Auszeichnungen Nominiert für den Grimme Online Award in der Kategorie Information .info Award 2010 Gewinner des Deutschen Solarpreises 2009 Umwelt-Medienpreis 2008
Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Kipppunkt zum klimapolitischen Handeln

Pünktlich zur Weltklimakonferenz in Doha ist das Weltklima wieder in aller Munde und erhält die Aufmerksamkeit, die es als zentrales Thema des Jahrhunderts verdient. Ein "Weiter so" wie auf den bisherigen Klimakonferenzen darf es aber nicht geben. Wir brauchen eine "Klimapolitik der unterschiedlichen Geschwindigkeiten". Teil 10 unserer Serie Doha-Countdown

Von Hermann Ott

Pünktlich zur Weltklimakonferenz in Doha ist das Weltklima wieder in aller Munde. Als vielleicht wahlentscheidender Faktor bei der US-Präsidentschaftswahl durch Hurrikan Sandy. Durch alarmierende Berichte der Weltbank und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, die vor den katastrophalen Folgen eines ungebremsten Klimawandels warnen. Und in der deutschen Debatte wirft selbst der klimapolitische Berater der Bundesregierung, Hans-Joachim Schellnhuber, Bundeskanzlerin Angela Merkel Versagen in der Klimapolitik vor und fordert "alleroberste Priorität" für das Klima. Alle Jahre wieder bereitet eine solche gesteigerte Aufmerksamkeit einem beginnenden Weltklimagipfel den Boden. Einmal im Jahr kommt dem Weltklima die Aufmerksamkeit zu, die es als zentrales Thema unseres Jahrhunderts verdient.

Ein "Weiter so" darf es nicht geben

Eine Weltklimakonferenz wie in Doha ist jedoch weitaus mehr als eine klimapolitische Tradition, die es zu pflegen gilt. Doha ist nun der Ort, an dem alle Staaten völkerrechtlich legitimiert auf Augenhöhe verhandeln und verbindlich entscheiden können. In den letzten Jahren sind die Vertragsstaaten ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen, dieses Potenzial für das Weltklima zu nutzen – und fuhren mit frustrierend ungenügenden Konferenzergebnissen nach Hause. Ein "Weiter so" darf es daher nicht geben, sonst scheitert der klimapolitische Prozess unter der Klimarahmenkonvention – mit katastrophalen Folgen für das Weltklima. Wie das Weltklima stehen die internationalen Klimaverhandlungen damit an einem Kipppunkt. Damit Doha nicht als gescheitert gilt, wird die COP18 insbesondere mit folgenden Ergebnissen überzeugen müssen:

  • Die formale Verlängerung der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls muss jetzt in Doha beschlossen werden. Dabei muss sich die EU zu einem Klimaziel von 30 Prozent bis 2020 verpflichten. Eine Übertragung von nicht bisher genutzten Emissionsrechten ("hot air") in die zweite Verpflichtungsperiode muss weitgehend vermieden und mindestens eine Revisionsklausel eingefügt werden, die eine weitere Zielanhebung ohne Ratifikation möglich macht.

  • Für ein neues Klimaabkommen bis 2015 muss in Doha mindestens ein konkreter Fahrplan mit definierten Eckpunkten verabredet werden.

  • Die Klimaschutzziele bis 2020 müssen erhöht werden, um das Zwei-Grad Ziel zu erreichen.

  • Die Klimafinanzierung für die Zeit von 2013 bis 2020 muss sichergestellt werden.

Darüber hinaus werden eine Reihe von Themen, wie REDD-plus, die Unterstützung bei der Klimaanpassung (insbesondere loss and damage) sowie die Einbeziehung von Flug- und Schiffsverkehr, die Erfolgsbilanz von Doha stark mitbestimmen.

Mit einem Klima-Club der Pioniere die Klimapolitik vorantreiben

Ich persönlich hoffe auf überzeugende Ergebnisse in Doha. Was aber, wenn sich wieder einmal zeigt, dass beim Weltklimagipfel keine Erfolge erzielt werden oder die Ergebnisse so verwässert sind, dass sie uns klimapolitisch nicht voranbringen? Wenn klar wird, dass Doha zum Kipppunkt der internationalen Klimadiplomatie im Rahmen der UNFCCC wird? Das Weltklima duldet keine Verzögerungstaktik. Um nicht weiter auf die langsamsten Staaten wie die USA zu warten, trete ich daher ein für eine "Klimapolitik der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" (KluG). Um mit klimapolitischen Pionieren Vorreiter-Allianzen zu schmieden, die – mit der Europäischen Union als Kern – stark emittierende Industrieländer, aufstrebende Schwellenländer und vom Klimawandel besonders betroffene Entwicklungsländer in der Erkenntnis zusammenführen, dass es sich lohnt, klimapolitischer Vorreiter zu sein. Wie eine aktuelle Studie des Ecologic-Instituts für die Grüne Bundestagsfraktion zeigt, wäre ein solcher Klima-Club völkerrechtlich umsetzbar, sofern dessen Ziele der Klimarahmenkonvention nicht widersprechen.

