Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Viel heiße Luft um E-Autos

Es ist kein Zufall, wenn plötzlich alle von umweltfreundlicher Elektromobilität reden, denn die Autoindustrie steckt gerade  in einer Absatzkrise. Doch schon der zweite Blick zeigt, dass das Elektroauto die Probleme des motorisierten Individualverkehrs gar nicht lösen kann. Dafür müsste schon mehr ausgewechselt werden als nur der Antrieb. 

Ein Standpunkt von Gereon Janzing

Elektroautos sind seit mehr als hundert Jahren bekannt. Aber nie zeigte die Autoindustrie Interesse an ihnen, nicht einmal in der Ölkrise der 1970er Jahre. Als aber im Jahr 2008 die Autoindustrie in eine Absatzkrise geriet, mussten neue Ideen her, um die Kunden zu locken. Und so erinnerte man sich ans Elektroauto – und bewirbt es nun als "sauber" und "umweltfreundlich". Betrachten wir einmal die Vor- und Nachteile fernab von ökonomischen Interessen.


In den nächsten Jahren – oder auch etwas später – kommt die saubere und bezahlbare Elektromobilität. Wer wettet dagegen? (Foto: Gereon Meyer/Wikimedia Commons)

In der unmittelbaren Umgebung ist ein Elektroauto zweifellos sauberer als ein Benzin- oder Dieselauto. So müssen unmotorisierte Verkehrsteilnehmer keine Abgase einatmen – für Radfahrer ein eindeutiger Vorteil. Eventuelle Gifte werden in weiter Entfernung freigesetzt. Außerdem ist ein E-Auto sehr angenehm zu fahren, so berichten viele, die es ausprobiert haben.

Einige Autoren sagen, die geparkten elektrischen Autos mit ihren Batterien könnten zur Speicherung elektrischer Energie aus erneuerbaren und unregelmäßigen Quellen dienen. Das ist zweifellos eine gute Idee, sobald die Batterietechnik ausgereifter ist.

Als viele Unternehmer und Politiker – und mit ihnen viele gutgläubige Laien – plötzlich begannen, euphorisch für das Elektroauto zu werben, waren Umweltschützer erst einmal skeptisch. Denn Elektroenergie ist ja nicht prinzipiell so sauber, wie sie dem oberflächlichen Blick erscheint. Sie ist nur so sauber wie ihre Erzeugung. Bei einigen Werbeagenten der Elektroautos ist zu mutmaßen, dass die Atomindustrie ihre Finger im Spiel hat. Andere dagegen betonen, die elektrische Energie müsse aus erneuerbaren Quellen stammen. Das ist sicher besser, klingt allerdings so, als wäre Elektroenergie aus erneuerbaren Quellen im Überfluss vorhanden.

Probleme werden verschoben statt gelöst

In Deutschland wurde die "Nationale Plattform Elektromobilität" gegründet. Über diese gibt es ein informatives Buch von Weert Canzler und Andreas Knie aus dem Münchener Oekom-Verlag mit dem Titel: "Einfach aufladen. Mit Elektromobilität in eine saubere Zukunft". Das Buch zeigt klar die Ziele jener Plattform: Die Sorgen betreffen nicht die Umwelt, sondern die Position Deutschlands in der globalen Wirtschaft. Die Hauptangst ist, China könnte mit einem großen Angebot an Elektroautos Deutschland zuvorkommen. Deutschland muss Marktführer sein, alles andere interessiert weniger.

In der derzeitigen Situation der Energiegewinnung setzt ein Elektroauto pro Kilometer mehr Kohlendioxid frei als ein Auto mit Verbrennungsmotor, ganz abgesehen von den verheerenden Folgen der Atomkraft, die in der Kohlendioxidstatistik nicht erscheinen. Man kann natürlich die Autos mit Sonnen- und Windenergie speisen. Oft schönt das die Statistik, hat aber keinen weiteren Nutzen. Es deutet nämlich alles darauf hin, dass die Entwicklung auf etwas hinauslaufen wird, das ich hier vereinfacht durch ein Beispiel darstelle: Ich lasse mir Solarzellen installieren, mit denen ich zunächst meine Waschmaschine betreibe. Dann kaufe ich mir ein Elektroauto, das ich mit dem Solarstrom antreibe. Da dieser nun nicht mehr für die Waschmaschine ausreicht, kaufe ich Atomstrom zu. In der Werbung sage ich nur, dass das Auto mit Solarstrom betrieben wird. Die Adressaten der Werbung denken also, das Auto sei bezüglich der Enegieerzeugung sauber. Sie wissen ja nicht, dass ich wegen des Autos Atomstrom für die Waschmaschine beziehe.

