SkySails entlässt die halbe Mannschaft
SkySails, Hamburger Hersteller von Zugdrachen für die Schifffahrt, entlässt die Hälfte seiner Belegschaft. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wollten die Reeder angesichts der gegenwärtig unsicheren Wirtschaftslage nicht mehr in die Technologie investieren. Auch von den Banken gibt es keine Unterstützung mehr. 40 Menschen sind betroffen.
Seit 2010 greift auch die MS Beluga schon auf die SkySails-Technologie zurück. (Foto: SkySails)
Häufig wurde die SkySails-Geschäftsidee ohnehin als Spinnerei abgetan. Nach einer Jungfernfahrt Richtung Venezuela, bei der sechs Monate lang die Bedingungen der Atlantik-Frachtschifffahrt erprobt worden, ging das Zug-System Mitte 2008 in Serie. Nun sagt Geschäftsführer Stephan Wrage: "Die Rahmenbedingungen haben sich nicht so entwickelt, wie wir sie erwartet haben". Öl habe sich nicht so verteuert, dass die Reeder sich das rund eine Million Euro teure Zugdrachen-System kaufen.
SysSails hat bislang rund zehn Zugdrachen verkauft. Das Unternehmen wurde durch Risikokapital finanziert, das nun aufgebraucht sei. Wie aus einer Studie der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) hervorgeht, verursachte die Schifffahrt im Jahr 2007 mit 1.046 Millionen Tonnen Kohlendioxid rund 3,3 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. SkySails sieht sich mit seiner Drachen-Technologie bei der Reduktion von Schiffsemissionen in einer Schlüsselrolle: Bis zu 35 Prozent Treibstoff konnten die eingesetzten Segel sparen.
klimaretter.info/reni
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