Zur Notwendigkeit von klimapolitischen Vorreitern herrscht Einigkeit – zumindest mit dem klimapolitischen Berater der Bundesregierung, der ebenfalls eine klimapolitische "Koalition der Willigen" einfordert. Berater Schellnhuber führt zur Klimakrise fort, er habe vielfach betont, "dass wir nicht weniger als eine neue industrielle Revolution brauchen. Aber viele in der Politik haben nie genau zugehört, sondern sich zurückgelehnt."

Die Weltgemeinschaft wird auf der COP18 daher signalisieren müssen: Die Zeit zum Zurücklehnen und Diskutieren ist vorbei, Doha darf nicht zum klimapolitischen Kipppunkt werden. Es ist an der Zeit zum klimapolitischen Handeln – in Doha und darüber hinaus.


Detail aus Ambrogio Lorenzettis "Allegorie der guten Regierung" (Bild: Ambrogio Lorenzetti/Wikipedia)

 

Alle anderen Texte unserer Serie Doha-Countdown finden Sie hier.


comments powered by Disqus
Diesen Text mit einem Klick honorieren:    [Erklärung]

Übrigens: Guter Journalismus kostet...

Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Spendenkonto

Spendenkonto
 

Werbung

Das könnte Sie auch interessieren:

Montag, 03. Dezember 2012, 12:50 Uhr
Altmaier verzweifelt gesucht
Wo ist Altmaier? Was wird aus seiner Ankündigung, eine Verschärfung des europäischen CO2-Einsparziels von 20 auf 30 Prozent durchsetzen zu wollen – und zwar notfalls auch ohne Polen? Hat Altmaier Doha bereits aufgegeben? Und wie steht es mit einer neuen Allianz der Energiewende-Länder?
Ein Kommentar von Joachim Wille [mehr...]
Freitag, 23. November 2012, 10:42 Uhr
Eindeutiger Befund, betretenes Schweigen
Die Welt vor Doha: Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wies mehr Wetterextreme auf als irgendeines jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte – zumindest seit es verlässliche Daten gibt. Potsdamer Klimaforscher haben nachgewiesen, dass diese Häufung kein Zufall ist. Die Menschheit bringt das Klima nicht aus dem Takt, sie hat es schon aus dem Takt gebracht. Teil 7 unserer Serie Doha-Contdown
Aus Potsdam Nick Reimer [mehr...]
Freitag, 23. November 2012, 13:38 Uhr
Klimaverhandlungen verlaufen ungerecht
Die Strukturen und Entscheidungsprozesse von Klimagipfel-Verhandlungen sind "antiquiert" und verlaufen ungerecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine britisch-amerikanische Studie. Demnach vereitelt das jetzige System die Chance auf eine Einigung. Teil 8 unserer Serie Doha-Countdown
Von Benedikt Bastong [mehr...]
Montag, 12. November 2012, 07:00 Uhr
Neue deutsche Klimaaußenpolitik: Herr Altmaier – übernehmen Sie!
Die verfehlte Klimaaußenpolitik Deutschlands vernichtet die großen heimischen Klimaschutzerfolge, schädigt die Öko-Industrie und führt mittelfristig zur Unterminierung der deutschen Weltmarktposition. Für ein klimapolitisches "Wunder von Doha“ brauchen wir eine deutsche Initiative. Herr Bundesumweltminister Altmaier – übernehmen Sie! Teil 1 unserer Serie Doha-Countdown
Ein Standpunkt von Professor Lutz Wicke [mehr...]
Freitag, 07. Dezember 2012, 17:00 Uhr
Umweltverbände drängen die Kanzlerin
Bei einem gemeinsamen Auftritt in Doha fordern die deutschen Umweltverbände Bundeskanzlerin Merkel zum Eingreifen auf [mehr...]
Sonntag, 25. November 2012, 11:00 Uhr
Und wieder eine Klimakonferenz
Am Montag geht er wieder los, der alljährliche Zirkus der UN-Klimakonferenzen. Bislang haben die Verhandlungen die Klimakrise nicht gelöst, sondern nur deren Verwaltung verbessert. Der Durban-Plan, bis 2015 ein globales Abkommen auszuhandeln, könnte helfen, das Zwei-Grad-Ziel doch noch zu halten. Ob das gelingt, ist vor allem von zwei Länderallianzen und den USA abhängig. Teil 9 unserer Serie Doha-Countdown
Aus Bangkok Christian Mihatsch [mehr...]
Donnerstag, 29. November 2012, 19:30 Uhr
"Dunkle Kräfte" sind am Werk
Tag 4 der Weltklimakonferenz in Katar: Die Verhandlungen im Strang zu Finanzierungsfragen stecken fest: Verhandlungsleiter Tayeb aus Saudi-Arabien besteht auf seinem ohne Absprache veränderten Entwurf. Einige Entwicklungsländer und die USA streiten über den Transfer von Klimatechnologien. Und nicht nur die NGOs sind inzwischen auch mit dem Konferenzpräsidenten unzufrieden.
