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Facebook soll sich Freunde machen

Die Umweltorganisation Greenpeace wirbt mit einem Werbespot in Kalifornien für ein grüneres Facebook. "Unfriend Coal" so die Aufforderung an die Fernsehzuschauer im US-Bundesstaat, in dem auch das soziale Netzwerk sein Hauptquartier hat. Facebook habe Kommunikationsstrukturen "revolutioniert", so Greenpeace - jetzt müsse sich das Netzwerk stark machen für die "Energierevolution".

 

Facebook ist das größte soziale Netzwerk im Internet und stand in der Vergangenheit auch wegen mangelnder Datenschutzstandards scharf in der Kritik. "Wir lieben Facebook" heißt es dagegen bei Greenpeace in San Francisco. Noch mehr Freude hätte man an Facebook jedoch, würde sein CEO Mark Zuckerberg dafür sorgen, Rechenzentren künftig ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu betreiben, sagt Greenpeace. Eine Forderung, die seit dem Kampagnenstart für ein grünes Facebook mehr als 680.000 Menschen unterstützen, berichtet der britische Guardian.

Schon heute geht in den USA rund neun Prozent des gesamten Datenverkehrs auf das Konto von Facebook, so Greenpeace. Das Netzwerk plant in Oregon und North Carolina bereits neue Rechenzentren, um dem wachsenden Bedarf seiner Fans und Freunde nachzukommen – und will dabei zwar auf Effizienz, nicht jedoch explizit auf saubere Energiequellen achten. Das neue Facebook-Rechenzentrum in Oregon erhält seinen Strom etwa vom Energiekonzern Pacific Power, der zu 67 Prozent aus Kohlekraftwerken stammt.

Der Energieverbrauch durch Internet und Plattformen wie Facebook ist enorm, entsprechend hoch schätzen Umweltorganisationen auch das Kohlendioxid-Einsparpotenzial ein. Bleibt es bei gegenwärtigen Wachstumsraten, könnten Datenzentren und Telekommunikationsnetze 2020 bereits 1.963 Milliarden Kilowattstunden verbrauchen, hatte Greenpeace in der Studie "Make IT Green: Cloud Computing and its Contribution to Climate Change" errechnet. Das entspricht etwa dem aktuellen Stromverbrauch von Frankreich, Deutschland, Kanada und Brasilien zusammen.

klimaretter.info/sam

 

 

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