Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Die Mutbürger endlich ernstnehmen

DER KOMMENTAR:

 

Joachim Wille, Redakteur bei klimaretter.info, über die "Mutbürger" von Gorleben und Stuttgart 21. 

 

Wer lobt endlich einmal die "Wutbüger", die in Wirklichkeit Mutbürger sind? Niemand tut es. Doch das ist überfällig, wie sich gerade jetzt an Gorleben und Stuttgart 21 zeigen lässt. Die Mutbürger haben unseren Respekt verdient – und besonders den der Politiker.

Die zwei Großprojekte, das atomare Beinahe-Endlager im niedersächsischen Wendland und der geplante Mega-U-Hauptbahnhof in der baden-württembergischen Hauptstadt, scheinen wenig miteinander gemein zu haben – abgesehen davon, dass beide unterirdisch sind und dass jetzt, zufällig oder nicht, in der Endphase der schwarz-gelben Merkel-Koalition beider Scheitern offensichtlich wird. Tatsächlich wäre dieser Erfolg, der schwere Irrtümer, unkalkulierbare Spätschäden und finanzielle Verluste vermeidet, ohne die unermüdliche, zähe, nachhaltige Einmischung der Bürger nicht möglich gewesen.

Der Kampf um Gorleben begann vor über drei Jahrzehnten. Die damalige Bundesregierung und die Stromkonzerne brauchten dringend ein Endlager-Projekt, um den Betrieb der damals bereits am Netz befindlichen und der noch geplanten Atomkraftwerke rechtlich absichern zu können. Salzstöcke galten in Deutschland konkurrenzlos als beste Möglichkeit, den Strahlenmüll für Hunderttausende Jahre aufzunehmen. Niedersachsen als Bundesland mit den meisten Salzstöcken bestimmte 1977 willkürlich Gorleben als Standort – nicht, weil er geologisch geeignet erschien, sondern weil er abgelegen an der damaligen "Zonengrenze" lag. Auf dem flachen, Land, im toten Winkel, dort, wo man allenfalls konservatives Landvolk, aber keine Mutbürger vermutete.

Aus Laien wurden Experten

Ein Fehlkalkulation, wie sich bald herausstellte. Die erste Anti-Gorleben-Großdemonstration mobilisierte kurz nach Bekanntgabe des Erkundungsbeginns bereits über 100.000 Teilnehmer. Und der Protest erschöpfte sich auch nicht schnell, wie es dann erwartet wurde – vor allem, weil ihn nicht nur die linken AKW-Gegner trugen, sondern er im Volk verankert war. Vor allem gelang es den Atomgegnern, die von Regierungen und Atomlobby behauptete "Eignungshöffigkeit" des Salzstocks in Frage zustellen. Aus Laien wurden zwar keine Wissenschaftler, aber Experten, die den Sachverstand kritischer Wissenschaftler zu nutzen wussten, um das geplante Durchdrücken des Endlagers zu stoppen. Inzwischen gilt Gorleben auch als "politisch verbrannt". Zumindest ist es breiter politischer Konsens, dass das Endlager-Suchverfahren neu aufgerollt werden muss.

Die Historie von Stuttgart 21 ist nur halb so lang wie die von Gorleben, dafür verlief die Entwicklung vom wenig debattierten Technokratenprojekt zur kaum noch zu kaschierenden Verlustmaschine wie im Zeitraffer. Vorgestellt wurde das Projekt 1994, bei kalkulierten Baukosten von umgerechnet 2,4 Milliarden Euro. Die heiße Debatte über den U-Hauptbahnhof begann fast 15 Jahre später. Dann aber ergriff sie die Öffentlichkeit umso schneller. Wieder dasselbe Phänomen wie in Gorleben: Nicht nur die notorischen Protestler von ziemlich links bis grün leisteten Widerstand. "Oben bleiben" skandierte eine breite Bürgerschaft – von der Hausfrau über den Lehrer bis zum Unternehmer. Und auch die S21-Gegner konnten sich des Sachverstandes vieler kritischer Experten bedienen, die die herrschende Lehre der Bahnbosse dann später in der Geißler-Schlichtung auseinandernahmen. Schon jetzt ist klar, dass die "schwäbische Revolution" ebenso wie der Kampf gegen Gorleben einen festen Platz in der Protestgeschichte der Bundesrepublik hat.

