Atom-Aus kein Grund für höhere Strompreise
Die Energiekonzerne haben keinen Grund, die Strompreise aufgrund der Stilllegung von acht Atomkraftwerken zu erhöhen. Das ist das Ergebnis eines Kurzgutachtens, das die Grüne Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hat. Zwar verteuere das Atom-Moratorium und das Aus für die sieben ältesten AKW und den Pannenreaktor Krümmel die Kosten für die Atomkonzerne. Diese haben die Strompreise für ihre Abnehmer allerdings schon im Voraus festgelegt und müssen sich an die Verträge halten.

Das AKW Krümmel darf nicht mehr ans Netz - Stromkonzerne beklagen höhere Ausgaben. (Foto: Quartl/Wikipedia)
Die Atomkonzerne hatten nach Beginn des Atom-Moratoriums beklagt, durch den Ausfall der acht AKW nun höhere Beschaffungskosten zu haben. Das ist zwar richtig, da sie die Lieferverträge erfüllen müssen und den Strom, den sie nun nicht selbst mit Hilfe der stillgelegten AKW produzieren können, zukaufen oder anderweitig produzieren müssen. Allerdings sind in den gleichen Lieferverträgen bereits die Strompreise festgelegt, sodass die Stromkunden zunächst nicht mit einer Erhöhung des Strompreises rechnen müssen.
Die Stromkonzerne kostet eine Kilowattstunde laut Gutachten nun 0,6 Cent mehr. Seit Januar dieses Jahres zahlen die Stromkunden allerdings bereits zu hohe Preise für die Förderung der erneuerbaren Energien. Konkret sind das 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Auf die Stromkunden sollte dann lediglich der Fehlbetrag zu den Mehrkosten von noch einmal 0,3 Cent zukommen.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 17 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Die Nutzung der Atomkraft könnte eher beendet werden als sich das SPD und Grüne gedacht haben. Dazu werden bereits waghalsige Kostenrechnungen angestellt – doch am Ende wird auch ein schnellerer Ausstieg bezahlbar bleiben.
Die Münchner Grünen werden auch nach der positiven Entscheidung des Stadtrates weiter gegen Olympia 2018 mobilisieren, sagt ihr Vorsitzender Nikolaus Hoenning. Die Vorbereitungen für ein Bürgerbegehren in Garmisch laufen an.
Olympiagegner wollen auf dem Bundesparteitag der Grünen einen Antrag gegen die Bewerbung von München für die Spiele 2018 einbringen. Winfried Hermann, sportpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, erklärt im Klimaretter.info-Interview, warum das Thema die Grünen spaltet.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dementiert, zwar, man habe sich bereits auf eine Verlängerung der Akw-Laufzeiten um mindestens zehn Jahre geeinigt, hält jedoch eine zehn bis 15 Jahre für "vernünftig". Das Wirtschaftsministeirum "übersetzt" auf mindestens zwölf Jahre längere Laufzeiten, während sich das Umweltministerium mit Aussagen zurückhält. SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisiert die "knallharte Lobby-Politik" der Kanzlerin.
Die Berliner Grünen machen bei nur drei Gegenstimmen den Weg für Koalitionsverhandlungen mit der SPD frei - trotz eines Formelkompromisses in der Frage des Autobahnbaus. Sie müssen nun auf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hoffen, dass er die Gelder für den Weiterbau der A 100 nicht in den Haushalt einstellt.
Am Mittwoch war der erste Atommüll im Zwischenlager angekommen. Umweltschützer fordern, dass Rot-Grün zum Koalitionsvertrag steht und weitere Transporte stoppt
Zuletzt bekannte sich am Freitag EnBW dazu, seine Atomkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 nicht wieder in Betrieb nehmen zu wollen
Die Lüge von der Stromlücke: Ohne Atomkraftwerke gehen in Deutschland die Lichter aus. Komischerweise können Sie aber noch diese Zeilen lesen!
Zu Reststrommengen oder konkretem Ausstiegsdatum angeblich noch keine Entscheidung der Regierung
Diesmal soll sie gelingen, die Energiewende. Die schwarz-gelbe Regierung hat dafür umfangreiche Gesetze verabschiedet - oft mit
Stimmen der Opposition. In einer Serie analysiert klimaretter.info, was drin steht in den Gesetzen. Und was von ihnen zu halten ist. Heute Teil 2: Das Atomausstiegs-Gesetz - Herzstück der neuen Energiepolitik.
Die Betreiber von Atomkraftwerken wollen keine Brennelementesteuer, sondern bevorzugen ihr eigenes Fonds-Modell, das erneuerbaren Energien zugute kommen solle. Ob das rechtlich möglich ist, ist allerdings fraglich. Und dazu: Der Staat soll die Gelder für den Fond vorfinanzieren. Die Opposition strebt nun eine Verfassungsklage in Karlsruhe an. Klarheit im Atomstreit will die Regierung bis September schaffen.
Hunderte Menschen demonstrierten vor dem Kanzleramt gegen die geplante Atom-Laufzeitverlängerung. Drinnen diskutiert Angela Merkel mit ihren Ministern und den Spitzen von Union und FDP. Das Ergebnis: AKW-Laufzeiten werden um bis zu 14 Jahre verlängert. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel kündigte an, Merkels Atom-Entscheidung in der nächsten rot-grünen Regierung rückgängig zu machen.
RWE und Eon klagen über "negativen Einfluss" des Atom-Moratoriums. Auch Greenpeace hat einen milliardenschweren Kostenplan für Moratorium und schnelleres Atom-Aus vorgelegt - und fürchtet einen Kampf "um jedes Jahr Laufzeit".
Die größte Demo des Jahres: In Berlin haben mehrere zehntausend Menschen gegen die Energiepolitik der Regierung demonstriert. Sie besetzten Brücken, umzingelten das Regierungsviertel und zogen vor das Kanzleramt. Und kündigten noch mehr Widerstand an, falls die Regierung Merkel tatsächlich die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert.
Zum 1. November wird NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft neue Bundesratspräsidentin: Das Amt hat eher symbolische Bedeutung, auch für das Vorhaben von Ländern wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg oder Bremen die schwarz-gelben Atompläne über die Länderkammer zu blockieren. Doch ob sie überhaupt mitreden dürfen, ist umstritten. 


