Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Rauchende Schlote, billige Energie und die Kohle-SPD

Immer wieder samstags: Unsere fünf Herausgeber erzählen im Wechsel, was in der vergangenen Woche wichtig für sie war. Heute: Michael Müller, als SPD-Politiker ehemals Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, heute Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzrings

Müllers Woche

Herr Müller, die EU-Finanzminister haben vergangenen Dienstag den Weg freigemacht für eine Finanztransaktionssteuer. Die Einnahmen könnten möglicherweise auch dem Klimaschutz zugute kommen. Ein aussichtsreiches Instrument oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Michael Müller: Natürlich ist die Einführung der Finanztransaktionssteuer allein noch nicht der Durchbruch für eine ökonomische Wende hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Solange sie nicht konkret und strategisch in Umsetzung und Zielen ausgestaltet ist, bin ich mit der Bewertung zurückhaltend. Zu oft wurde in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass vielfältige Lobbyinteressen und politische Blockaden die beschlossenen Maßnahmen "stumpf" gemacht haben.

Trotzdem ist die Finanztransaktionssteuer ein wichtiges Instrument, um exzessive Spekulationen in einem Teil des europäischen Wirtschaftsraums einzudämmen. Aber um die Realwirtschaft zu stärken, ist weit mehr notwendig. Ein wichtiger Schritt wäre ein Programm "Arbeit und Umwelt", das mithilfe der Einnahmen aus dieser Steuer finanziert werden könnte.

Niedersachsen wird künftig rot-grün regiert. Beide Parteien haben sich vor der Wahl für einen Wandel in der Energiepolitik ausgesprochen. Die Grünen drängen zudem auf eine ökologischere Agrarpolitik. Was ist im besten Fall zu erwarten?

Das ist schwer zu sagen, weil die Mehrheiten in Niedersachsen knapp und die Rahmenbedingungen nicht einfach sind. Auch in Baden-Württemberg hat Grün-Rot die Welt nicht gedreht. Und nach wie vor gibt es ein programmatisches Defizit, denn der Anspruch der sozial-ökologischen Erneuerung ist nicht mit politischen Strategien gefüllt.

Wir erleben das Ende der alten Wachstumsepoche, deshalb muss mehr kommen als nur einzelne Projekte. Was fehlt, ist die "Große Geschichte", wie neuer Fortschritt aussehen kann. Meines Erachtens ist mehr notwendig, damit eine rot-grüne Transformation auf nationaler und europäischer Ebene angestoßen wird. Dennoch gibt es in Niedersachsen einen interessanten strategischen Punkt – die Verbindung von Energie- und Agrarwende. Hier kann Niedersachsen entscheidende Weichen für die Bundesebene stellen.

Nicht nur Peking, auch die polnische Kulturstadt Krakau hat ein massives Smogproblem. Ursache sind – neben dem Autoverkehr – die vielen Kohle-Ofenheizungen. Der Einbau moderner, emissionsarmer Heizungen aber kostet Geld, das viele Bewohner unsanierter Altbauten nicht haben. Wie lässt sich dieser Konflikt zwischen Umwelt- und Sozialpolitik lösen?

Die sozialen und ökologischen Folgen der "alten Industrien" sind in Polen kein neues Thema, gerade die Luftverschmutzung um Krakau wurde schon 1977 in dem berühmten Film von Andrzej Wajda "Der Mann aus Marmor" thematisiert. Es ging darin um den jungen Maurer Mateusz Birkut, der mit 30.000 verarbeiteten Steinen in einer Schicht einen Rekord beim Bau der Industriestadt Nowa Huta in der Nähe von Krakau aufgestellt hat. Die Merkmale des polnischen Fortschritts waren die rauchenden Schlote – die Krakau zu schaffen machten. Mehr noch als das Schicksal eines überzeugten Kommunisten, der den Glauben an das System verliert, ist der Film eine Abrechnung mit den Folgen eines maßlosen und unmenschlichen Arbeitsprinzips, das auch die Kulturgüter der Region zerstört. Der daran anknüpfende Film Wajdas von 1981 "Der Mann aus Eisen" beschäftigte sich dann mit dem Entstehen der freien Gewerkschaftsbewegung und dem Kampf der Solidarność um soziale Rechte und Demokratie.

Doch bis heute geht es bei den politische Konfliktlinien im kohlereichen Polen um billige Energie. Die Regierung in Warschau gehört auch in der EU zu den Bremsern bei Klimaschutz und Energiewende. Das geht bis zum Streit um die Atomkraft, denn in Polen sollen trotz Fukushima zwei neue Atomkraftwerke gebaut werden. Dieser Konflikt ist beispielhaft für "altindustrialisierte" Länder, in denen sich – zumal vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise – die Spannungen zwischen sozialen und ökologischen Zielen zuspitzen.