Gorleben und Stuttgart 21 praktisch gescheitert

Die Protestierenden haben aber nicht nur etwas verhindert. Sie haben auch neue Chancen erwirkt. So wird nach der Niedersachsen-Wahl noch einmal ein neuer Anlauf für ein Endlagersuchgesetz genommen. Das ist auch das Verdienst der Atomgegner, die oft mehr als ihr halbes Leben in den Gorleben-Kampf gesteckt haben. In einer offenen neuen Endlagersuche wird dieser Salzstock ausscheiden, obwohl dort bereits 1,6 Milliarden Euro investiert wurden. Es gibt besser geeignete Standorte. Die müssen gefunden werden, auch wenn es erneut sehr viel Geld kostet. Voraussetzung ist, dass ein guter Suchprozess mit maximaler Transparenz und Beteiligung der Bürger gewählt wird.

Deren Stunde schlägt auch wieder, wenn demnächst das Ende von Stuttgart 21 verkündet wird. Jeder weiß doch: Die Durchhalteparolen von Bahn-Chef Grube und Verkehrsminister Ramsauer sind angesichts der jetzt schon eingeräumten Kostenexplosion auf bis zu 6,8 Milliarden Euro wenig wert. Die Bahn wird mit ihrem aktuellen Versuch, die Projektpartner Baden-Württemberg und Stuttgart zum Füllen des riesigen Finanzierungslochs zu zwingen, auf Granit beißen. Intern hat sie die Ausstiegsszenarien längst durchgespielt – und es geht nur noch darum, das Gesicht zu wahren.

Ramsauer würde dies am besten gelingen, wenn er "K21" eine Chance gibt – dem von den S21-Gegnern entwickelten Modell des modernisierten Kopfbahnhofs. Und dabei sollte er sich ein Lob für die Mutbürger abringen. Es wäre sein Schaden nicht. Es würde zeigen, dass die Berliner Politik in der neuen Zeit angekommen ist.


Nicht nur die notorischen Protestler leisteten Widerstand, sondern eine breite Bürgerschaft – hier bei der Demo "Oben bleiben" vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. (Foto: treehugger.com)


