Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Energiewende ohne Puste

DER KOMMENTAR:

 

Joachim Wille, Redakteur von klimaretter.info, über den zu starken Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn wenn in den anderen Sektoren nicht genügend passiere, schaffe auch "Vorreiter" Deutschland die wirkliche Energiewende nicht.

 

Na also, es geht doch. Deutschland hat acht "CO2-freie" Atomkraftwerke vom Netz genommen, und trotzdem sank der Treibhausgas-Ausstoß weiter. Das zeigt die offizielle Emissionsbilanz, die das Bundesumweltministerium jetzt an die EU-Kommission übermittelt hat. Sein Kyoto-Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2012 um 21 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu verringern, hat Deutschland locker geschafft. Tatsächlich waren Ende 2011 sogar 27 Prozent erreicht. Die deutschen "Energiewender" könnten sich auf die Schultern klopfen.

Dürfen sie aber nicht. Denn die positive Entwicklung sogar im Abschaltjahr 2011 – eine Minderung um 27 Millionen Tonnen CO2 respektive 2,9 Prozent – war auch stark durch das milde Wetter bedingt. Generell verflacht der Minderungstrend in den letzten Jahren. Das heißt: Klimaschutz ist auch in Deutschland kein Selbstläufer, ihm geht die Puste aus. Energiexperten warnen davor, dass das für 2020 beschlossene CO2-Ziel von minus 40 Prozent ohne eine ganze Reihe von zusätzliche Maßnahmen nicht zu schaffen ist. In allen Sektoren muss etwas getan werden.

Die einzige wirklich positive Bilanz kommt von den Privathaushalten. Sie entwickeln sich zu Klimaschützern, freilich nur, was die eignen vier Wände angeht. Trotz wachsender Wohnfläche verbrauchen sie weniger Öl, Gas und Strom für Heizung und Warmwasserbereitung. Dadurch sank der CO2-Ausstoß hier zwischen 2006 und 2011 um rund 27 Prozent. Doch sonst treten die Deutschen nicht so gerne auf die Bremse. Der Verkehrssektor schaffte laut den neuen Zahlen in dieser Zeit keine Verbesserung, hier spielt offenbar neben dem Boom im Güterverkehr der ungebrochene Trend zu größeren und schnelleren Autos eine Rolle. Und Strom sparen die "grünen" Deutschen auch gar nicht gerne. In den Privathaushalten steigt der Verbrauch, statt zu sinken, wie es mit Blick auf die Ziele bis 2020 dringend nötig wäre. Hier muss unbedingt mehr für die Energieffizienz getan werden. Hohe Preise für Sprit und Strom, so viel darüber gejammert wird, bringen die Wende offenbar nicht.

Eine andere Baustelle sind die Industrie und die Kraftwerke. Sie schafften in den fünf Jahren nur noch ein CO2-Minus von fünf Prozent, halb so viel wie alle anderen Sektoren. Das belegt erneut, dass der EU-Emissionshandel, der diesen Sektor reguliert, dringend effizienter gemacht werden muss. Die CO2-Zertifikate sind spottbillig, die Industrie investiert nicht genügend in Energiespartechniken, obwohl hier noch viel für den Klimaschutz zu holen wäre. Was zu tun ist, liegt auf der Hand: Die Gesamtmenge der Emissionszertifikate muss gekürzt werden. Damit freilich tut sich die EU schwer. Denn der Einfluss der "alten" Industrien und ihrer Lobby ist groß.

Noch düsterer sieht es beim Verkehr aus. Hier stieg der CO2-Ausstoß zuletzt sogar wieder leicht an. Von einer "Verkehrswende" ist weit und breit nichts zu sehen. Insbesondere der Güterverkehr auf der Straße ist offenbar viel zu billig. Hier könnte die Bundesregierung gegensteuern. Schwarz-Gelb hat ja bereits in der Koalitionsvereinbarung von 2009 festgeschrieben, dass die Lkw-Maut während der gesamten Legislaturperiode nicht steigen dürfe. Die Trassenpreise für Güterzüge dagegen sind seit 2009 um über zehn Prozent gestiegen. Und mit einer breiten Einführung der "Gigaliner" genannten Riesen-Lkw könnte der Straßengüterverkehr pro transportierter Tonne sogar noch einmal um 25 Prozent billiger werden. Damit würde ein Umstieg von der Straße auf die Schiene endgültig zur Illusion.


