Ramses bringt Beton nach Bayern
Bis 2015 sollen nur noch wenige neue Verkehrsprojekte realisiert werden und der Fokus auf der Instandhaltung liegen. Der heute vorgestellte Investitionsrahmenplan des Verkehrsministeriums legt fest, welche Straßen- und Schienenprojekte in den kommenden Jahren gebaut werden sollen. Insgesamt geht der Plan von Gesamtinvestitionen von 41 Milliarden Euro aus - deutlich weniger als der Vorgängerplan, der noch 57 Milliarden vorsah. Trotzdem sei noch zu wenig Geld da. "Die Pkw-Maut-Diskussion bleibt auf dem Tisch", erklärte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) der Tagesschau.

Straßenbauprojekte bleiben Priorität. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Die Allianz pro Schiene begrüßt zwar, dass der Fokus auf der Instandhaltung gelegt wird, sieht aber eine falsche Prioritätensetzung: "Bis zum Ende der Legislaturperiode soll mehr Geld in den Bau neuer Autobahnen und Bundesstraßen fließen als in den Neubau von Schienenstrecken. Erst ab 2014 soll die jahrzehntelange Bevorzugung des Straßenbaus enden. Hier hätten wir uns eine schnellere Kurskorrektur gewünscht", sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.
Die Grünen kritisieren, dass ein Großteil der als prioritär behandelten Straßenbauprojekte sich in Ramsauers Heimatland Bayern befänden. "Das ist dreiste Klientelpolitik", erklärt hierzu Stephan Kühn, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Grüne.
Eine gewisse Brisanz besitzt die Streichung von Schienenprojekten in Baden-Württemberg, etwa die Elektrifizierung der Südbahn bei Ravensburg. Vor der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 hatten Bundestagsabgeordnete der CDU erklärt, die Südbahnelektrifizierung käme auf jeden Fall und damit Befürchtungen vom Tisch gewischt, andere Projekte könnten unter den hohen Kosten von Stuttgart 21 leiden.
klimaretter.info/hb
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 01 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Verkehrsminister stellt "Aktionsplan Güterverkehr und Logistik" vor: Verkehrsclub Deutschland VCD kritisiert Ausrichtung auf Straße statt Schiene als "inakzeptabel"
EU-Verkehrs-Kommissar Siim Kallas stellt Ende März "White Paper" vor
500 Millionen Euro will der Bund aus den Bahngewinnen erhalten. Die Bundesländer fordern nun, das Geld lieber zu investieren, um Missstände zu beheben
Weitgehend unbemerkt von der kritischen Öffentlichkeit findet derzeit eine unheimliche Revolution auf Europas Straßen statt: Die Gigaliner breiten sich aus. Jetzt will die EU-Kommission auch noch den grenzüberschreitenden Verkehr für die überlangen LKW erlauben - gegen ihre eigene Richtlinie.
Die Lkw-Maut soll sich in der Europäischen Union künftig stärker an Umweltaspekten orientieren. Dafür sollen die Mitgliedstaaten höhere Gebühren als bisher verlangen können
Mit dem Weißbuch Verkehr sollen bis 2050 rund 60 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen des Sektors eingespart werden. Ziele sind mehr Hochgeschwindigkeitszüge und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.
Eine Studie des Umweltbundesamts sieht erheblichen Finanzierungsbedarf, um den Ausbau des deutschen Schienennetzes innerhalb der nächsten 20 Jahre zu fördern. Mehr Güter und Menschen könnten so umweltfreundlicher auf der Schiene befördert werden
Die Netzgesellschaft der Deutschen Bahn muss die Trassengebühren für den Regionalverkehr senken. Dadurch wird es für die private Konkurrenz billiger. Diese will allerdings auch wissen, wie die Preise überhaupt zustande kommen. Von Jörg Zeipelt
In Bolivien starten indigene Völker heute einen 600 Kilometer langen Protestmarsch gegen dem Bau einer Straße, die durch ihre Territorien verlaufen soll. Die ethnischen Yuracaré, Trinitario und Chimane pochen auf die Einhaltung ihrer Autonomierechte, wie sie ihnen in der Landesverfassung eingeräumt werden.
Der baden-württembergische Verkehrsminister will die Fahrt der Riesen-LKWs in seinem Bundesland nicht dulden - Unterstützung erhält er ausgerechnet vom ADAC
Ein "heißer Herbst" der Anti-Atomproteste steht der Bundesregierung bevor, wenn sie im September ihr Energiekonzept vorstellen möchte. In Berlin und München sind Demos geplant. Auch die bisherige Regierungspolitik wird von Umweltschützern kritisiert: Durch Streichen umweltschädlicher Subventionen und Steuervorteile ließen sich jährlich 15 Milliarden Euro mehr einnehmen, erklärte der Naturschutzverband BUND.
Die Pendlerpauschale, deren Erhöhung wieder pünktlich zur Osterreisezeit gefordert wird, kostet - schon jetzt - sehr viel Steuergeld und schadet der Umwelt noch viel mehr. Umweltwissenschaftler fordern ihre Abschaffung, genauso wie die Abschaffung von Kerosinsteuerbefreiung und Dienstwagenprivileg.
Opel retten oder Klima schützen? Eigentlich könnte es zu heftigem Streit kommen. Doch BUND und IG Metall verhalten sich erstaunlich kooperativ.
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will vorerst keine weiteren Straßen neu bauen. Die Industrie- und Handelskammern sind empört. Dabei ist die Politik des grünen Verkehrsministers keinesfalls autofeindlich.