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 18. Januar 2011, 14:07 Uhr
"Alternativlos" ist Unwort des Jahres 2010
Jury begründet, dass mit dem Wort Argumentation und Diskussion im Entscheidungsprozess unterbunden würden [mehr...]
Donnerstag, 07. Oktober 2010, 16:27 Uhr
Herr, wirf Hirn vom Himmel!
zimpel_070720.jpg Was ist eigentlich gerade los in Deutschland? Hier ein bisschen Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg, da ein bisschen Weitererkundung in Gorleben, und in Stuttgart wird mit Wasserwerfern und Robocop-Anzügen ein Exempel an Jugendlichen und älteren Damen statuiert [mehr...]
Freitag, 05. Juli 2013, 17:00 Uhr
Suchgesetz mit Nebenwirkungen
FotoMit der heutigen Zustimmung des Bundesrates zum Standortauswahlgesetz kann nun endlich eine offene – nicht auf Gorleben fixierte – Suche nach einem Atommüll-Endlager beginnen. Die Einigung über Parteigrenzen hinweg ist grundsätzlich zu begrüßen. Doch das Gesetz hat auch Schwachpunkte – etwa die Verlagerung aller Zuständigkeiten von den Ländern auf den Bund.
Ein Standpunkt von Astrid Schneider [mehr...]
Montag, 18. Oktober 2010, 10:48 Uhr
"Atomminister" Röttgen gekürt
Aktivisten benennen das Bundesumweltministerium in das "Atomministerium" um. Der Protest richtete sich gegen die Erkundung des Salzstocks Gorleben als Atommüllendlager [mehr...]
Freitag, 11. April 2014, 10:57 Uhr
"Das Recht auf bestmögliche Sicherheit"
BildVor der Entscheidung des BUND: Der evangelische Landesbischof von Hannover Ralf Meister appelliert an die Umweltverbände und den Anti-Atom-Protest, sich bei der neue Suche nach einem Atom-Endlager zu beteiligen. Die Anti-Atom-Organisation "Ausgestrahlt" hatte am Mittwoch erklärt, sie stehe für die Kommisson nicht zur Verfügung.
Interview: Joachim Wille [mehr...]
Freitag, 28. März 2014, 13:13 Uhr
"Den Unsinn Gorleben beenden"
BildAm heutigen Freitag und am morgigen Samstag veranstalten Umweltverbände und Bürgerinitiativen in Berlin die Tagung "Atommüll ohne Ende". Hauptthema: Sollen die AKW-Gegner Vertreter in die Expertenkommission entsenden, welche die neue Suche nach einem Atom-Endlager vorbereiten wird? Michael Müller, Bundesvorsitzender des Umweltverbandes Naturfreunde und SPD-Umweltexperte, sagt dazu im Interview mit klimaretter.info: Das geht nur, wenn klar ist, "dass der Unsinn Gorleben beendet wird".
Interview: Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 09. November 2010, 13:10 Uhr
"Die Laufzeitverlängerungen waren ein Fehler"
Die Laufzeitverlängerungen reißen einen alten gesellschaftlichen Konflikt wieder auf, der mit dem Atomkonsens eigentlich befriedet schien. Ausgetragen wird der Konflikt auf dem Rücken der Polizei, sagt Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei im klimaretter-Interview.
Interview: Nick Reimer
[mehr...]
Montag, 23. April 2012, 10:34 Uhr
"Keine Vorfestlegung"
Die Bigshots sollen es richten: Am Dienstag findet in Berlin ein Chefgespräch zur Atom-Endlagersuche statt – Umweltminister Norbert Röttgen trifft sich mit Ministerpräsidenten und den Spitzenleuten von SPD und Grünen. Doch die Hürden sind hoch: Die Opposition fordert Zugeständnisse. Sie will, dass eine Vorfestlegung auf Gorleben wirklich ausgeschlossen wird.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille
[mehr...]
Sonntag, 09. Oktober 2011, 17:52 Uhr
"Klatsche für McAllister"
Bundesumweltminister Röttgen gibt Niedersachsens Ministerpräsident McAllister deutlich zu verstehen: Gorleben wird trotz zweifelhafter Rückholbarkeit des Atommülls weiter untersucht [mehr...]
Dienstag, 27. September 2011, 18:13 Uhr
"Messen, damit der Castor kommt"
Das niedersächsische Umweltministerium gibt Entwarnung: Neue Messungen am Zwischenlager Gorleben hätten ergeben, dass die Werte außerhalb des kritischen Bereiches liegen. Der für November angekündigte Castortransport soll deshalb wie geplant stattfinden. Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg wirft dem Ministerium vor, die Werte schön zu rechnen.
Aus Frankfurt/Main Joachim Wille
[mehr...]
Mittwoch, 01. Dezember 2010, 14:02 Uhr
"Röttgen-Show" ohne Atomkraftgegner
Der Umweltminister will am Donnerstag nach Gorleben reisen. Atomkraftgegner kritisieren das Gesprächsangebot als "unredlich" [mehr...]
Dienstag, 29. November 2011, 14:51 Uhr
"Rücktritt kommt nicht in Frage"
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sieht das Votum der Baden-Württemberger für Stuttgart 21 nicht als Schlappe für die Grünen. Es sei auch der Verdienst der Gegner, dass über das Projekt so breit diskutiert wurde und 50 Prozent abgestimmt hätten. Einen Rücktritt lehnt Hermann deshalb ab.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 22. Juli 2014, 08:54 Uhr
"Viel Vertrauen verspielt"
Bild2022 soll das erste deutsche Atommüll-Endlager den Betrieb aufnehmen. Das frühere Erzbergwerk "Schacht Konrad" in Salzgitter wird seit Jahren für die nicht rückholbare Endlagerung von schwach bis mittelradioaktiven Abfällen vorbereitet. Allerdings sind die Grundlagen für die Genehmigung über 30 Jahre alt, sagen Kritiker. Sie fordern, das Endlager erneut zu prüfen und aus dem Asse-Skandal zu lernen.
Aus Berlin Susanne Götze
[mehr...]
Sonntag, 10. Oktober 2010, 13:30 Uhr
150.000 gegen Stuttgart 21
s21-Abriss_Nordfl-parkschuetzerAm Samstag demonstrierten in Stuttgart nach Angaben der Veranstalter 150.000 Menschen gegen das Großprojekt Stuttgart 21. Motto: "Baustopp sofort – dann Gespräche"  [mehr...]
Donnerstag, 17. November 2011, 09:02 Uhr
19.000 Polizisten für Castor-Transport
"Spinne im Netz" der Castorgegner will gewalttätige Aktionen, glaubt der Einsatzleiter [mehr...]