Aus der Sicht des Umweltschutzes ist also die Förderung des Elektroautos nur sinnvoll, wenn sie mit einer Ausweitung umweltfreundlicher statt umweltschädicher Energieformen oder mit einer Reduktion des Autoverkehrs insgesamt einhergeht, am besten natürlich mit beidem.

Elektroauto als Zweitwagen bringt nichts

Ein Elektroauto hat bei der heutigen Batterietechnik – die sich in absehbarer Zeit nicht wesentlich verbessern wird – eine viel geringere Reichweite als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Damit wird es vielfach als defizitär wahrgenommen. Die Autoren, die für das Elektroauto werben, bieten im Wesentlichen zwei Lösungen für dieses Problem an. Eine ist, dass ein Elektroauto als Zweit- (oder gar Dritt-)Wagen empfohlen wird. Das käme den Wünschen der Autoindustrie sicher entgegen, ist aber aus Umweltschutzsicht ganz offensichtlich kontraproduktiv.

Denn alle Autos, unabhängig von ihrem Antrieb, brauchen in der Herstellung viel Material, viel Energie, viel Wasser. Viel mehr als Fahrräder. Laut Aussage des Verkehrsclubs Österreich setzt ein Auto in der Produktion etwa so viel CO2 frei wie 30.000 (mit Verbrennungsmotor) gefahrene Kilometer. Damit wird deutlich: Elektroautos können aus Umweltsicht nur befürwortet werden, wenn sie die Benzin- und Dieselautos nicht ergänzen, sondern ersetzen. Elektroautos, die Autos mit Verbrennungsmotor ergänzen, sind bloße Spielzeuge von Leuten, die ihre Zeit nicht besser zu nutzen wissen. Das kann man als Prestigeökonomik klassifizieren (économie ostentatoire auf Französisch).


Elektrofahrzeuge – hier ein Opel Ampera Hybrid und ein Smart Fortwo Electric Drive – stehen im Verdacht, Prestigeobjekte zu sein oder als Zweitwagen die Städte noch weiter zu verstopfen. (Foto: Rudolf Simon/Wikimedia Commons) 

Es bleibt die andere Lösung: Das Auto – als Elektroauto – soll in erster Linie als Miet- oder Carsharing-Auto angeboten werden und als solches das Privatauto ersetzen. Die gemeinsame Autonutzung soll Teil eines umfassenden Verkehrskonzepts sein, das den öffentlichen Verkehr mit Bus und Bahn und im Idealfall auch Fahrräder einschließt. So wird die Gesamtzahl der vorhandenen Autos reduziert – und somit sinkt auch der Flächenverbrauch für Parkplätze.

Im Buch von Canzler und Knie wird ein Konzept dieser Art entwickelt. Eine große Schwäche – die nicht überrascht angesichts der Beziehung zur Nationalen Plattform Elektromobilität – ist, dass das Konzept sehr national ausgerichtet ist. Es wird nicht erklärt, wie man von einem Land in ein anderes reisen kann. Das Buch wagt es gar, die Deutsche Reichsbahn der 1930er Jahre – jenes nationalsozialistische Unternehmen, das unzählige Juden und "Zigeuner" zu den Konzentrationslagern deportierte – zu loben, weil sie Autobahnen baute.

Es ist klar, dass die Mobilität auf Dauer von fossilen Brennstoffen wegkommen muss und dass Biodiesel im großen Maßstab keine Lösung ist. Solarbetriebene Elektroautos können sicher ein guter Schritt sein – in Kombination mit anderen Schritten, die den gesamten motorisierten Verkehr reduzieren und den Spieltrieb der Menschen auf anderes verlagern: mehr Orientierung auf lokale Produkte, Förderung von Fahrgemeinschaften und öffentlichem Verkehr, Reduktion der oft vom Auto abhängigen Erwerbsarbeit, Kreation eines Images des Autos als Notlösung mit geringem Prestige – und in allererster Linie ein Ernstnehmen unmotorisierter Fortbewegung. Der Fahrradclub ADFC kritisiert die Investitionen ins Elektroauto, weil erst einmal ein guter Ausbau des Radwegenetzes wichtiger sei.

