Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Städter zwingen Autobauer zum Handeln

 

DER KOMMENTAR:

Joachim Wille, Redakteur von klimaretter.info, über die Hinwendung zum Car-Sharing bei Daimler & Co.

 

Daimler findet das Auto-Teilen gut. Wie bitte? Na ja, vielleicht nicht wirklich gut, aber das Stuttgarter Unternehmen erkennt im Car-Sharing einen Sektor, in dem man als Autokonzern unbedingt dabei sein muss. So ist Daimler vor ein paar Jahren mit seiner Tochter Smart ins Car-Sharing-Geschäft eingestiegen, und der Konzern sieht in dieser Alternative zum eigenen Wagen ein Mobilitätsmodell der Zukunft – zumindest in den Städten. Die Zahl der Kunden, die sich regelmäßig Mietautos für kürzere Strecken teilen, könne in Europa von derzeit rund 700.000 auf 15 Millionen bis 2020 ansteigen, erwartet das Unternehmen. Der Gesamtumsatz mit Car-Sharing könne dann bereits sieben Milliarden Euro betragen, teilte die Stuttgarter Konzernzentrale jetzt mit.

Kommt sie also endlich doch, die Verkehrswende? Daimlers neue Strategie könnte eine Anzeichen dafür sein. Das Smart-Car-Sharing namens "car2go" wird in Europa und Nordamerika schon jetzt in 19 Städten von immerhin rund 200.000 registrierten Kunden genutzt. Andere Autobauer haben nachgezogen, auch VW und BMW erproben das Autoteilen. Daimler ist inzwischen auch bei Europas größter Mitfahrzentrale eingestiegen, bei Carpooling in München. Acht Millionen Euro hat der Konzern dafür investiert. Das sind zwar Peanuts angesichts seiner Milliarden-Umsätze im herkömmlichen Auto- und Lkw-Geschäft. Trotzdem ist es ein neuer Beleg dafür, wie sich die Autoindustrie verändert. Oder zumindest auf die Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Menschen einzustellen versucht.

Die Car-Sharing-Bewegung startete in den 1980-er Jahren ökobewegt, basisdemokratisch und teils auch wenig professionell. Die Zahl der Auto-Teiler wuchs beständig, aber nur langsam. Heute machen in Deutschland 160.000 Menschen mit, und die Car-Sharing-Gesamtflotte beträgt 4.600 Fahrzeuge. Im Schnitt kommen auf jedes Auto 35 Fahrer. Inzwischen allerdings sinkt gerade bei jungen Leuten in den Großstädten die Affinität zum Auto immer schneller. Viele haben keinen eigenen Pkw, sie wollen zwar ein Auto fahren können, aber es nicht besitzen müssen, und eine wachsende Zahl macht sogar keinen Führerschein mehr. Trendforscher sagen: Das Smartphone ist als Statussymbol zunehmend wichtiger als das Auto. Wie stark diese Um-Wertung in der neuen Generation wirklich fortschreitet, ist noch offen. Trotzdem reagieren die Konzerne, zumindest die weitsichtigeren unter ihnen.


Im Aufwind: Car-Sharing wird in Deutschland immer mehr genutzt. (Grafik: Bundesverband CarSharing)

Natürlich braucht es Zeit, bis aus Autokonzernen "Mobilitätsdienstleister" werden können. Ohnehin stellt sich die Frage, wie ernst Daimler, BMW und Co. es mit den neuen Geschäftsfeldern meinen. Schließlich kommen die deutschen Autokonzerne mit ihren großen, schweren, PS-strotzenden "Premium"-Autos bisher gerade deswegen gut durch die europäische Wirtschaftskrise, weil ihr Export brummt und sie neue Absatzmärkte in den Schwellenländern, besonders China, bedienen. Hier ist von der in Stuttgart um sich greifenden Erkenntnis, wonach "weniger Autos natürlich besser sind als mehr Autos" (Ministerpräsident Winfried Kretschmann), weniger als nichts zu sehen.