Heizung und Warmwasser sparen: ja – aber bei Auto und Strom treten die Privathaushalte nicht so gerne auf die Bremse. (Bild: Dena) 

Es ist nicht neu, aber immer noch richtig: Die "Energiewende" darf sich nicht nur auf den Ausbau der erneuerbaren Energien konzentrieren, wie das immer noch der Fall ist. Passiert in den anderen Sektoren nicht genügend, schafft auch "Vorreiter" Deutschland die wirkliche Wende nicht.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 28. August 2012, 10:25 Uhr
Bitte setzt den Strompreis rauf!
So drückend können die Stromkosten für die meisten Leute nicht sein, wissen sie doch in der Regel nicht einmal was sie eigentlich im Jahr bezahlen. Die Strompreisdiskussion ist unsinnig - und zudem ein leicht durchschaubares Wahlkampfmanöver, das uns die Energiewende madig machen soll. Ich hätte da einen Vorschlag.
Von Georg Etscheit [mehr...]
Freitag, 15. Oktober 2010, 16:24 Uhr
EU will Öko-Aufschlag für Lkw-Maut
lkw-nickDie Lkw-Maut soll sich in der Europäischen Union künftig stärker an Umweltaspekten orientieren. Dafür sollen die Mitgliedstaaten höhere Gebühren als bisher verlangen können [mehr...]
Montag, 18. Oktober 2010, 11:30 Uhr
Energieverbrauch in Haushalten rückläufig
fernsehen1958.jpgVon 2005 bis 2009 sank der Verbrauch von Energie in Privathaushalten um insgesamt 6,7 Prozent. Gespart wurde vor allem beim Heizen [mehr...]
Mittwoch, 09. Mai 2012, 11:11 Uhr
LED statt 100 Watt
General Electric Lighting liefert die erste LED-Leuchte mit der Stärke einer 100-Watt-Glübirne [mehr...]
Montag, 27. Februar 2012, 09:12 Uhr
Lang, länger, am längsten
Weitgehend unbemerkt von der kritischen Öffentlichkeit findet derzeit eine unheimliche Revolution auf Europas Straßen statt: Die Gigaliner breiten sich aus. Jetzt will die EU-Kommission auch noch den grenzüberschreitenden Verkehr für die überlangen LKW erlauben - gegen ihre eigene Richtlinie.
Von Verena Kern [mehr...]
Freitag, 30. März 2012, 13:08 Uhr
Nachts bleibt es dunkel
Frankreich verbietet nächtliche Schaufensterbeleuchtung und will damit Energieverschwendung und Lichtverschmutzung eindämmen [mehr...]
Dienstag, 23. November 2010, 10:27 Uhr
Ramsauer hält an Riesen-Lkw fest
Verkehrsminister stellt "Aktionsplan Güterverkehr und Logistik" vor: Verkehrsclub Deutschland VCD kritisiert Ausrichtung auf Straße statt Schiene als "inakzeptabel" [mehr...]
Freitag, 08. Juni 2012, 16:31 Uhr
Strompreisdebatte geht in falsche Richtung
Die Debatte über Stromkosten bei sozial Schwachen ist wichtig. Es darf aber keine Anreize zur Energieverschwendung geben. Der richtige Weg sind Hilfen beim Stromsparen.
Ein Kommentar von Hanno Böck [mehr...]
Dienstag, 12. Februar 2013, 17:41 Uhr
Strompreisdebatte: Grüner Gegenvorschlag
Industrie und Windenergie-Branche sollen stärker an den Kosten der Energiewende beteiligt werden: Bündnis 90/Die Grünen legen Konzept vor [mehr...]
Samstag, 15. Dezember 2012, 15:01 Uhr
Wie das Smartphone wirklich smart wird
Der Stromverbrauch der deutschen Haushalte, der auf das Konto von Mobiltelefon & Co. geht, ist inzwischen auf 35 Milliarden Kilowattstunden jährlich gestiegen – und das, obwohl die Geräte immer energieeffizienter werden. Dabei wäre leicht für Abhilfe zu sorgen. 
Von Benedikt Bastong
[mehr...]
Sonntag, 21. August 2011, 11:22 Uhr
Winfried Hermann will keine Gigaliner
Der baden-württembergische Verkehrsminister will die Fahrt der Riesen-LKWs in seinem Bundesland nicht dulden - Unterstützung erhält er ausgerechnet vom ADAC [mehr...]
Donnerstag, 27. Februar 2014, 11:06 Uhr
"Chinas Emissionen wehen bis in die USA"
BildDer Smog in chinesischen Städten kostet laut einer medizinischen Studie jedes Jahr 300.000 bis 500.000 Menschen das Leben. Die Lebenserwartung eines Nordchinesen liegt liegt fünfeinhalb Jahre unter dem Landesdurchschnitt. Der Physiker Andrea Pozzer vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz über die Chancen, die Luftverschmutzung zu senken, die Fernwirkung von Schadstoffemissionen und deren Einfluss auf die Erderwärmung.
Interview: Joachim Wille [mehr...]
Freitag, 09. September 2011, 11:08 Uhr
"Das ist klassische Marktwirtschaft"
Reuters vermeldet einen kleinen Solarboom im Sommer, die Umlage nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) könnte im kommenden Jahr wieder steigen. Heiko Stubner vom Bundesverband Erneuerbare Energie erläutert im Interview, was dies bedeutet.
Interview: Verena Kern [mehr...]
Mittwoch, 11. Dezember 2013, 19:20 Uhr
"Der Mythos Billigflieger ist enttarnt"
Vollbild-VorschauBei Reisen ins europäische Ausland ist die Bahn dem Flugverkehr vorzuziehen – nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus finanzieller Sicht. Jedenfalls, wenn man vergleichbare Strecken gegenüberstellt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Verkehrsclubs Deutschland.
Aus Berlin Lea Meister [mehr...]
Dienstag, 01. September 2009, 14:23 Uhr
"Die Autolobby ist immer noch stärker"
thumb_gp_dienstwagen.jpgDer Deutschen liebstes Kind ist und bleibt das Auto. Würden zwischen Flensburg und Konstanz solar gespeiste Elektroautos das Straßenbild beherrschen, wäre dies auch kein so großes Problem. Doch die Realität sieht anders aus: Was auf deutschen Straßen knattert und röhrt, stößt im Schnitt knapp 200 Gramm CO2 pro Kilometer aus. In der Summe kommen damit 13 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes der Republik aus dem Verkehrssektor. thumb_merkelbilanz_logo.pngKonkrete Vorgaben im Meseberger Klimaschutz-Programm sollten den Individualverkehr klimafreundlicher machen. Doch die Bundesregierung fuhr den Karren gnadenlos an die Wand. Teil 6 unserer Serie zur Klimapolitik der schwarz-roten Regierung [mehr...]

