Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Helmut Schmidt und die Kunst des Schweigens

DER KOMMENTAR:

etscheid

Georg Etscheit, Kolumnist von klimaretter.info über die Äußerungen von Zeit-Herausgeber und Altbundeskanzler Helmut Schmidt zum Klimawandel.

 

Wenn sich Altkanzler Helmut Schmidt, 92, zu Wort meldet, horcht die Nation auf. Der mediale Hype um den Tod seiner langjährigen Ehefrau Loki bewies einmal mehr die ungebrochene Popularität des Kette rauchenden Ex-Politikers, Weltökonomen und Berufspragmatikers, der den Menschen in ruhigen, vorderhand ebenso sachlichen wie unideologischen Phrasen die Weltläufte erklärt. Selbst Banalitäten werden aus seinem Mund mitunter wie letztgültige Erkenntnisse wahrgenommen. Als hätte das Orakel von Delphi gesprochen.

Um das Problem des Klimawandels hat Schmidt-Schnauze immer einen weiten Bogen gemacht. Meist antwortete er nur erkennbar widerwillig und genervt auf entsprechende Fragen. Umweltpolitik war eh nie die Sache des konservativen SPD-Politikers und Krisenkanzlers, obwohl sich Loki als engagierte Naturschützerin einen Namen gemacht hatte. Erste Anläufe zu einer aktiven staatlichen Umweltpolitik aus der Ära Brandt/Scheel, die 1970 in einem "Sofortprogramm" mündeten, wurden von ihm wieder auf Eis gelegt.

Als die Ölkrise der Jahre 1973/74 zur ersten echten Wirtschaftsrezession in der damaligen Bundesrepublik geführt hatte, einigte sich Schmidt mit Industrie und Gewerkschaften sogar ganz formal auf eine langsamere Gangart in der Umweltpolitik.Umweltschutz galt fortan - und gilt vielfach bis heute - als Jobkiller. Erst der rasante Aufstieg der Erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Industrien haben dieses Negativimage etwas bröckeln lassen.

Ausgerechnet unter Schmidts Nachfolger Helmut Kohl wurde zunächst von dem CSU-Innenminister und Linken-Schreckgespenst Friedrich Zimmermann und später in Gestalt von Klaus Töpfer die Umweltpolitik wieder aus der Mottenkiste geholt Zimmermann boxte gegen den Widerstand der Stromindustrie die Großfeuerungsanlagenverordnung durch und ebnete den Weg für den Abgaskatalysator. Töpfer avancierte später als Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms zum konservativen Öko-Guru.

Helmut Schmidt und der Klimawandel: Das wenige, was der Altkanzler bisher dazu in den Archiven hinterlassen hat, klingt immer ein bisschen wie das Geschwurbel der Klimaskeptiker. Es habe "naturnotwendig" schon immer Eis- und Warmzeiten gegeben. "Und all das ohne irgendein Kraftwerk oder ein Auto", offenbarte Schmidt 2007 in einem "Spiegel"-Gespräch. Diesen Klimawandel könne der Mensch "wahrscheinlich nur wenig beeinflussen". Sicher sei nur, dass der Mensch zur gegenwärtigen Entwicklung beitrage. Dabei verweist Schmidt schon einmal auf eigene Entdeckungen beim Gärtnern in Hamburg-Langenhorn. Dort, 15 Meter über dem heutigen Meeresspiegel,  habe er Gehäuse von Meeresmuscheln gefunden. "Ein Zeichen dafür, dass in einer früheren Warmzeit der atlantische Ozean bis nach Langenhorn und noch weiter gereicht hat."

Alle Warnungen vor den unabsehbaren Folgen einer durch ungebremsten Ausstoß von Klimagasen enorm beschleunigten Erderwärmung nennt Schmidt "hysterisch", die Versuche, diese Entwicklung durch politische Beschlüsse wie 2007 in Heiligendamm beeinflussen zu wollen, "dummes Zeug". Dem "International Panel of Climate Change" (IPCC) spricht der Altkanzler und bekennende Atomkraftfan die Legitimation ab, für die Weltgemeinschaft zu sprechen. "Dieser Weltklima-Rat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklima-Rat ist eine schwere Übertreibung."

