Klimakonferenz startet online
An einer Klimakonferenz teilnehmen – ganz ohne Anreise, Akkreditierung, Zugehörigkeit zu einer Organisation: Vom 1. bis 7. November können nicht nur Wissenschaftler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, sondern auch Mitarbeiter von Unternehmen und die interessierte Öffentlichkeit an der internationalen Konferenz "Klima2010.net" teilnehmen, die die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zum dritten Mal veranstaltet. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem nachhaltigen Management von Wasserressourcen.

Bei Großveranstaltungen wie Klimakonferenzen wird am meisten Kohlendioxid durch die Anreise mit dem Flugzeug ausgestoßen. Die virtuelle Klimakonferenz ist dadurch klimafreundlicher. (Foto: Schule von Glaßer)
"Wir nutzen die Internettechnologie, um weltweites Klimawissen gezielt zu verbreiten und gleichzeitig verschiedene Interessengruppen zu vernetzen", sagt Professor Walter Leal, Leiter der Tagung. Weil die Teilnehmer nicht erst mit dem Flugzeug zur Konferenz fliegen müssen, sondern sich virtuell treffen, sei die Konferenz besonders klimafreundlich.
Unterstützt werden Klima 2010 und die englische Ausgabe climate 2010 unter anderem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP, dem Weltklimarat IPCC und von der Welternährungsorganisation. Für die deutsche Seite hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Schirmherrschaft übernommen. Neben Diskussionen zu zahlreichen Fachbeiträgen bietet die Konferenz auch Live-Chats mit Klima-Experten. Die Teilnehmer können das Klima-Orakel von der Beratungsgesellschaft Co2online befragen und in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt ihre Kohlendioxidemissionen berechnen.
2009 nahmen mehrere tausend Menschen aus 147 Ländern an der Konferenz teil. 103 Fachbeiträge informierten über die sozialen, ökonomischen und politischen Aspekte des Klimawandels. Die Organisatoren hoffen, diese Zahlen in diesem Jahr übertreffen zu können.
klimaretter.info/jot
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