Solarstrom rechnet sich - im nächsten Jahr
Die Nachfrage nach einer eigenen Solarstrom-Anlage ist in Deutschland noch immer sehr groß. Einige Häuslebesitzer meinen jedoch, die Module müssten unbedingt noch in diesem Jahr auf das Dach, weil die Bundesregierung die Einspeisevergütung zum 1. Januar 2009 absenkt: Für jede eingespeiste Kilowattstunde bekommen die Sonnenfänger dann nicht mehr fast 47 Cent, sondern nur noch gut 43 Cent.
Aus Angst, mit der reduzierten Vergütung werde sich die Investition in Sonnenstrom nicht mehr rechnen, werden den Photovoltaik-Händlern die Module zur Zeit geradezu aus den Händen gerissen – zu stark überhöhten Preisen. Musste man bislang zwischen 12.000 und 14.000 Euro für eine durchschnittliche 3-Kilowattanlage auf den Tisch legen, sind es jetzt plötzlich mehr als 16.000 Euro. Zu meinen, die höhere Einspeisevergütung rechtfertige den höheren Preis, ist einfach falsch: ganze 100 Euro weniger bekommt der Häuslebesitzer für die besagte 3-Kilowattanlage. Nicht pro Monat, sondern pro Jahr.
Über den gesetzlich festgelegten Förderzeitraum von 20 Jahren macht dies summa summarum 2.000 Euro weniger auf dem solaren Konto. Wer aber noch in diesem Jahr 3.000 Euro – oder mehr – zu viel für Module, Wechselrichter, Gestell und Montage zahlt, macht ein schlechtes Geschäft. Man sieht: ebenso wichtig wie die Einspeisevergütung sind die Anlagenpreise. Und glaubt man den Analysten, sollen die im nächsten Jahr deutlich fallen. Mein Tipp: keine Panikkäufe, verschiedene Angebote einholen, auf Qualität achten und nochmal den solaren Taschenrechner rausholen.
Henner Weithöner ist Herausgeber und Chefredakteur des Online-Magazins Renewable Energy Journal www.rejournal.de
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