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E10 wird nicht akzeptiert

Auch ein Jahr nach seiner Einführung ist der Agro-Kraftstoff bei den Deutschen unbeliebt. Fast jeder Zweite tankt weiterhin herkömmlichen Sprit. Das hat eine aktuelle Umfrage des AutoScout24-Magazins ergeben. Plan der EU ist es, durch dieses Kraftstoffgemsich mit höherem Ethanolanteil den Verbrauch von Erdöl zu senken. Mit Hilfe des Ethanols aus nachwachsenden Rohstoffen soll außerdem die Ökobilanz verbessert werden. Denn beim Verbrennen wird nur die Menge CO2 freigesetzt, die in den Pflanzen vorher aus der Luft gebunden wurde - abzüglich der Verluste aus dem Anbau und Herstellungsprozess, um deren Höhe eine Gutachterschlacht tobt.


Der gelbe Zapfhahn wird deutlich seltener eingesetzt, als der rote. (Foto: Reimer)

Nur drei Prozent der Befragten greifen der Umwelt zuliebe zum E10-Zapfhan. Siebzehn Prozent tanken E10 dagegen aus Kostengründen. Die Benzinpreise kletterten zum Wochenende auf eine neue Rekordhöhe: Ein Liter Super E10 kostet im Schnitt rund 1,62 Euro, etwa 10 Cent mehr als noch vor einem Monat. Dieses Rekordniveau war zuletzt im April 2011 erreicht worden. Hintergrund des Anstiegs sind Befürchtungen, dass Israel einen Angriff auf den ölreichen Iran plant, um Teheran am Bau der Atombombe zu hindern.

Trotz eines leichten Preisvorteils verzichtet die große Mehrheit der Umfrage zu Folge jedoch völlig auf den Kraftstoff vom Acker. Fast die Hälfte aller Befragten (45 Prozent) hält herkömmliche Spritsorten für effizienter. 21 Prozent fürchten einen Motorschaden, bei acht Prozent warnt der Hersteller vor einer Unverträglichkeit. "Beim Thema E10 herrscht nach wie vor eine große Verunsicherung unter den Autofahrern", sagt Thomas Weiss, Chefredakteur des AutoScout24-Magazins. Viele Hersteller haben im vergangenen Jahr ihre Produktion herunter gefahren.

Ob ihr Auto das Gemisch verträgt, können Autofahrer jedoch selber leicht herausfinden. Eine Liste findet sich beispielsweise unter http://themen.autoscout24.de/e10-liste/.

klimaretter.info/tineh
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