E-Books können Klima schützen

Wer jährlich zehn oder mehr Bücher auf einem E-Book-Reader liest, bessert damit die persönliche Klimabilanz auf. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Öko-Instituts. Der Stromverbrauch der Geräte mit nicht leuchtenden Displays sei vergleichsweise gering. Das liege daran, dass die Buchlesegeräte ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen und Strom im wesentlichen nur beim Umblättern der Seiten verbrauchen.


E-Book-Reader können ein Gewinn für die Umwelt sein. (Foto: Wikimedia Commons)

Die Herstellung eines E-Book-Readers verbraucht demnach rund 25 Kilogramm Kohlendioxid - "etwa ein Zehntel im Vergleich zu einem herkömmlichen Laptop und immer noch deutlich weniger als Tablet PCs", erklärt Andreas Manhart vom Öko-Institut. "Wer neben Büchern noch Zeitungen auf seinem E-Book-Reader liest, schützt Klima und Wälder nachhaltig."

Das Öko-Institut hat Kriterien für besonders umweltfreundliche Geräte definiert. Diese können fortan mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet werden. Voraussetzung dafür sei ein hochwertiger Akku, besonders energiesparende Technik und ein Mikro-USB-Anschluss, der mit einem Universal-Ladegerät genutzt werden kann.

Die Herstellung von zehn Büchern mit durchschnittlich 200 A5-Seiten verursache etwa elf Kilogramm Kohlendioxid. Wenn Recyclingpapier zum Einsatz kommt, verbessert sich die Bilanz auf neun Kilogramm. Demnach müsste man auf einem Lesegerät - während seiner durchschnittlichen Lebensdauer - etwa 25 Bücher lesen, um auf eine positive Klimabilanz zu kommen.

klimaretter.info/hb

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