Auch saubere Technik stößt an Grenzen 

Auch müssen wir im Auge behalten, dass die als sauber gepriesenen Energiequellen dies in Wahrheit nur bedingt sind. So ist Wasserkraft sicher nicht als umweltfreundlich zu bewerten, wenn sie in Megastaudämmen gewonnen wird, für die viele Quadratkilometer Urwald überflutet und die ansässigen Menschen einfach vertrieben werden. Übers Internet ging das Foto des Kayapó-Häuptlings Raoni um die Welt, der in Tränen ausbricht, weil er gerade erfahren hat, dass sein Volk wegen eines hydroelektrischen Megaprojekts aus seinem angestammten Gebiet vertrieben und der dortige Urwald dem Energiekonsum geopfert wird. Solche zerstörerischen Großprojekte werden mit  der unkritischen Ausweitung von Elektroautos natürlich zunehmen.

Zudem werden für Autobatterien die Elemente Lithium und Kupfer benötigt, die etwa in den Anden mit immensem Wasserverbrauch abgebaut werden. Im Falle des Kupfers wird zudem Wasser vergiftet. Das Wasser braucht aber die lokale Bevölkerung als Trinkwasser und zur Bewässerung ihrer Felder. Mit der Ausweitung der Elektroautos ist davon auszugehen, dass in stärkerem Maße Ressourcenkonflikte auftreten, wie sie beim Biodiesel bereits auf die vereinfachte Formel gebracht wurden: "Autos der Reichen kontra Brot der Armen". In Ecuador gibt es schon heftige Proteste der indigenen Bevölkerung gegen wasserraubende Bergbauprojekte.


Wenn alle diese Autos umweltfreundlich angetrieben werden, ist das Radfahren zwar gesünder, aber nicht weniger gefährlich. (Foto: Brigitte Hiss/BMU) 

So, wie das Elektroauto propagiert wird, gewinnt man leicht den Eindruck, das einzige Problem des Autos sei die Energieversorgung. Keine Rede ist etwa von Unfällen, deren Zahl kaum vom Antrieb abhängen dürfte. Allenfalls bieten Elektroautos ein erhöhtes Risiko, da sie leiser sind und deshalb von anderen Verkehrsteilnehmern leichter überhört werden können. Umso wichtiger ist es, dass es ein flächendeckendes Netz von Wegen ohne Autos für Radfahrer und Fußgänger gibt, bevor das Elektroauto promotet wird.

Der Geograf, Ethnologe und Biologe Gereon Janzing lebt und arbeitet auf Ibiza. Er schreibt für Zeitschriften wie Kritische Ökologie und Zalp und bloggt auf gereon.es.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Donnerstag, 27. Februar 2014, 18:04 Uhr
Tesla plant "Gigafactory"
BildDer kalifornische Elektroautobauer will die Kosten für Batterien senken, indem die Weltproduktion verdoppelt wird [mehr...]
Montag, 27. Juli 2015, 09:15 Uhr
E-Autos noch viel zu materialintensiv
BildForscher empfehlen langfristige Integration der Elektromobilität statt kurzfristiger Kaufanreize. Lithium-Knappheit befürchtet [mehr...]
Mittwoch, 25. Mai 2011, 08:04 Uhr
"Das Wichtigste ist die Forschung"
Forschungsförderung statt Kaufprämie: Heinz-Rudolf Meißner vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung hält den Kurs der Bundesregierung in Sachen Elektromobilität für richtig. Das Ziel, eine Million strombetriebene Autos bis 2020 auf die Straße zu bringen, werde womöglich sogar übertroffen.
Interview: Felix Werdermann
[mehr...]
Dienstag, 26. Juni 2012, 11:03 Uhr
10 Jahre Steuerfreiheit für E-Autos
Die Bundesregierung will Elektroautos künftig zehn statt wie bisher fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreien [mehr...]
Mittwoch, 26. November 2014, 11:50 Uhr
24.000 E-Autos in Deutschland
BildRegierungsberater fordern drei Milliarden Euro, um doch noch bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen [mehr...]
Donnerstag, 15. Januar 2015, 19:52 Uhr
8.522 neue Elektroautos
BildEine Studie macht Vorschläge, um das Elektromobilitätskonzept der Bundesregierung zu verbessern [mehr...]
Freitag, 23. September 2011, 12:28 Uhr
Ab 2017: Standardanschluss für Elektroautos
Europäischer Verband von Autoherstellern einigt sich auf einheitliche Stecker zum "Betanken" elektronischer Fahrzeuge [mehr...]
Sonntag, 15. Februar 2015, 13:04 Uhr
Apple will E-Autos bauen
BildDer Computer-Konzern tritt in Konkurrenz zum Elektroauto-Entwickler Tesla [mehr...]
Mittwoch, 10. Oktober 2012, 17:21 Uhr
BMW mit grüner Allianz
Autobauer BMW und Ökostrom-Anbieter Naturstrom kooperieren bei der Lieferung von grünem Strom für Elektroautos [mehr...]
Mittwoch, 08. Juni 2011, 13:33 Uhr
Das Auto als "Pumpspeicherwerk"
Start des 3. Deutschen Elektromobil-Kongresses in Bonn: Ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien könnte auch die Elektromobilität voranbringen – mit all ihren Folgen.
Aus Berlin Felix Werdermann [mehr...]
Sonntag, 15. Mai 2011, 13:38 Uhr
Deutschland soll E-mobiler Leitmarkt werden
Im zweiten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität fordert die Industrie Milliardensubventionen. Kanzlerin Merkel sagt "Elektroautos gehört die Zukunft", der Nutzen für Umwelt und Klima bleibt jedoch umstritten.
Von Sarah Messina [mehr...]
Freitag, 28. März 2014, 18:57 Uhr
Dobrindt will E-Autos fördern
BildDer Bundesverkehrsminister schickt einen Gesetzentwurf an die beteiligten Ressorts. Bargeld soll es aber nicht geben [mehr...]
Dienstag, 02. Juni 2015, 13:05 Uhr
Drei Milliarden gegen die Ladehemmung
BildWeil keiner Elektroautos kaufen will, greift die Bundesregierung der Branche nun unter die Arme: Bis zu drei Milliarden Euro sollen in Kaufanreize und Ladestationen gepumpt werden. Wirklich nachhaltig ist eine direkte Förderung der privaten Pkw-Flotte allerdings nicht, kritisieren Verkehrsexperten.
Aus Berlin Susanne Götze [mehr...]
Samstag, 30. August 2014, 11:55 Uhr
E-Car-Sharing als Pariser Weltschlager
BildDas E-Auto-Mietsystem Autolib' hat sich im Pariser Verkehrsangebot etabliert. Der Eigentümerkonzern Bolloré nutzt die gewandelten Mobilitätsbedürfnisse in den Großstädten für den weltweiten Export seines "Rundum-Sorglos-Pakets". Nach dem Start in den USA im Mai sind nun Singapur und die kambodschanische Tempelstadt Angkor Vat im Gespräch.
Aus Paris Julia Hildermeier [mehr...]
Mittwoch, 27. März 2013, 19:14 Uhr
Elektrische Tuk-Tuks sollen Asien aufrollen
Sind sind irre laut und verpesten asiatische Städte – nun soll es allen Ernstes auch leise, saubere Tuk-Tuks geben [mehr...]

