Der Rekord-Rekord am Himmel
Insgesamt 175,2 Millionen Fluggäste starteten oder landeten im Jahr 2011 auf deutschen Flughäfen. Das ist - nach dem Rekord von 2010 - ein neuer deutscher Rekord: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hoben 2011 sagenhafte 9,3 Millionen Flugpassagiere mehr vom Boden ab als 2010 - ein Zuwachs von 5,6 Prozent.

Nichts ist auf dem mobilen Sektor so klimaschädlich, wie diese Form der Fortbewegung: Fliegen. (Foto: Schulze von Glaßer)
Im Detail: Die Inlandsflüge transportierten 1,4 Prozent mehr Passagiere, ins Ausland flogen oder kamen von dort 6,3 Prozent mehr Menschen an - 150,9 Millionen. Im Europaverkehr, der mehr als drei Viertel des Auslandsverkehrs repräsentiert, gab es ein Plus von 8,4 Prozent.
Heute stammen bereits 9 Prozent des menschengemachten Treibhauseffektes aus dem Flugverkehr, seit 1990 haben sich die Emissionen der Luftfahrt EU-weit fast verdoppelt. Nirgendwo wird die Zukunft der Menschheit radikaler entschieden, als am Himmel: Fliegen ist die klimaschädlichste aller Fortbewegungsarten. Düsenflieger stoßen ihre Abgase in besonders empfindlichen Schichten der Erdatmosphäre aus, weshalb sie das Klima überproportional zum Treibstoffverbrauch belasten. Die Klimabelastung, die ein Flugzeug pro Passagier verursacht, ist bis zu fünfmal so groß wie die, die ein ICE bewirkt.
Das britische Tyndall-Institut für Klimaforschung hat hochgerechnet, dass bei gleichbleibenden Wachstumsraten die zivile Luftfahrt im Jahr 2040 ganz allein so viel Kohlendioxid ausstoßen würde, wie dann noch für die gesamte EU erlaubt sein dürfte. Deshalb müsse endlich Klimaschutz betrieben werden.
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