Werbung

Bild
Debattenserie

Deutschland und sein Klimaziel

Reicht das?" – fragt klimaretter.info in einer Debattenserie: Es geht um das 40-Prozent-Ziel der Bundesregierung. Die ersten 15 Prozent CO2-Reduktion ab 1990 waren nach dem Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft leicht zu erreichen. Dann wurde es schwieriger. Jetzt bleiben nur noch viereinhalb Jahre für die fehlenden 13 Prozent. Reichen die politischen Instrumente? [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Für weltweite Energiewende

Mit einer globalen Menschenkette macht Friends of the Earth, ein großes internationales Umweltnetzwerk, Druck für Klimagerechtigkeit. Bei der Online-Aktion geht es um einen wirkungsvollen internationalen Klimavertrag Ende des Jahres in Paris – und um eine weltweite Energierevolution. Mit wenigen Klicks im Internet kann sich jeder anschließen. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

BildUnabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Zurzeit finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem ermöglichten sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Lima. [mehr...]

Werbung


Neues vom Kooperationspartner
Solikon – Ökonomie geht auch anders
BildVom 5. bis 13. September findet der "Solikon 2015" statt, der Praxiskongress für solidarische Ökonomie und Transformation. Dann dreht sich an der TU Berlin alles um die vielfältigen Formen solidarischer Ökonomie und um konkrete Kooperationsweisen. [mehr...]

RWE: Den Feind ins eigene Haus holen

hier: heißt das „Nachbarschaftsmagazin“ von RWE Power, also jener Tochtergesellschaft, in der das Kraftwerksgeschäft gebündelt ist. Und hier war „hier„ – „Das Magazin für unsere Nachbarn im Rheinischen Braunkohlenrevier“, wie es im Untertitel heißt – schon einmal zu Gast auf unserem Lügendetektor.[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Politik fürs deutsche Klimaziel - Reicht das?
Netzausbau - Die größte Baustelle der Energiewende
Klimawandel vor der Tür - Deutschland passt sich an
Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Das optimale Solardach finden
BildOb sich der Einbau einer Solaranlage lohnt, hängt auch stark vom Standort der jeweiligen Immobilie an. Bessere Auskünfte als die bisher vereinzelt vorhandenen Solardachkataster bietet das Projekt Solarmaps.de – vorerst für das Saarland und ab 2017 bundesweit. [mehr...]

