Klimawandel verschärft Wasserknappheit
Weltbevölkerung, Klimawandel und veränderte Lebensweisen sind laut Welthungerhilfe Grund für eine steigende Wasserknappheit. Während zum einen immer mehr Menschen auf der Erde leben, verbessern sich auf der anderen Seite die Lebensumstände vieler Menschen insbesondere in asiatischen Staaten. Diese können mehr konsumieren und steigern damit den Wasserverbrauch direkt und indirekt weiter. Vor den Folgen warnte die Welthungerhilfe in ihrem Jahresbericht 2010, den Präsidentin Bärbel Dieckmann am Dienstag in Berlin vorstellte.

Der Anteil der globalen Landfläche mit extremer Trockenheit könnte bis Ende des Jahrhunderts von heute drei auf 30 oder sogar 40 Prozent steigen. (Foto: Oxfam)
Der Klimawandel verschärft das Problem weiter. "Die globalen Wasserkreisläufe verschieben sich, was regional sowohl zu zunehmenden, aber auch zu abnehmenden Niederschlägen führen kann", sagte Dieckmann in Berlin. Besonders in Sub-Sahara-Afrika sei die Lage problematisch, da es in vielen Regionen nur saisonal regne. Dieckmann verwies auf den Weltklimarat IPCC, nach dessen Angaben der Anteil der globalen Landfläche mit extremer Trockenheit bis Ende des Jahrhunderts von heute drei auf 30 oder sogar 40 Prozent steigen könnte. Damit wäre fast ein Drittel der globalen Landfläche nicht mehr für die Landwirtschaft nutzbar.
Die wachsende Weltbevölkerung und die veränderten Lebensgewohnheiten haben laut Welthungerhilfe dazu geführt, dass sich der Wasserverbrauch versechsfacht habe. Bis 2025 könnten drei Milliarden der dann 8,5 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden. Bereits jetzt haben weltweit rund 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. 1,9 Millionen Menschen sterben den Angaben zufolge jährlich an Durchfallerkrankungen.
klimaretter.info/jot
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