In besseren Momenten spekuliert Schmidt über die möglichen Folgen einer Erderwärmung bis zu 3,5 Grad zum Ende dieses Jahrhunderts.  Es sei möglich, dass durch eine solch starke Erwärmung das Klima eine "drastische, nicht nur graduelle Veränderung" erfahre, sagte er 1999 in einem Millenniumsausblick. "Mit Sicherheit möchte ich nicht Mitte des nächsten Jahrhunderts beispielsweise in den Küstenregionen von Bangladesh wohnen, sie würden bei einem solchen Anstieg überflutet." Das kann man schon als zynisch bezeichnen, zumal 3,5 Grad im Lichte aktueller Wachstumsraten beim Ausstoß von Klimagasen eher noch die Untergrenze sein dürften. Und nicht nur Schmidt drastische Maßnahmen ablehnt.

Dass der Politikveteran aber auch in Sachen Klima durchaus lernfähig zu sein scheint, zeigen seine jüngsten Einlassungen zum Thema. Zum 100. Gründungstag der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Vorläuferin der Max-Planck-Gesellschaft, hielt Schmidt am 11. Januar 2011 ein Referat über die wissenschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Darin widmete er dem Klimawandel und der Energiepolitik immerhin drei Absätze und zeigte sich "beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und den ihr unterstellten Konsequenzen".

Allerdings säte er auch wieder Zweifel an der Glaubwürdigkeit des IPCC. Allen Ernstes schlug Schmidt vor, "dass eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlussfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt". Damit offenbarte Schmidt erneut seine Unkenntnis der Verfahrensweise des IPCC bei der Erstellung der Weltklimaberichte, einem jahrelangen Kontroll- und Abwägungsprozess Hunderter Wissenschaftler aus aller Welt, an deren Ende immer der kleinste gemeinsame Nenner steht. Eher Schönfärberei als Panikmache.

Immerhin konzedierte Schmidt, dass zur Senkung des "menschlichen Beitrags zur globalen Erwärmung" im Laufe dieses Jahrhunderts eine Umstellung von Kohlenwasserstoffen auf "andere Energiequellen" notwendig erscheine. Dazu kämen Kernenergie, Solarenergie und Windkraft in Betracht. Um die regenerativen Energien "zukünftig als geeignete Alternative nutzbar zu machen", forderte der Redner, sehr zur Freude seines Professoren-Auditoriums, erst einmal mehr Grundlagenforschung.

