Cebit im Rückwärtsgang
Computer, Handys und Co. verbrauchen in Deutschland mittlerweile rund zehn Prozent des Stroms. 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid gehen damit auf das Konto der Geräte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Grund genug eigentlich, das Thema auch auf der Computermesse Cebit zum Thema zu machen, die derzeit vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet.

Die Farbe Grün ist auf der Computermesse Cebit kaum vertreten. Die wenigen präsentierten Öko-Ideen sind größtenteils von vorgestern. (Foto: Cebit)
So war es jedenfalls noch vor zwei Jahren: Die Hannover Messe widmete eine ganze Halle der "grünen Technologie". Und danach? Auf der aktuellen Cebit wurde Green IT wieder zu einem Randthema degradiert: Neben Web 3.0 und 3D-Technologien geht es um Green IT ausschließlich im "Cebit Lab", der "Plattform für Hochschulen, industrielle Forschungseinrichtungen sowie Start-Ups und Spin-Offs zur Präsentation von Zukunftsprojekten und für die Diskussion über Wissenschaft und Megatrends." Zukunftsmusik also.
Die Gegenwart sieht dagegen eher so aus: Fujitsu stellt auf der Cebit eine "biologisch abbaubare Öko-Computermaus" vor und Idapt präsentiert ein Universal-Ladegerät, das als "Alles-Lader" die Standby-Probleme der sich um die Umwelt oder ihren Geldbeutel sorgenden Verbraucher zunichte machen soll: Das "Idapt i1 Eco" verbraucht im Standby-Betrieb keinerlei Strom. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation (Bitkom) wartet mit einer Sonderschau und einem Vortragsprogramm für "Eco ICT Solutions" auf: An einem Stand in Halle 13 präsentieren Aussteller IKT-Lösungen, die eine hohe Energieeffizienz und CO2-Einsparungen bieten.
Darunter fallen auch Möglichkeiten der Online-Zusammenarbeit beispielsweise mittels Videokonferenzen, um durch weniger Reisen die Umwelt zu schonen. Die Bitkom kündigte im Vorfeld der Messe außerdem an, auf dem Gelände eine Handy-Rückgabe-Aktion zu starten. Innovationen klingen irgendwie anders.
klimaretter.info/jot
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