Klima-Focus verkauft sich schlecht

Provokant ist sie, aber anscheinend reicht das nicht aus: Die Ausgabe des konservativen Magazins Focus über die Vorteile der globalen Erderwärmung ist an den deutschen Kiosken nur wenig verkauft worden. Das Heft mit dem Titel "Prima Klima!" ist nach Angaben des Hamburger Abendblatts nur 84.000 Mal über den Tresen gewandert – das ist das schlechteste Ergebnis im gesamten Jahr 2010.

Pünktlich zum Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún machte der Focus mit einem Titelbild auf, das einen Eisbären mit Sonnenbrille zeigt. Dazu die Schlagzeile: "Umdenken: Die globale Erderwärmung ist gut für uns". Im Inhaltsverzeichnis wurde die Behauptung relativiert: Der Klimawandel richte nicht nur Schaden an, sondern sei in vielen Regionen ein Segen für Mensch und Natur. Im Artikel selbst wird von "neuen Studien" gesprochen, die zeigten, dass die Erwärmung auch (!) Vorteile bringe – tatsächlich aber ist es eine Binsenweisheit, die seit Jahren bekannt ist.

Im Nachhinein hat sich das Hochbauschen eines altbekannten Sachverhalts für den Focus nicht gelohnt: Der Kioskverkauf lag etwa 25 Prozent unter dem Durchschnitt des vergangenen Jahres. Das zeigen Vergleichszahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). Demnach wurden in den ersten neun Monaten durchschnittlich 113.00 Hefte im Einzelhandel verkauft, über das vierte Quartal liegen noch keine Zahlen vor.

klimaretter.info/fw

 

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