Was Schmidt geflissentlich verschweigt, ist nicht nur die Endlichkeit auch der Ressourcen an spaltbarem Material, sondern die längst bewiesene breite Einsatzfähigkeit der Erneuerbaren, zu denen natürlich auch Wasserkraft (laut Schmidt nur in "seltenen geografischen Ausnahmefällen" nutzbar), Biomasse und Erdwärme zählen. Dass es vor allem bei deren politischer Durchsetzung gegen die Interessen der atomarfossilen Energieriesen hapert, daran hat auch ein notorischer Verharmloser und Beschwichtiger wie Schmidt seinen Anteil.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Donnerstag, 27. März 2008, 16:54 Uhr
"Nur rot-grün ist die Zukunft!"
ampel.jpgDer ökologische Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine Systemfrage: Nachhaltigkeit eine antikapitalistische grundlegende Strukturreform. Deshalb müssen SPD und Grüne, die beiden Parteien, die besonders mit dieser Idee verbunden sind, ihre unbestimmte Weichheit beenden. Ein Standpunkt von Michael Müller (SPD), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. [mehr...]
Montag, 16. Dezember 2013, 10:58 Uhr
"Wir brauchen wieder utopisches Denken"
BildBei der Energiewende geht es nicht nur um erneuerbare Energien, sondern um einen ganz neuen, auf Vermeidung ausgerichteten Umgang mit Rohstoffen. Der erste Schritt dazu ist ein Wechsel der Perspektive vom vermeintlich Machbaren zum tatsächlich Notwendigen, sagt Michael Müller, bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium, heute Vorsitzender der Naturfreunde Deutschlands.
Interview: Nick Reimer [mehr...]
Freitag, 25. März 2011, 11:44 Uhr
Kohl: Fukushima kein Grund für Atomausstieg
Alt-Kanzler schreibt Meinungsbeitrag in Bild. Zu Fukushima: "Ist schrecklich, aber - in aller Brutalität - es ist auch das Leben" [mehr...]
Dienstag, 19. April 2011, 10:02 Uhr
Schlemihl und der Salzsee
Warum erinnert das Buch "Das weiße Gold der Zukunft - Bolivien und das Lithium" von Benjamin Beutler bloß an Schlemihl aus der Sesamstraße? In dem Band aus dem Rotbuch Verlag ist dem Titel zum Trotz kaum etwas drin über Lithium, der Grundstoff von Batterien für erneuerbare Energien.
Eine Rezension von Martin Reeh 
[mehr...]
Donnerstag, 27. Mai 2010, 13:35 Uhr
Schmierige Flecken auf der grünen Weste
bp_energievielfalt_klJahrelang und unter Einsatz von Hunderten Millionen Dollar versuchte der drittgrößte Ölkonzern der Welt, sich ein umweltbewusstes Image zu geben. Als "Beyond Petroleum" wollte BP sein Kürzel verstanden wissen, zu deutsch: "Über Erdöl hinaus". Seit der Katastrophe im Golf von Mexiko kennt nun jedoch alle Welt die dreckige Wahrheit dahinter.
Von TORALF STAUD
[mehr...]
Donnerstag, 30. Juni 2011, 10:14 Uhr
Wie aus dem Eis der Frühling werden sollte
Heute beschließt der Bundestag den Ausstieg aus der Atomkraft. Damit geht eine politische Irrfahrt zu Ende, die 1955 in Karlsruhe begann. Es folgte der Atomminister Franz-Josef Strauß, beinahe ein Atomkraftwerk in Berlin und Willy Brandts erste Niederlage.
Ein Rückblick von Nick Reimer [mehr...]
Mittwoch, 18. Januar 2012, 15:12 Uhr
Wissenschaftler drängen auf Energieeffizienz
In der Zeit fordern Energieforscher von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs [mehr...]

Werbung

Bild
Serie

Dossier
Grünes Geld

Wie können heute Geldgeschäfte Umwelt, Klima und Mensch nutzen statt schaden? Wo gibt es schon ökologische und soziale Investments? Wir berichten, ob sich grüne Anleihen lohnen, wie nachhaltige Banken wirtschaften, was Baumsparbriefe sind und wie streng es Unternehmen mit öko-sozialen Standards nehmen. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Auf ins Klimacamp! Nur in welches?

In allen deutschen Braunkohlerevieren finden in diesem Sommer Klimacamps statt. Da geht es um Begegnung, Wissensvermittlung und Aktionen für eine wirkliche Energiewende, aber ebenso um Alternativen zum Wachstumszwang. Auch in weiteren Sommercamps lässt sich das richtige Leben im falschen ausprobieren. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Nachhaltig reisen im brasilianischen Bahia
BildDer brasilianische Nordosten ist weltweit als Reiseziel bekannt. Früher Anlaufstelle für Aussteiger und Hippies, zieht Bahias Küstenstreifen heute umweltbewusste Urlauber aus aller Welt an. Denn hier gibt es nicht nur naturbelassenen Strand und Naturschutzgebiete, sondern auch die Möglichkeit, mit minimal ökologischem Fußabdruck Urlaub zu machen. [mehr...]

