Klimaschutz durch Lebenswandel
Gemeinsam gegen den Klimawandel – die Mitteldeutsche Kirche (EKM) hat ihre Gemeindemitglieder dazu aufgerufen, im neuen Jahr durch die Änderung ihres Lebensstils insgesamt 1.000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Im Schnitt verantwortet jeder Deutsche jährlich rund 7,5 Tonnen (7.500 Kilogramm) Kohlendioxid. Würden alle 858.242 Gemeindemitglieder mitmachen, müsste jeder 1,2 Kilogramm CO2 einsparen.

Schlosskirche in Wittenberg. Die Mitteldeutsche Kirche will 2011 rund 1.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. (Foto: EKM)
Die Kampagne mit dem Titel "Klimawandel-Lebenswandel" startet offiziell am 2. Januar mit einem Gottesdienst in Halle (Saale). "Der Klimawandel ist eine der drängendsten Überlebensfragen, die sich derzeit stellen. Die Kirchen sind gefordert, sich hier einzubringen", sagte Annelie Hollmann, Kampaignerin der EKM. Ziel der Kampagne sei es, deutlich zu machen, dass es ohne eine Änderung der Lebensgewohnheiten in den Industriestaaten keinen dauerhaften Klimaschutz geben könne. "Viele Menschen glauben, dass ökologische Verhaltensweisen mit Einschränkungen und Aufwand verbunden sind. Wir wollen erfahrbar machen, dass dadurch die Lebensqualität steigt."
Die Kirche plant darüber hinaus, rund 30 einzelne Klimaschutzaktionen in Gang zu bringen. Modellprojekte in Kirchengemeinden und evangelischen Einrichtungen sollen auch über den Kampagnenzeitraum hinaus wirken.
Bereits im Juni hatte die Nordelbische Kirche die Klimakampagne Kirche für Klima gestartet. Drei Jahre lang soll es dabei um Klimagerechtigkeit und Klimaschutz gehen. Bis 2015 will die Nordelbische Kirche ihren CO2-Ausstoß gegenüber 2005 um 25 Prozent senken. Im Oktober zog die Evangelische Kirche Deutschland nach: Vorsitzende Katrin Göring-Eckardt rief die evangelischen Kirchen und Christen in Deutschland dazu auf, umweltbewusst einzukaufen. "Was wir predigen, sollten wir auch in praktisches Handeln umsetzen."
klimaretter.info/jot
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