Und auch im alten Europa lässt sich die Frage stellen, ob eigentlich die Innenstädte das richtige Terrain für einen Car-Sharing-Boom sind, wie Daimler findet. Wenn auf den kurzen Strecken umgestiegen wird, dann doch am besten auf das Zu-Fuß-Gehen, das Fahrrad-Fahren sowie auf Busse und Bahnen. Ein gutes Car-Sharing-Angebot könnte das abrunden, um die dann noch verbleibenden Lücken in der Mobilität zu füllen. Aber es wäre vielleicht zu viel verlangt von einem Autokonzern mit einem Premium-Selbstverständnis, sich als "Lückenfüller" zu positionieren.

 

 


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Donnerstag, 04. November 2010, 15:10 Uhr
Deutsche Autohersteller bauen klimaschädlich
Vor drei Jahren jammerten die Autokonzerne noch, die EU-Kohlendioxid-Grenzwerte seien nicht zu schaffen. Jetzt liegen die tatsächlichen Emissionen weit unter der Zielmarke. Nur in Deutschland nicht. Autos von Daimler, VW und BMW sind weiter Dreckschleudern.
Von Johanna Treblin [mehr...]
Sonntag, 08. Juli 2012, 12:47 Uhr
EU will Auto-Grenzwerte verschärfen
Klimakommissarin Connie Hedegaard will eine Gewichtskomponente einführen   [mehr...]
Mittwoch, 23. Januar 2013, 16:44 Uhr
Daimler fährt auf Car-Sharing ab
Die Zahl der Carsharing-Nutzer in Europa könnte bis 2020 auf 15 Millionen steigen – deshalb will Daimler seine Mobilitätsdienste kräftig ausbauen [mehr...]
Dienstag, 24. Juli 2012, 14:42 Uhr
Deutsche Chefs lieben Spritschleudern
Die Deutsche Umwelthilfe präsentiert eine Öko-Bilanz deutscher Dienstwagen. Ergebnis: Die heimischen Vorstandschefs wollen von ihren Spritschleudern nicht lassen. Rote Karte für 151 Firmen, viele verweigern jede Auskunft. Auch auf der schwarzen Liste: 21 Mitglieder des "Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft" sowie Solar- und Windenergieunternehmen.
Aus Berlin Martin Reeh [mehr...]
Donnerstag, 27. Juni 2013, 17:03 Uhr
Freie Fahrt für Dickschiffe
FotoGroß, schwer, durstig – das sind die Wagen, die Deutschlands "Premium"-Autobauer am liebsten vom Band rollen lassen. Das Problem: Der Spritverbrauch der Dickschiffe ist hoch, und eine halbwegs ambitionierte Klimapolitik würde ihnen den Garaus machen. Weil das offenbar nicht sein darf, hat sich Klimakanzlerin a. D. Angela Merkel eingeschaltet.
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Montag, 03. Mai 2010, 08:08 Uhr
Großer Rummel um das Elektroauto
vw_elektrogolf1976Angela Merkel lädt heute die Wirtschaft zum Mobilitätsgipfel. Autobranche fordert Subventionen, Umweltschützer und CDU- Wirtschaftsflügel sind skeptisch [mehr...]
Donnerstag, 27. Juni 2013, 15:18 Uhr
Merkel blockiert EU-Auflagen für Autos
FotoDie Bundesregierung stellt sich den EU-Klimaauflagen für Autos in den Weg – und übt auf EU-Ebene massiven Druck aus [mehr...]
Montag, 06. Januar 2014, 16:20 Uhr
Mit Kohlendioxid das Klima schützen
BildDaimler testet CO2 erfolgreich als Alternative zum umstrittenen, weil brandgefährlichen neuen Kältemittel R1234yf für Auto-Klimaanlagen. Auch VW arbeitet an Aggregaten, in denen CO2 zur Kühlung verwendet wird. Seit Jahren fordern Umweltverbände Alternativen zu klimaschädlichen Kühlmitteln – schon 2007 hatte sich die deutsche Automobilindustrie eigentlich auch dafür ausgesprochen, passiert ist bis jetzt aber nicht viel.
Aus Frankfurt am Main Joachim Wille [mehr...]
Dienstag, 02. Juli 2013, 12:45 Uhr
Recht auf Carsharer-Platz
FotoDem stationsbasierten Carsharing gehen die Parkplätze aus. Der Bundesverband fordert feste Parkplätze per Gesetz [mehr...]
Dienstag, 20. September 2011, 13:27 Uhr
Stillstand mit zu viel Power
Die weltweit größte Automesse IAA in Frankfurt verspricht in diesem Jahr "Zukunft serienmäßig". Fest steht: Klimaschutz ist damit nicht gemeint.
 Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Freitag, 02. November 2012, 09:38 Uhr
Studie zum Elektro-Carsharing
Öko-Institut und ISOE erstellen Begleitstudie zu Daimlers Car2go-Konzept [mehr...]
Montag, 05. April 2010, 13:42 Uhr
Toyota hat niedrigsten Kohlendioxid-Ausstoß
toyota_auris2010_logoStatistik im Auftrag des japanischen Autoriesen: Durchschnitt der Neufahrzeuge in Deutschland bei 130 Gramm - deutlich besser als bei Audi, BMW & Co. [mehr...]
Montag, 24. Januar 2011, 12:28 Uhr
Zwei Milliarden Euro für Autowerbung
Toyota bleibt auch 2010 weltgrößter Autobauer [mehr...]
Montag, 07. März 2011, 14:32 Uhr
"Im Interesse der Erdöl-Lobby"
Vor dem "Benzin-Gipfel": Wer ist Schuld am Desaster um die Einführung des Agrosprits E10? Die Antwort liefert eine Analyse der Interessenslage, meint der Buchautor und Fernsehmoderator Franz Alt in seinem Standpunkt [mehr...]
Montag, 17. Januar 2011, 15:48 Uhr
Abu Dhabi wird zur Energie-Drehscheibe
Beim hochrangig besetzten World Future Energy Summit in den Emiraten stehen vier Tage lang neue Energietechnologien, Effizienz & Co. im Mittelpunkt [mehr...]