Werbung

Meinungen: Standpunkte

"Ein AKW zur atomaren Abschreckung"

BildHinkley Point C, das teuerste Kraftwerk aller Zeiten, wird nicht deswegen gebaut, weil Großbritannien Strom braucht. Das AKW ist vielmehr wichtig, um das britische Atomwaffenarsenal zu erneuern.
Ein Standpunkt von Eva Stegen, Energiereferentin bei den Elektrizitätswerken Schönau
[mehr...]

Meinungen: Überraschung der Woche

Mythen der Energiewende, "Kosten-Tsunamis" und "Blackouts" durch Kohlekraft

BildKalenderwoche 27: Die Mythen über vermeintliche "Kosten-Tsunamis" durch die Energiewende werden immer noch öffentlich gepflegt, wundert sich Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Die "Blackouts" und Abschaltungen im Nachbarland Polen, weil dort auf Kohle statt Erneuerbare gesetzt wird, schiebt man dagegen beiseite.
[mehr...]

mehr...

Bild
Debattenserie

Deutschland und sein Klimaziel

Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie: Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung. Die ersten 15 Prozent CO2-Reduktion ab 1990 waren nach dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft leicht zu erreichen. Dann wurde es schwieriger. Jetzt bleiben nur noch viereinhalb Jahre für die fehlenden 13 Prozent. Reichen die politischen Instrumente? [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Der Kohleindustrie das Geld entziehen

Großinvestoren wie Deutsche Bank, Allianz und Commerzbank sollen vor dem Weltklimagipfel in Paris öffentlich erklären, dass sie aus der klimaschädlichen Kohlefinanzierung aussteigen. Eine solche Zusicherung, ein "Paris Pledge", fordern Nicht­regierungs­organisationen jetzt von allen Banken. Bürger und Organisationen können online unterschreiben. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

BildUnabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Zurzeit finanzieren unsere Leserinnen und Leser rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem ermöglichten sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Lima. [mehr...]

