klimaretter.info/reni
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