Werbung

Bild
Serie

Leben mit der Katastrophe

Erdbeben, Tsunami, Atomunfall: Vor drei Jahren gingen die Nachrichten von der Katastrophe in Fukushima um die Welt. Der dreifache Super-GAU in Japan brachte das Aus für die deutschen AKW. Doch jetzt will Japan seine Reaktoren wieder hochfahren. Und die Nöte der Betroffenen scheinen auch bei uns vergessen. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Die Energiewende nicht abwürgen!

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist mit seinen Plänen zur EEG‑Reform dabei, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu kappen. Das würde Kohlestrom noch attraktiver machen und die Debatte über Atomkraftwerke wieder anfachen. Dagegen formiert sich Widerstand, bei dem jede Unterschrift zählt. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Wie Crowdfunding die Energiewende voranbringt
LC Bioenergie 3 600"Vielleicht haben wir zu spät auf erneuerbare Energien gesetzt", gab RWE-Chef Peter Terium kürzlich zu. Während Politik und Großkonzerne die Energiewende viel zu zögerlich angehen, werden immer mehr Bürger selbst aktiv. Für Menschen, denen eine Energiegenossenschaft zu aufwendig ist, gibt es jetzt ganz neue Wege, die eine Teilhabe einfacher als je zuvor machen. [mehr...]

