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Lernen durch Smog

DER KOMMENTAR:

Joachim Wille, Redakteur von klimaretter.info, über Chinas Probleme mit dem Smog.

 

China zurück zu alter Stärke. Der Wachstumsmotor kommt auf Touren. So schreiben die Wirtschaftsjournalisten. Ein Plus von 7,9 Prozent im letzten Quartal, nachdem das Wachstum fast zwei Jahre lang zurückgegangen war. Das klingt phantastisch. Ein neuer Boom im wichtigsten Schwellenland. Die Börse jubelt – und der Verkauf von Luftreinigern erreicht neue Rekorde. Die chinesische Firma Yuanda, die diese elektrischen Geräte verkauft, braucht gar keine Werbung mehr dafür zu schalten. Sie verkaufen sich wie von selbst, seitdem sich in der vorigen Woche eine gewaltige Smogglocke über Peking und andere große Städte in Nordchina legte.

Die Lage war so dramatisch, dass sie eine politische Wende auslösen könnte. Die Belastung ließ sich nicht mehr kleinreden. Die Regierung in Peking erlaubte es den staatlichen Medien erstmals, ausführlich über den Smog und seine gesundheitlichen Folgen zu berichten – von Lungenkrankheiten bis Krebs. Und dann meldete sich sogar einer der Spitzenpolitiker, Vize-Regierungschef Li Keqiang, offiziell zu Wort. Es werde lange dauern, die Luftverschmutzung in den Griff zu kriegen, "aber wir müssen etwas tun", sagte er.

Lis Äußerung hat Gewicht, denn der Vizepremier wird im März neuer  chinesischer Regierungschef werden. Dass er das Thema Umwelt für wichtig hält, hat er bereits in der Vergangenheit erkennen lassen. Nun sagte er in erstaunlicher Klarheit: "Wir können nicht auf Kosten der Umwelt produzieren, bauen und konsumieren." Rückständige Produktionsmethoden müssten entschlossen ausgemerzt und übermäßiger Verbrauch eingestellt werden. Die Umweltbehörden wies er an, größere Anstrengungen bei der Umsetzung von Vorschriften machen.

Noch im vorigen Jahr reagierte die chinesische Führung ganz anders

Ob das wirklich die Kehrtwende bringt, ist offen. Ob China die weiter gewünschten hohen Wachstumsziele schaffen kann, ohne zum Beispiel landesweit alle ein, zwei Wochen ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen? Alleine mit Schwefelfiltern und Entstickungsanlagen wird das Problem nicht zu lösen sein, China muss sein Energiesystem schneller umbauen, als es bisher geplant ist. Dass Peking vorige Woche angekündigt hat, Mitglied bei der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena) zu werden, könnte ein Hinweis sein, dass das Land sich stärker in diese Richtung bewegt. Es wäre ein Segen, nicht nur für China, sondern weltweit.

Der neue Stil von Li ist ein Lichtblick. Im vorigen Jahr hatte die Regierung noch eine andere Taktik benutzt, als der Smog überhand nahm. Sie spielte das Problem der Luftverschmutzung offiziell herunter – und ließ 200 der Luftreiniger von Yuanda in den Gebäuden im Regierungsviertel Zhongnanhai installieren.


Smog in Peking. Hier eine Aufnahme aus vergangenen Jahren, als es noch ohne Atemschutzmaske ging – jedenfalls nach offizieller Darstellung. (Foto: D. Buemi)


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