Werbung

Bild
Dossier

Ban-Ki-Moon-Gipfel in New York

Am 23. September treffen sich in New York die Staatschefs bei UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Klima-Sondergipfel, um den Weg zu einem neuen, globalen Klimavertrag zu bereiten, der 2015 in Paris unterschrieben werden soll. Aktivisten planen die weltgrößte Klimademo. Klimaretter.info ist bei beiden Ereignissen vor Ort. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

"Fünf Minuten Welt retten"

Ein gemeinnütziges Gewinnspiel geht neue Wege, um die großen Energieeffizienz-Potenziale zu heben, die im Haushalt vor sich hinschlummern. "Klima sucht Gewinner!" wurde vor Kurzem gestartet und verbindet ein Strategiespiel mit dem spielerischen Wissens­erwerb für die Energiewende. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Enspire Award 2014: 5.000 Euro für nachhaltige Projekte
BildDer nachhaltige Umgang mit Ressourcen und ein daraus resultierender Lebensstil werden immer wichtiger. Umweltbewusste Kunden setzen daher auf den bundesweiten Ökostromanbieter Enspire. Die Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz verbindet die Lieferung nachhaltiger Energie mit exklusiven Mehrwerten. Kunden von Enspire können finanziell durch eine Beteiligung an den Konstanzer Stadtwerken von der Energiewende profitieren. Dafür erhalten sie auf eine Mindesteinlage von 500 Euro einen festen Zinssatz von 2,5 Prozent pro Jahr. [mehr...]