RWE: Den Bürger mimen

Heute geht es um Bürgerenergie. In Deutschland waren Ende 2012 insgesamt 47 Prozent der installierten Ökostromleistung in Deutschland nach der Eigentümerstruktur Bürger-Energieanlagen – installiert von Privatleuten oder Genossenschaften. Das geht zumindest aus einer Studie hervor, die auf der Internetseite die-buergerenergiewende.de zu[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Atomkatastrophe Fukushima - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Bundesrechnungshof: Klimafonds ade

Der Rechnungshof will den 2010 vom Bund eingerichteten Energie- und Klimafonds auflösen: Es ist zu wenig Geld drin [mehr...]
Energie

Bild
Dena-Chef kämpft für Pumpspeicher

Stephan Kohler will auch Pumpspeicherkraftwerke in einem möglichen Kapazitätsmarkt fördern lassen [mehr...]
Protest

Bild
RWE-Aktionärstreffen blockiert

Die Jahreshauptversammlung des Energiekonzerns in der Essener Grugahalle wird von Protesten begleitet [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Milliarden-Bescherung durch EEG-Umlage

Auf über 250 Millionen zusätzliche Euro kann sich der Finanzminister freuen – aus der Umsatzsteuer auf die steigende Ökostrom-Umlage [mehr...]
Mobilität

Bild
Umstieg aufs Fahrrad kann Leben retten

Weltgesundheitsorganisation: Mit Radverkehr lassen sich neue Jobs schaffen und Tausende Tote vermeiden [mehr...]
Forschung

Bild
Klimafreundlichere Kamele

Kamele stoßen beim Wiederkäuen weniger Methan aus als gedacht, ergibt eine schweizerische Studie [mehr...]
Umwelt

Bild
Meteorologen messen Rekord-März

Im globalen Durchschnitt wurde der viertwärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet [mehr...]
Konsum

Bild
EU droht dem Plastikmonster – ein bisschen

Das EU-Parlament will den Verbrauch von leichten Plastiktüten zur Schonung der Umwelt bis 2019 um 80 Prozent verringern [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Tempolimit jetzt!

Schluss mit der Kuschel-Energiewende: Deutschland muss endlich anfangen, den Klimaschutz ernst zu nehmen. Statt immer nur über die Kosten zu reden, muss der sechstgrößte Klimasünder der Welt die Überlebensfrage stellen. Und schlüssig beantworten.
Ein Kommentar von Nick Reimer
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Verspargelung? "Mehr Pragmatismus!"

Eine Gesellschaft auf Basis der Ökoenergien bedeutet eine umfassende Elektrifizierung der wesentlichen Lebensbereiche. Ohne neue Leitungen bräuchten wir mehr Kraftwerke und Speicher – also mehr Eingriffe. Statt über den Netzausbau zu lamentieren, sollten wir lieber über Design, Ausgleich und Beteiligungsformen reden. Teil 4 der klimaretter.info-Debatte zur Ästhetik der Energiewende.
Ein Standpunkt von Dieter Janecek, Landesvorsitzender der Grünen in Bayern
[mehr...]
Rezension

Bild
"Bitte bekommt keine Kinder"

Ein Fotojournalist aus dem Wendland ist nach Fukushima gereist. Herausgekommen sind 17.000 Bilder und 44 Reportagen, aus denen er ein eindrucksvolles Buch gemacht hat. Es zeigt, was in den meisten Fällen ausgeblendet wird: das Elend nach der Katastrophe. Teil 7 unserer Serie zum dritten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima
Eine Rezension von Lea Meister
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Raus die Knete, gönnt euch was!

Es gibt einen neuen Megatrend: Konsumverzicht. Nun, da ihn auch der Spiegel aufs Titelblatt gehoben hat, reden endlich alle darüber. Doch eigentlich ist der Trend damit schon wieder vorbei. Demnächst kann man Verzichts-Ratgeber kaufen und für teures Geld Verzichts-Kurse buchen – und der Gegentrend steht auch schon vor der Tür. 
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Irritierender IPCC-Bericht, japanische Ökoenergieskepsis und eine Umfrage

Kalenderwoche 16: Nach dem neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats warnt Matthias Willenbacher, Gründer des Projektentwicklers juwi und Mitherausgeber von klimaretter.info, allzu viel Hoffnung auf Atomkraft und CCS zu setzen. Stattdessen sollte Deutschland entschlossen den Ausbau der Erneuerbaren vorantreiben und die EEG-Reform nachbessern – auch um Ländern wie Japan ein Vorbild zu sein. [mehr...]