Andererseits hat Polen keine Zukunft, wenn es die bisherigen Wirtschaftsstrukturen zementiert. Insofern geht es auch um die Frage, wie die EU insgesamt den ökologischen Umbau organisieren kann. Das ist die Kernfrage auch dafür, wie die europäische Realwirtschaft im globalen Finanzkapitalismus gefestigt und modernisiert werden kann. Nach meinem Dafürhalten ist ein europäischer Marshallplan für den großen Strukturwandel notwendig. Die Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel – ein System, das dringend reformiert werden muss – könnten dafür zielgerichtet eingesetzt werden, wie auch in den elf Euroländern die Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer.

In Deutschland entstehen immer weniger neue Kohlekraftwerke. Seit 2007 wurden 21 Projekte aufgegeben, jetzt sind noch 17 Kraftwerke geplant oder im Bau. Allerdings sind 15 davon in Bundesländern, in denen die SPD regiert. Gerade die SPD-geführten Länder setzen auf Kohlekraft. Liegt Ihrer Partei der Klimaschutz nicht genug am Herzen? 

Erst einmal ist es ein Erfolg, dass die fossile Verbundwirtschaft immer mehr zurückgedrängt wird. Was fehlt, ist ein Effizienzgesetz, damit die reinen Kondensationskraftwerke, die Monumente einer überholten Zeit sind, vom Markt verschwinden. Ich habe in der SPD immer vertreten, dass die Energiepolitik der Zukunft eine Politik der Vermeidung von hohem Energieeinsatz und hohen Emissionen sein muss. Ich habe schon Ende der 1980er Jahre Wendekonzepte vertreten, die radikal auf Umbau setzen. Unser Ziel muss die solare 2.000-Watt-Gesellschaft bezogen auf die Leistungsbereitstellung bis 2050 sein. Das ist moderne Industriepolitik und nicht das Festhalten an überholten, Natur zerstörenden Technologien.

Und was war Ihre Überraschung der Woche?

Dass trotz der Untätigkeit der Politik beim Klimaschutz im vergangenen Jahr die anthropogenen Treibhausgase um 2,9 Prozent reduziert werden konnten. Wunder gibt es immer wieder.

Fragen: vk
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Dies könnte Sie auch interessieren:

Dienstag, 22. Januar 2013, 09:22 Uhr
Auch Krakau hat ein Smog-Problem
Die polnische Kulturmetropole will Kohleöfen verbieten, um die enorme Luftverschmutzung einzudämmen [mehr...]
Dienstag, 27. Dezember 2011, 12:55 Uhr
Peking misst sich den Himmel blau
China tut viel, um die Luftqualität in seiner Hauptstadt zu verbessern - unter anderem mit kreativen Messmethoden. "Haben wir heute den ersten April?", spotten Pekinger Blogger angesichts von Jubelmeldungen über den klaren Himmel in einer smoggeplagten Stadt.
Von Clarissa Sebag-Montefiore (IPS) [mehr...]
Mittwoch, 30. Januar 2013, 10:55 Uhr
Smog in Asien hört nicht auf
Der Norden Chinas hat weiter mit extremer Luftverschmutzung zu kämpfen. Erstmals berichten Staatsmedien offen [mehr...]
Samstag, 19. Januar 2013, 09:19 Uhr
Agrarwende im Land der Schweinemäster
Am 20. Januar wird im Agrarland Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Tiermastanlagen wie hier. Ein neu entstandenes Agrarbündnis will der industriellen Landwirtschaft die Rote Karte zeigen. Teil 3 der klimaretter.info-Wahlbeobachtung zur Niedersachsenwahl 2013.
Von Haidy Damm  [mehr...]
Montag, 14. Januar 2013, 10:58 Uhr
Alarmstufe Orange
Zweithöchste Smog-Alarmstufe in Peking ausgerufen. Luftbelastungswerte sprengen die Messskala
[mehr...]
Montag, 09. Juli 2012, 10:23 Uhr
Ausnahmen für osteuropäische Kraftwerke
Die Europäische Kommission verlängert die teilweise kostenlose Vergabe von Emissionshandelszertifikaten für Rumänien, Bulgarien und Tschechien [mehr...]
Freitag, 17. Februar 2012, 17:08 Uhr
Das Feilschen um die Zertifikate
Der Industrie-Ausschuss des Europäischen Parlaments macht den Weg zur Verknappung der Verschmutzungsrechte im Emissionshandel frei. Allerdings nicht so schnell wie geplant, zuerst soll es einen "Lagebericht" geben. Derweil versucht eine polnische Partei per Europäischem Volksbegehren den Emissionshandel gleich ganz zu streichen. Die Chancen auf Erfolg stehen gar nicht so schlecht.
Aus Berlin Nick Reimer [mehr...]
Montag, 15. April 2013, 17:24 Uhr
Die "grüne Staatsbank" KfW und die Kohle
FotoDer europäische Handel mit CO2-Zertifikaten liegt am Boden. Dem deutschen Klimafonds, der eigentlich aus dem Handel mit den Zertifikaten gespeist werden sollte, fehlen deshalb Hunderte Millionen Euro für Energie- und Klimaschutzprojekte. Deswegen soll die KfW-Bank mit Millionen einspringen. Doch die "Klimabank" fördert nicht nur die Energiewende – sondern auch Kohlekraftwerke.
Von Benjamin von Brackel [mehr...]
Donnerstag, 20. Januar 2011, 11:37 Uhr
Diebstahl im Emissionshandel befürchet
Emissionsrechten im Wert von rund sieben Millionen Euro in Tschechien verschwunden: EU stoppt europaweit den Handel [mehr...]
Montag, 12. November 2012, 18:46 Uhr
EU denkt bei Luftfahrt-Emissionen um
Die EU will den CO2-Emissionshandel für außereuropäische Flüge aussetzen [mehr...]
Donnerstag, 24. Januar 2013, 13:01 Uhr
EU fährt Emissionshandel gegen die Wand
Politik und Wirtschaft haben dafür gesorgt, dass der europäische Emissionshandel als Klimaschutzinstrument gescheitert ist. Folgen jetzt nicht ernsthafte und unverzügliche Reformen, ist der Gesetzgeber gefragt – mit einem Kohleausstiegsgesetz.
Ein Standpunkt von Eva Bulling-Schröter [mehr...]
Mittwoch, 01. Mai 2013, 13:42 Uhr
IG-Bergbau-Chef will Aus für Emissionshandel
FotoGewerkschaftsboss Vassiliadis, gerade mit Rechtsextremismus-Vergleichen gegen Greenpeace aufgefallen, fordert das Auslaufen des europäischen CO2-Emissionshandels [mehr...]
Montag, 11. Juli 2011, 15:03 Uhr
Polen klagt gegen Emissionshandelssystem
Europäischer Gerichtshof (EuGH) soll Neuregelung des Rechtehandels prüfen   [mehr...]
Montag, 24. November 2008, 20:15 Uhr
Polen stellt sich gegen den Emissionshandel
poznan.jpegAußenministerkonferenz in Polen: Die Staaten Mitteleuropas wollen das Klima- und Energiepaket der EU blockieren, falls ihnen keine "Geschenke" zugebilligt werden. Konkret geht es um den Emissionshandel, der ab 2013 zu 100 Prozent kostenpflichtig sein soll.
Von Nick Reimer [mehr...]
Dienstag, 12. Februar 2013, 14:07 Uhr
Profit durch Zertifikatehandel
Umweltorganisationen werfen deutschen Konzernen vor, über Belastungen zu klagen, obwohl sie vom CO2-Emissionshandel profitieren [mehr...]

Werbung

Aufruf!
Ihr Wunschzettel zur Bundestagswahl

Bundestagswahl DeutschlandkarteIm Herbst wird gewählt. Was erhoffen Sie sich für die Energie- und Klimapolitik? Schreiben Sie uns das in einem Satz (oder Wort). Einiges veröffentlichen wir in unserem Wahl-Dossier ab Juni. Außerdem verlosen wir drei Bücher "Wir Klimaretter. So ist die Wende noch zu schaffen." Auf gehts! [E-Mail klimaretter.info]

Industrieanlage
Serie

Die Debatte zur Zukunft des EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Doch nun ist eine grundlegende Reform (über-)fällig. Die Frage ist nur – wie? klimaretter.info hat Fachleute um ihre Vorschläge gebeten. [mehr...]


Aktion des Monats

Umweltzerstörer nach Den Haag!

Extreme Umwelt­zerstörung ist ein Verbrechen gegen das friedliche Zusammen­leben. Ein solcher Ökozid soll künftig vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden können. Eine Million Unterschriften sind dafür nötig. [mehr]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung! [hier...]