Klimakonferenz-Specials

Bonn Juni 2015 - Der Fahrplan für Paris
Berlin Mai 2015 - Der sechste "Petersberger Dialog"
Was Lima wert ist - Meinungen und Analysen
Lima Dezember 2014 - COP 20 in Peru
Lima-Countdown - Die Welt vor Lima
New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Indien kündigt "ambitioniertes" Klimaziel an

Der drittgrößte Emittent der Welt will sich aber nicht festlegen, ab wann sein CO2-Ausstoß sinken soll [mehr...]
Protest

Bild
Nobelpreisträger mischen sich ein

Zum ersten Mal seit 60 Jahren wird das Nobelpreisträger-Treffen in Mainau politisch. Sein Anliegen: Mehr Klimaschutz [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Fernkälte trotzt Hitzerekorden

Österreich verzeichnet steigende Nachfrage nach umweltfreundlicher Kühlung [mehr...]
Mobilität

Bild
Obama geht gegen Spritfresser vor

Mit Vorgaben für den Spritverbrauch von Trucks will das Weiße Haus CO2-Emissionen, Spritkosten und Ölverbrauch senken [mehr...]
Forschung

Bild
Paris soll Ozeanversauerung bekämpfen

Synthesestudie zu Auswirkungen des Klimawandels auf Ozeane: "Problem von globaler Tragweite" [mehr...]
Umwelt

Bild
Jeder achte Baum ein Brandenburger

70 Prozent der 800 Millionen Bäume im größten ostdeutschen Flächenland sind Kiefern; sie binden deutlich weniger CO2 als Laubbäume [mehr...]
Konsum

Bild
Heute mal ohne Plastiktüte

Sechs Milliarden Plastiktüten verbrauchen die Deutschen im Jahr. Ein Aktionsbündnis will in Berlin zeigen, dass es auch ohne geht [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Die Schlammschlacht hat erst begonnen

Normalerweise kann man mit dem Kostenargument jedem politischen Projekt den Garaus machen. Ob fair gerechnet oder nicht, allein der Verweis auf die Belastung der Steuerzahler genügt, um Gesetzesvorhaben im Keim zu ersticken. Nur der Kohlelobby bricht das Argument nicht das Genick.
Ein Kommentar von Eva Mahnke
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Merkels klimapolitische Fehlentscheidung

Kanzlerin Merkel hat in der Kohlefrage erneut ihre Janusköpfigkeit gezeigt. Beim G7-Gipfel in Elmau sprach sie noch von Dekarbonisierung. Nun hat sie mit dem großkoalitionären Energie-Kompromiss ein Schonprogramm für Klimakiller durchgesetzt, dessen Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Das ist ungerecht und kurzsichtig.
Ein Standpunkt von Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace
[mehr...]
Rezension

Bild
Aus dem Weg, Kapitalisten!

Die Journalistin Naomi Klein stellt in ihrem neuen Buch "Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima" die Systemfrage: Der Kapitalismus müsse überwunden werden, um wirklich Klimaschutz zu betreiben. Was die Klimabewegung aus dem Werk lernen kann.
Eine Rezension von Kathrin Henneberger
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Wozu denn Frauen?

Malen können Frauen nicht. Behauptet zumindest ein gewisser Baselitz. Können sie denn wenigstens beim "Zentrum für politische Schönheit" die Leichen beerdigen?
Eine Kolumne von Hermann Josef Hack
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Die Genossen von Prokon, belastete Stromkunden und ungehörte Rufe aus der Wirtschaft

Kalenderwoche 27: Der Energie-Kompromiss ist ineffizient und teuer, Gewinner sind die Kraftwerksbetreiber, Verlierer die Verbraucher und der Klimaschutz, sagt Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung DIW und Mit-Herausgeberin von klimaretter.info. Das einzig Gute daran ist, dass nun endlich über den Kohleausstieg debattiert wird.
[mehr...]