Schweizer Konsum: Importierte Klimaschuld
Das Schweizer Bundesamts für Umwelt (BAFU) hat erstmals die gesamte Umweltbelastung durch den Konsum ermittelt, den die Schweiz importiert: Weil viele Güter im Ausland hergestellt werden, fallen auch dort die Treibhausgase und Schadstoffe an. Analysiert wurde der gesamte Lebensweg der Produkte. Ergebnis der Untersuchung: Statt sieben Tonnen pro Kopf und Jahr ist jeder Schweizer nach dieser Rechenmethode durchschnittlich für bis zu 13 Tonnen Treibhausgas verantwortlich.

Der Limmatquai in Zürich. Schönes Ambiente, Probleme exportiert. (Foto: Roland zh/wikipedia)
Die Studie "Environmental impacts of Swiss consumption and production" quantifiziert die Umweltbelastungen von in der Schweiz konsumierten Produkten unter anderem mit der Methode der ökologischen Knappheit als sogenannte Umweltbelastungspunkte (UBP). UBP bewerten unterschiedliche Emissionen in Boden, Wasser und Luft sowie den Verbrauch von natürlichen Ressourcen. Damit wird es möglich, die verschiedenen Umweltbelastungen zu einer Gesamt-Umweltbelastung zusammenzufassen.
Vergangenen Oktober hatte die Schweiz einen Bericht über die Erderwärmung im Inland vorgelegt. In den letzten hundert Jahren ist demnach die durchschnittliche Temperatur um 1,56 Grad angestiegen. Dementsprechend sind in dieser Zeit die Alpengletscher um rund die Hälfte geschmolzen, die Wassertemperatur in den Flüssen ist gestiegen, und die Zahl überdurchschnittlich heißer Tage nahm zu. Damit ändern sich auch Fauna und Flora: Pflanzen und Tiere dehnen ihr Einzugsgebiet in immer höhere Lagen aus, und auch neue, exotische Tierarten seien laut dem Bericht nun in den Alpen vertreten.
klimaretter.info/reni
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