Snowboarder-Kampagne für Klimaschutz
Schweizer Snowboarder haben zusammen mit dem CO2-Kompensationsanbieter "myclimate" eine Kampagne für klimaschonenden Wintersport gestartet. Unter dem Titel "Ride Greener" sollen vor allem Jugendliche auf spielerische Art mit dem Klimawandel vertraut gemacht und zu umweltfreundlicherem Snowboarden motiviert werden. „Es liegt mir am Herzen, dass auch zukünftige Generationen in tief verschneiter Natur abschalten, sich austoben und kreativ sein können“, erklärt Reto Kestenholz, ein aus dem Berner Oberland stammender Profi-Boarder und Unterstützer der Kampagne.

Ski- und Snowboard-Sportler stehen wegen Energie- und Landschaftsverbrauch in der Kritik - eine Schweizer Kampagne will das ändern (Foto: Ride Greener)
Wintersportler seien durch ihren Lebensstil "nicht ganz unschuldig an den immer schneeärmeren Wintern", hieß es zum Start der Kampagne: Auto- oder Flugreisen ins Skigebiet, Schneekanonen oder auch die aufwändig produzierten Sportgeräte und -kleidung verursachen einen hohen Energieverbrauch und damit Klimagasemissionen. Mit einem Katalog von zehn Umwelttipps sollen Snowboarder dazu gebracht werden, ihren CO2-Ausstoß zu senken: Neben Konsumempfehlungen wie der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei der Anreise, dem Kauf regional oder ökologisch erzeugter Lebensmittel in den Skiorten wird auch explizit dazu geraten, Politiker zu wählen, die sich für "nachhaltigen Klimaschutz" einsetzen.
Ein Element der Kampagne sind sogenannten "Ride Greener Days" in Skiorten wie Laax oder Grindelwald, bei denen die Jugendlichen einen Tag am Berg mit Profiboardern und Umweltexperten verbringen können. Die Alpen eignen sich dafür besonders gut - mit schmelzenden Gletschern und zunehmend schwindendem Schnee in tieferen Lagen sind die Folgen des Klimawandels dort bereits heute deutlich zu sehen.
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