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Clevere Vorsätze

Der gute Wille

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Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Am besten, man fasst erst gar keine. Immer dieselbe Leier: endlich Abspecken, nicht mehr rauchen, Work-Life-Balance neu justieren. Meistens klappt es nicht, das schlechte Gewissen ist vorprogrammiert.

Doch die Verbraucherzentrale Bremen leistet Hilfe in der Not. Sie empfiehlt fünf gute Vorsätze, die nicht nur einem selber, sondern auch der Umwelt, und, wenn man es clever anstellt, auch noch der Haushaltskasse guttun.

Vorsatz eins ist der Wechsel zu einem "nachhaltigen" Girokonto. Viele Kreditinstitute hätten 2017 die Preise für die Kontoführung erhöht, ein Grund mehr, über einen Kontowechsel nachzudenken, meinen die Verbraucherschützer. Alternative oder kirchliche Banken sichern zu, dass Gelder nicht in Branchen wie Rüstungs-, Atom- oder Gentechnik-Industrie fließen. Einmal gewechselt, hat man dauerhaft ein gutes Gewissen, dass mit dem eigenen Geld kein Schindluder getriebenen wird. Die Banken sind übrigens verpflichtet, ihre Alt-Kunden bei den Wechselformalitäten zu unterstützen.

Stromsparen ist zwar keine neue Idee, aber als Vorsatz zwei trotzdem nicht schlecht. Schon mit einfachen Maßnahmen lasse sich viel erreichen, so die Bremer. Der Kühlschrank zum Beispiel muss nicht eiskalt sein, in der Regel reichen acht Grad aus. Und Langduscher sollten es mal mit vier statt sechs Minuten versuchen. Sechs Minuten täglich kosten bei Warmwasserbereitung mit Strom rund 18 Euro im Monat.

Die anderen Vorsätze des Verbandes betreffen das Einkaufen. Wer regional und saisonal einkauft, helfe der heimische Wirtschaft und der Umwelt, so der Tipp. Das ist relativ leicht, weil bei fast allen Obst- und Gemüsesorten die Angabe des Herkunftslandes vorgeschrieben ist, "Weitgereiste" also gut zu erkennen sind. Wer nach Saison kauft und einige Vorratstipps beachtet, entlastet laut den Verbraucherschützern ebenfalls den Geldbeutel und die Umwelt.

Auch etwas weniger Fleisch zu essen, lässt sich – das ist Vorsatz vier – eigentlich ganz leicht umsetzen. Eiserne Fleisch- und Wurstfans könnten es vielleicht mit einem vegetarischen Tag pro Woche versuchen. "Das wäre schon mal ein guter Anfang", so der Rat aus Bremen.

Und dann, zu guter Letzt, noch das Thema Verpackung. Pro Jahr fallen hierzulande rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Stoffbeutel statt Plastik- oder Papiertüten zum Einkaufen mitzunehmen, so die Empfehlung, ist sicher zu schaffen.

Vielleicht klappt es dann ja 2019 mit den anderen guten Vorsätzen, dem Abspecken, dem Nicht-Rauchen, der Work-Life-Balance.

BildHaben Sie gute Vorsätze fürs neue Jahr? (Foto: tOrange.biz)

Joachim Wille ist Chefredakteur des Online-Magazins klimaretter.info

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