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Protest: Unilever ist nicht preiswürdig

In einem gemeinsamen Brief haben die Waldschutzorganisationen Robin Wood und Rettet den Regenwald die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis aufgefordert, den Lebensmittel- und Chemiekonzern Unilever nicht mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis auszuzeichnen. Dies wäre ein klarer Fall von Greenwashing, wenn es so käme. Die Organisationen kritisieren, dass Unilever durch die Verwendung von Palmöl zur Zerstörung von Regenwäldern und zur Verletzung von Menschenrechten beitrage. Dennoch wurde der Konzern für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Wirtschaft nominiert. Günther Bachmann, Vorsitzender der Jury, reagierte bereits auf die Kritik. Er sehe "keine Veranlassung, das Votum der Jury zurückzunehmen", schrieb er.


Heute zwar ohne "H", dafür aber mit Palmöl. (Foto: MOs810/Wikimedia Commons)

Der niederländisch-britische Verbrauchsgüter-Konzern Unilever hat auch in Deutschland zahlreiche Produktionsstätten und eine Zentrale in Hamburg. Unilever ist einer der größten Palmölabnehmer und -verbraucher. Das gefragte Öl wird vor allem in der Produktion von Lebensmitteln verwendet. Die Waldschutzorganisationen sehen in der massiven Expansion von Palmölplantagen seit den Achtzigerjahren verheerende Folgen vor allem für Südostasien und Afrika. Kahlschlag von Regenwald, weltweite Klimaerwärmung und Verletzungen von Menschenrechten seien die Folge. "Mit einer Preisverleihung an Unilever würde die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis Beihilfe zum Greenwashing leisten und ein fatales Signal an andere Unternehmen senden ", mahnt David Vollrath von Rettet den Regenwald.

klimaretter.info/vana

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