US-Senat will Airlines schützen
Nachdem sich das US-Repräsentatenhaus bereits vor einem Jahr gegen die die Teilnahme amerikanischer Airlines am europäischen Emissionshandel ausgesprochen hatte, zieht nun auch der Senat nach. Wie US-Medien berichten, haben die Abgeordneten am Wochenende einstimmig für einen Gesetzentwurf votiert, der den Fluggesellschaften die Teilnahme am Zertifikatehandel verbieten soll. Nun müssen sich die beiden Häuser noch auf einen gemeinsamen Gesetzestext einigen. Dann könnten die USA China folgen, das seinen Airlines die Beteiligung am Emissionshandel im Februar verboten hatte.

Ab 2013 eventuell seltener auf europäischen Flughäfen zu sehen. (Foto: Makaristos/Wikimedia Commons)
Seit Jahresbeginn ist der Flugverkehr Teil des europäischen Emissionshandels. Alle Flugzeuge, die in der EU landen oder starten, müssen für ihre Treibhausgasemissionen Verschmutzungsrechte vorweisen. 85 Prozent der benötigten Zertifikate erhalten sie kostenlos, den Rest müssen sie kaufen. Nach Angaben von US-Airlines müssten diese bis 2020 rund 2,5 Milliarden Dollar zahlen.
Neben China und den USA sträuben sich auch Kanada, Indien und Russland gegen die Einbeziehung ihrer Fluggesellschaften in den EU-Emissionshandel. Im Juli hatten sich die Staaten auf Einladung des US-Verkehrsministeriums in Washington getroffen, um über mögliche Gegenmaßnahmen zu beraten. Für das laufende Jahr abgerechnet wird jedoch erst im kommenden Jahr. Neun Prozent der Treibhausgase weltweit stammen aus dem Flugverkehr.
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