Werbung

Deutsche Post: Ein Trick namens RECS

Die Zeiten, in denen die Deutsche Post noch die Deusche Post war, sind längst vorbei. Heute heißt die Deutsche Post DHL und ist nicht mehr einfach nur der Arbeitgeber für die Postboten, sondern – Eigenwerbung – „der weltweit führende Post-[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

EEG 2.0 - Die Debatte zur Zukunft des EEG
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Die Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen-ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs

Klimakonferenz-Specials

Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP18
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13


Werbung


Ressorts

Politik

Foto
Endlagersuchgesetz ohne "Feigenblatt"

Die großen Umweltverbände wollen das "Bürgerforum" zum Endlagersuchgesetz Ende Mai boykottieren [mehr...]
Energie

Foto
Warnung vor Milliarden "Leerkosten"

Die Vorgaben für den Ausbau der Stromnetze sind viel zu hoch angesetzt, sagt der Bundesverband der Verbraucherzentralen – vor allem bei der Offshore-Windkraft [mehr...]
Protest

Foto
Brandenburgs Braunkohle unter Druck

Der Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg berät über den Tagebau Welzow-Süd II. Die Bergbau-Gewerkschaft demonstriert für Braunkohle, Umweltschützer dagegen [mehr...]
Wirtschaft

Foto
Anti-Dumping-Zölle gegen Solarkrise

Die europäische Solarbranche streitet über die geplanten Anti-Dumping-Zölle der EU auf chinesische Photovoltaik-Produkte. Über die Folgen gibt es widersprüchliche Prognosen [mehr...]
Mobilität

Foto
Autolobby ruft Merkel um Hilfe

Um die von der EU geplanten klimafreundlicheren CO2-Grenzwerte für Autos zu verhindern, schreibt Verbandschef Wissmann einen persönlichen Brief an die Kanzlerin: "Liebe Angela" [mehr...]
Forschung

Foto
Kahlschlag gräbt Staudamm Wasser ab

Der Holzeinschlag am Amazonas könnte das Wasserkraftwerk Belo Monte unrentabel machen. Auch Wasserkraft-Befürworter warnen vor Brasiliens Prestigeprojekt [mehr...]
Umwelt

Foto
Hamburg spielt weiter auf Risiko

Nur knapp ist der Kirchentag einer Katastrophe entgangen – nun soll ein noch gefährlicherer Atomtransport durch Hamburg rollen [mehr...]
Wohnen

Foto
Für die Wende in den vier Wänden

Ein neues Bündnis fordert von der Politik mehr Engagement bei der energetischen Sanierung von Gebäuden [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Foto
Informationen sind keine Bloßstellung

Das Umweltbundesamt hat eine Broschüre zur Debatte um den Klimawandel veröffentlicht und dabei auch bekannte Klima"skeptiker" namentlich genannt. Seitdem ist der Teufel los. Von "Übereifer" des UBA ist die Rede und von "Bloßstellung", das Amt wird gar mit der Reichskulturkammer der Nazis verglichen. Geht's noch?
Ein Kommentar von Verena Kern
[mehr...]
Standpunkte

Foto
Schnee nur noch von gestern

Der vergangene Winter brachte 20 Grad plus an Weihnachten und Minusgrade an Ostern – das waren eher die Vorboten des Klimawandels als dessen Widerlegung. Eine Studie des Deutschen Alpenvereins geht davon aus, dass Wintersport bald nur noch in höher gelegenen Gebieten möglich ist: Schon in 20 Jahren sei nur noch die Hälfte der bisherigen Skigebiete schneesicher.
Ein Standpunkt von Franz Alt
[mehr...]
Rezension


Fundgrube zur Sonnenstrom-Revolution

Alte Schätze neu gelesen: 19 Jahre nach dem Tod des Autors ist dieses Buch hochaktuell. Das in vielfacher Hinsicht außergewöhnliche "Sonnenbuch" schließt eine Lücke in der Solarforschung. Die zum Teil schon 40 Jahre alten Texte beschreiben die Energiewende in ihren technischen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen und ethischen Dimensionen.
Eine Rezension von Franz Alt
[mehr...]
Kolumnen


Fragen statt predigen

Wenn schon genug gesagt ist und trotzdem noch immer nichts geschieht, dann helfen nur Fragen weiter. Zum Beispiel diese: Glauben Sie, dass Sie sich ändern können? Wenn ja, warum fangen Sie dann nicht damit an?
Von Kerstin Höpner-Miech
[mehr...]
Überraschung der Woche

Foto
Ruinöse Preise, die Kohlelobby und Merkels Scheinheiligkeit

Kalenderwoche 16: Die Entscheidung des Europaparlaments gegen eine – ohnehin viel zu kleine – Reform des Emissionshandels ist vor allem für die deutsche Energiewende ein schwerer Schlag, sagt Gero Lücking, Vorstand des Ökostrom-Anbieters Lichtblick und Herausgeber von klimaretter.info [mehr...]