Werbung


Neues vom Kooperationspartner
Solikon – Ökonomie geht auch anders
BildVom 5. bis 13. September findet der "Solikon 2015" statt, der Praxiskongress für solidarische Ökonomie und Transformation. Dann dreht sich an der TU Berlin alles um die vielfältigen Formen solidarischer Ökonomie und um konkrete Kooperationsweisen. [mehr...]

wibo: Täuschend echte Effizienz

Es ist vielleicht gerade heute bei 34 Grad im Schatten wirbt für die „neue Wärme-Effizienz-Heizung“. Es geht um Elektroheizungen per Postwurf und um „heimelige Atmosphäre auf Knopfdruck“: Das „täuschend echte Flammenspiel – brandneu entwickelt“ ist die „erste elektrische Kamin-Serie mit Wärme-Effizienz-System“: [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Politik fürs deutsche Klimaziel - Reicht das?
Netzausbau - Die größte Baustelle der Energiewende
Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Das optimale Solardach finden
BildOb sich der Einbau einer Solaranlage lohnt, hängt auch stark vom Standort der jeweiligen Immobilie an. Bessere Auskünfte als die bisher vereinzelt vorhandenen Solardachkataster bietet das Projekt Solarmaps.de – vorerst für das Saarland und ab 2017 bundesweit. [mehr...]

Klimakonferenz-Specials

Bonn Juni 2015 - Der Fahrplan für Paris
Berlin Mai 2015 - Der sechste "Petersberger Dialog"
Was Lima wert ist - Meinungen und Analysen
Lima Dezember 2014 - COP 20 in Peru
Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Werbung

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Obamas Weckruf aus Alaska

US-Präsident beginnt dreitägige Tour durch die nördliche Polarregion. Umweltschützer kritisieren Bohrerlaubnis für Shell [mehr...]
Energie

Bild
Jetzt 39.000 solare Megawatt

2015 hat vergleichsweise wenig dazu beigetragen: Nur 772 neue Megawatt in den ersten sieben Monaten [mehr...]
Wirtschaft

Bild
AKW Krümmel: Der Anfang vom Ende

Der Energiekonzern Vattenfall stellt Antrag auf Stilllegung und Rückbau seines Atomkraftwerks bei Hamburg [mehr...]
Mobilität

Bild
Nachfrage nach Agro-Kraftstoffen sinkt

Die seit Jahresbeginn geltende Treibhausgas-Quote ist zu niedrig, klagt die Biokraftstoffindustrie [mehr...]
Forschung

Bild
Ozeane: Acht Zentimeter höher als 1992

Satellitendaten zeigen, dass der Meeresspiegel schneller steigt als noch vor 50 Jahren [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Dilma Rousseff und Angela Merkel
Hoffnung für die Klimamaschine

Brasilien ergrünt – und nimmt Klimaschutz endlich so ernst, wie es nötig ist. Das Schwellenland hat sich zur Dekarbonisierung bekannt, will die Erneuerbaren ausbauen und den Amazonas wieder aufforsten. Das sind gute Zeichen für den bevorstehenden Paris-Gipfel.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Klimaschutz: "Zehn verlorene Jahre"

"Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie. Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung: Reichen die politischen Instrumente zur CO2-Reduktion? Teil 10: Nein, sagt die Chefin der Stiftung 2° der Deutschen Wirtschaft. Notwendig sind verbindliche Richtlinien für den CO2-Fußabdruck in der Produktionskette.
Ein Standpunkt von Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°
[mehr...]
Rezension

Bild
Was Klimawandel wirklich bedeutet

Die Dokumentation "ThuleTuvalu" wurde in Nordgrönland und im Südwestpazifik gedreht. Zwei Orte, die verschiedener nicht sein könnten – deren Schicksal aber untrennbar miteinander verknüpft ist. Schuld ist der Klimawandel.
Eine Filmkritik von Marlene Göring
[mehr...]
Kolumnen

Hendrik Sander
Die Klimabewegung braucht zwei Seelen

Die Aktion "Ende Gelände" mit ihrem zivilen Ungehorsam im Rheinischen Braunkohlerevier war ein Erfolg. Langsam, aber sicher kriselt es heftig in der fossilen Wirtschaft. Allerdings darf die Klimabewegung bei der Freude darüber nicht vergessen: Es kann nicht nur um einen Austausch von fossilen gegen grüne Konzerne gehen – die Energiewende muss sich der Systemfrage stellen.
Eine Kolumne von Hendrik Sander
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Mythen der Energiewende, "Kosten-Tsunamis" und "Blackouts" durch Kohlekraft

Kalenderwoche 27: Die Mythen über vermeintliche "Kosten-Tsunamis" durch die Energiewende werden immer noch öffentlich gepflegt, wundert sich Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Die "Blackouts" und Abschaltungen im Nachbarland Polen, weil dort auf Kohle statt Erneuerbare gesetzt wird, schiebt man dagegen beiseite.
[mehr...]