Emissionshandel für Airlines beginnt
Das Umweltbundesamt (UBA) beginnt in diesen Tagen mit der Versendung von Bescheiden über Kohlendioxid-Zertifikate an Airlines. Ab Januar 2012 müssen Fluggesellschaften und Businessflieger für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid eine Emissionsberechtigung abgeben. Bis 2020 erhalten die Airlines einen Großteil davon aber kostenlos, nur einen Teil davon müssen die Fluglinien am Markt erwerben oder ihre Emissionen reduzieren.
Im Anflug: Der Emissionshandel für Airlines. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Zunächst werden 85 Prozent der Zertifikate kostenlos ausgegeben, ab 2013 noch 82 Prozent. Insgesamt teilt die beim Umweltbundesamt angesiedelte Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) für 2012 42,8 Millionen Zertifikate zu, für 2013-2020 jeweils 40,5 Millionen Zertifikate. Die Zusatzkosten für Passagiere sind gering: Für ein einfaches Flugticket von Berlin nach Mallorca betragen diese laut UBA 1,50 Euro, unter Berücksichtigung der zunächst kostenlosen Zuteilung ist der Wert noch weitaus geringer. Bis zum 23. Dezember 2012 will die DEHSt eine Liste der Airlines mit ihrer jeweiligen Zuteilung veröffentlichen.
Seit 1990 haben sich die Emissionen der Luftfahrt EU-weit fast verdoppelt. Der überwiegende Teil der Emissionen, über 65 Prozent, entfällt auf europäische Airlines. Mehrere Länder, vor allem China, die USA und Russland hatten die EU wegen der Einbeziehung ihrer Airlines in den Emissionshandel scharf kritisiert und mit Sanktionen gedroht. Die EU hatte daraufhin im November mögliche Ausnahmeregelungen für Länder, die selbst "ähnliche Maßnahmen" einleiten, angeboten.
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