Bärbel for President? No - she can´t.
Oups! Da sind wir jetzt aber ganz schön aufgeregt. Eben noch wollten wir Linksgrüne unser Bärbelsche zur Bundestagspräsidentin machen und nu das! Wird doch tatsächlich ihr Abteilungsleiter verhaftet! Soll der doch tatsächlich ein paar Milliönchen nach Aachen geschafft haben. Solln doch dort tatsächlich ein paar ausgewählte Firmen ein paar ausgewählte Aufträge bekommen haben. Oups!
Es wird ja behauptet, dass der Herr Harald F., der damals eine von Bärbel Höhns Abteilungen im nordrheinwestfälischen Umweltministerium geleitet hat, Landesmittel in Höhe von 4,3 Millionen veruntreut haben soll. Er soll Forschungsaufträge an Aachener Institute vergeben haben, bei denen er selbst als Dozent tätig war. Und dann sollen da noch ein paar Milliönchen an ein paar Ingenieurbüros weiter geflossen sein. Schlimmer noch: als der Landesrechnungshof nach einer anonymen Anzeige Fragen stellte, wurden diese im Ministerium abgeblockt. Sie landeten nämlich auf dem Schreibtisch desselben Mannes, der nun des Vergehens beschuldigt wird. Mannomann.
Aber wahrscheinlich wollte der Herr F. nur die 13 weiteren Beschuldigten schützen. Manche von denen arbeiten nämlich noch im Umweltministerium oder bei den Empfängern der Forschungsmittel. Aber zum Glück sind jetzt 270 Polizeibeamte damit beschäftigt, dem „Verdacht der bandenmäßigen Kriminalität“ nach zu gehen. Wenn das mal gut geht.
Die Bärbel, die hat sich dazu ja noch gar nicht geäußert. Auch nicht bei ihren eigenen Leuten. Blöd, weil die wollten sie nämlich gerade gegen Horst Köhler und Gesine Schwan ins Rennen schicken.
Bei Grüns laufen ja derzeit die Primaries für die nächste Bundestagswahl - dann backt man sich auch schnell noch nebenbei ’ne Präsidentschaftskandidatin. Das Grüne landauf-landab Oberbürgermeister-Kandidaten aufstellen ist man ja schon gewöhnt. Aber für das Amt des Bundespräsidenten? Mmmh. Da frag ich mich ja eher, wovon dat Bärbelsche weggelobt werden soll. Ist wahrscheinlich ein bisschen im Weg. In der Fraktion meine ich. Woher weiß man eigentlich jetzt ganz plötzlich, also Jahre später, von den zweifelhaften Aktivitäten des Herrn Abteilungsleiter F.?
Und was wird jetzt aus der Grünen Kandidatin als erste Frau im Staate? Zweifellos ist sie eine der schillernsten Figuren im Grünen Theater. Und zweifellos eine der Kompetentesten.
Im Rennen um die bessere Frisur aber liegt die Gesine weit vorm Bärbelsche. Und dem dösigen Horst vergibt man ja alles, da kann er noch so was von „nachm Spiel is hinterm Spiel“ oder „vorm Tor is nachm Spiel“ erzählen. Da nutzt auch nix, wenn Bärbel als einzige so richtig Abseits erklären kann. Aus Erfahrung.
Sabine Zimpel, 37, ist Campaignerin für den Klimaschutz
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