Stahlbranche: Dünne Replik

Zuletzt hatten wir uns vor der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – zum wiederholten Male – mit der Anti-EEG-Kampagne der Stahllobby befassen müssen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fühlte sich danach bemüßigt, auf ihrem eigenen Blog eine „Replik“ zu veröffentlichen. Diese beginnt so: Nun lernen wir[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien

Facebook-Empfehlungen

klimaretter.info auf Twitter

klimaretter.info Newsletter

klimaretter.info Newsfeed

Hier gehts zu einer Übersicht unserer Newsfeeds


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Eine Lanze für "Joint Implementation"

UN-Komitee fordert die Staaten auf, das Instrument zur Klimakompensation beim nächsten Klimagipfel wiederzubeleben [mehr...]
Energie

Bild
Offshore erobert die Küsten

Bis 2020 könnte sich die weltweite Kapazität der Windräder auf dem Meer verfünffachen [mehr...]
Protest

Bild
SPD stellt bei TTIP Bedingungen

Der Parteikonvent der Sozialdemokraten macht sich das von Wirtschaftsministerium und DGB ausgehandelte Positionspapier zu eigen [mehr...]
Wirtschaft

Bild
KfW hält an Kohle-Förderung fest

Von der Förderpolitik der staatlichen Bank profitieren auch deutsche Unternehmen, argumentiert die Bundesregierung [mehr...]
Mobilität

Bild
Autobauer wollen für Emissionen zahlen

Der Straßenverkehr soll möglicherweise bald in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden [mehr...]
Forschung

Bild
Fracking kontaminiert das Trinkwasser

Eine neue US-Studie zeigt, dass unsachgemäße Fracking-Bohrungen für die Kontamination von Trinkwasser verantwortlich sein können [mehr...]
Umwelt

Bild
Bothel: Häufiger Krebs bei Männern

Männer in niedersächsischer Gemeinde erkranken deutlich häufiger an Krebs. Zusammenhang mit Erdgasförderung noch unklar [mehr...]
Konsum

Bild
Verpackungsfreier Supermarkt eröffnet

Als erster in Deutschland verkauft der Laden "Original unverpackt" in Berlin alle Produkte ohne Einwegverpackung [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
Keine Wahl fürs Klima

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich alles oder es bleibt wie es ist. In Brandenburg regieren weiter die Braunkohle-Fans und nur in Thüringen gibt es einen Funken Hoffnung auf einen Neuanfang. Allerdings sind der aufkommende Populismus und die hohen Nichtwählerzahlen eine echte Gefahr für die Klimadebatte und für die Energiewende im Land.
Ein Kommentar von Susanne Götze
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Die Revolution der Erneuerbaren

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben die Energiekonzerne über die Erneuerbaren gespottet und gelächelt. Nun müssen die großen Vier reihenweise ihre Kraftwerke abschalten – weil sie sich nicht mehr lohnen. Gut so, je mehr desto besser.
Ein Standpunkt von Franz Alt
[mehr...]
Rezension

Bild
Der organische Sound des Regenwalds

Von den polyphonen Gesängen der Baaka berührt, beschließt der US-Amerikaner Louis Sarno bei den Pygmäen in Zentralafrika zu leben und ihre Musik auf Tonband aufzuzeichnen. Doch selbst die intensiven Bilder der preisgekrönten Dokumentation Song from the Forest können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sarno noch immer ein Eindringling ist. Am Donnerstag ist der Film in den Kinos angelaufen.
Eine Rezension von Sandra Kirchner
[mehr...]
Kolumnen

Bild
Trachtenwahn mit Umweltsiegel

Ob Bayer oder Nicht-Bayer: Tracht zu tragen ist auf dem Münchner Oktoberfest inzwischen ungeschriebenes Gesetz – auch wenn die Krachlederne mitnichten aus den heimischen Gefilden, sondern aus China kommt. Immerhin kann so die ganze schmutzige Herstellung das bayerische Reinheitsgebot nicht gefährden.
Eine Kolumne von Georg Etscheit
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Batteriespeicher, Dinosaurierkraftwerke und rätselhafte EU-Politik

Kalenderwoche 38: Gut, dass an diesem Wochenende weltweit für Klimaschutz demonstriert wird, findet Gero Lücking, Vorstand für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von klimaretter.info. Nur öffentlicher Druck wird dazu führen, dass auf dem Ban-Ki-Moon-Gipfel in New York nächste Woche auch Ergebnisse herauskommen. [mehr...]