Avacon: Bisschen grün waschen

Die Arbeit des Klima-Lügendetektors ist zuweilen äußerst zwiespältig. Ein Leser schickt uns seine Anfrage, wir prüfen – und finden keine Lüge. Das ist natürlich schön für das Produkt, die Firma oder das Klima. Für uns aber bedeutet das: Wieder mal umsonst[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Grünes Geld - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Polens Fracking-Pläne kontra EU-Recht

Polen erlaubt Fracking bis in fünf Kilometer Tiefe, ohne vorher Umweltfolgen zu prüfen. Unzulässig, sagt die EU-Kommission [mehr...]
Energie

Bild
Letzter Windkraft-Boom vor der EEG-Novelle

Um noch nach den Regeln des alten Erneuerbare-Energien-Gesetzes behandelt zu werden, baute die Windbranche im ersten Halbjahr stark zu [mehr...]
Protest

Bild
Kohle-Schwindel kostet 20 Monate

Australien: Anti-Kohle-Aktivist Jonathan Moylan erhält Bewährungsstrafe für Aktion gegen Whitehaven Coal [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Solarworld setzt Ziele nach unten

Der Konzern hat im ersten Halbjahr des Jahres wieder Verluste gemacht, der Umsatz wächst langsamer als geplant [mehr...]
Mobilität

Bild
ADAC wechselt zu kostenlosem Mitfahrclub

Deutschlands größter Automobil-Club unterstützt nun das gebührenfreie Mitfahrportal Fahrgemeinschaft.de [mehr...]
Forschung

Bild
Neuseelands Gletscher schwinden

Ein Drittel des Eises ist in den Neuseeländischen Alpen innerhalb von 37 Jahren weggeschmolzen, schreiben Forscher [mehr...]
Umwelt

Bild
Rekord-Dürre frisst Grundwasser-Reserve

Wissenschaftler sind "schockiert" angesichts der Auswertung von Satellitendaten aus dem Westen der USA [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Starkes EU-Einsparziel: Fehlanzeige!

Energiekommissar Günther Oettinger hatte ein ambitioniertes und verbindliches Ziel für die Verbesserung der Energieeffizienz in der EU angekündigt. Was er nun dazu vorgelegt hat, bedeutet – Fehlanzeige. Oettinger ist vor den Energiekonzernen eingeknickt, die an Kohle und Atom festhalten wollen.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Verkehr: Der lange Weg zum Klimaschutz

Vom kommenden Jahr an gilt die sogenannte Treibhausgas-Quote: Die Emissionen von Kraftstoffen müssen um drei Prozent sinken – durch den Einsatz von Biodiesel und Bioethanol. Damit ist Deutschland Vorreiter in Europa. Doch wesentliche Detailregelungen und Anpassungen an die tatsächlichen Marktgegebenheiten stehen noch aus.
Ein Standpunkt von Helmut Lamp, Bundesverband Bioenergie
[mehr...]
Rezension

Bild
Der Energiewende-Tourist

Lange wurden Windräder und Solarflächen vor allem als Hemmnis für den Tourismus in Deutschland betrachtet, doch langsam setzt ein Umdenken ein. Mehr und mehr Städte und Gemeinden werben nun mit ihren Erneuerbaren-Projekten. Davon zeugt die zweite Auflage des Reiseführers "Deutschland – Erneuerbare Energien erleben".
Eine Rezension von Benjamin von Brackel
[mehr...]
Kolumnen

hack-groesser
So geh‘n die Deutschen

Ganze 17 Tonnen Treibhausgas hat die Kanzlerin der Atmosphäre mit ihrem Flug zum Endspiel der Fußball-WM spendiert. Nur um ein paar Jungs quasi zu Nationalhelden zu erklären, die sich als faire Fußballspieler disqualifizieren, weil sie für ihren Gegner nur Spott und Häme übrig haben. Wir sind siegesberauschte Dumpfbacken!
Eine Kolumne von Hermann Josef Hack
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Hitzestrecken, Schwärme und strauchelnde Stadtwerke

Kalenderwoche 30: Wenn Sigmar Gabriel vor zehn Jahren gefragt worden wäre, ob es schlecht sei, auf Mehrfamilienhäusern Solarstrom zu erzeugen und direkt an die Bewohner zu verkaufen, hätte er sicher geantwortet: "Nein, das brauchen wir, das ist die Energiewende." Davon ist Gero Lücking, Vorstand für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von klimaretter.info, überzeugt. [mehr...]