Aus Doha Christian Mihatsch [mehr...]
Mittwoch, 05. Dezember 2012, 12:42 Uhr
"EU gibt den Joker aus der Hand"
Ab 2020 sollen 100 Milliarden US-Dollar – jährlich – an die armen Länder fließen, damit sie sich vor dem Klimawandel schützen können. Woher aber soll das Geld kommen? Eine Möglichkeit wäre, Flug- und Schiffsverkehr in den Emissionshandel einzubeziehen, schließlich sind sie für zehn Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Doch die Branchenverbände mauern.
Von Benedikt Bastong [mehr...]
Freitag, 11. Juni 2010, 13:11 Uhr
Balltreten gegen die Erderwärmung
fussballKlimaschützer demonstrieren als fußballspielende Staatschefs der G 8 vor der Klimakonferenz in Bonn. Verhandlungen unterbrochen [mehr...]
Dienstag, 04. Dezember 2012, 18:43 Uhr
Ban Ki-moon versucht's mit Druck
Tag 8 der Weltklimakonferenz. Stabsübergabe bei den Klimaverhandlungen in Doha: Statt der Klimadiplomaten verhandeln ab dem heutigen Mittwoch die Minister. Aber viel zu verhandeln haben sie derzeit nicht, es gibt kaum Kompromissvorschläge, dafür aber viele offene Punkte. Derweil machen Gerüchte die Runde, was die verschiedenen Minister wohl ankündigen werden, um die Blockaden wieder aufzulösen.
Aus Doha Christian Mihatsch und Joachim Wille [mehr...]
Montag, 12. Dezember 2011, 14:49 Uhr
Beim Klima wird Weltordnung von morgen verhandelt
Mit 36 Stunden Verspätung ging am Sonntagmorgen der bislang längste Klimagipfel zu Ende. Zukünftig sollen auch Entwicklungsländer verbindliche Emissionsziele befolgen. Außerdem wurde das Kyoto-Protokoll verlängert und ein Fonds zur Verwaltung von Klimahilfen geschaffen.
Eine Analyse von Christian Mihatsch [mehr...]
Freitag, 04. Juni 2010, 16:03 Uhr
Bonn bewegt sich - ein bisschen
flurgespraech_crHalbzeit auf der Frühjahrskonferenz in Bonn: Klima-Soforthilfen und Finanzen stehen in der ersten Woche der Klima-Gespräche in Bonn im Mittelpunkt, viel neues gibt es dabei jedoch nicht. Immerhin: Es geht nicht mehr um Verhandlungsprozeduren, sondern wieder um Inhalte.
Aus Bonn Johanna Treblin [mehr...]
Montag, 21. Mai 2012, 09:55 Uhr
Bonn: Europas neue Koalition
Halbzeit bei der UN-Frühjahrstagung der Weltklimadiplomaten: Bei den Klimaverhandlungen arbeitet Europa mit den ärmsten Staaten der Welt zusammen. Doch diese Allianz von über 100 Ländern muss gepflegt werden. Europa muss also die Erwartungen seiner Partner mit berücksichtigen.
Eine Analyse von Christian Mihatsch  [mehr...]
Dienstag, 30. April 2013, 12:37 Uhr
Bonner Klimatagung warnt vor 400 ppm
FotoDer Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre beträgt inzwischen schon 399,72 ppm, warnt die Chefin des UN-Klimasekretariats zum Auftakt der Bonner Frühjahrstagung  [mehr...]
Samstag, 27. November 2010, 09:26 Uhr
De Boer erwartet wenig von Cancún
deboer_cop15dk_20091215Der Ex-Chef des UN- Klimasekretariats Ivo de Boer glaubt nicht an "ein gutes Ergebnis". In einem Interview plädiert er für "kleine Schritte" [mehr...]

Werbung

Bild
Serie

Das kommt auf Deutschland zu

Klimawandel auch bei uns: Die Temperaturen steigen, im Winter fallen mehr Niederschläge, die Sommer werden trockener. Hitzewellen treten häufiger auf. Extremwetter nehmen zu und werden stärker. Die Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen sind erheblich. Was uns erwartet und was jetzt geschehen muss. [mehr...]

Aufmacherbild
Aktion des Monats

Kohlefinanzierung: Keine Tricks!

Endlich will die Bundesregierung aus der Finanzierung von klimaschädlichen Kohlekraftwerken in aller Welt aussteigen. Oder doch nicht: Was Deutschland vor der UNO in New York verkündet hat, ist in Wahrheit nicht mal ein halber Ausstieg. Gegen den PR-Trick macht jetzt ein Protestbrief öffentlich Druck. [mehr...]

In eigener Sache
Unterstützen Sie guten Journalismus

Unabhängiger Journalismus braucht Förderer. Der Klimawissen e.V. unterstützt die Arbeit des Online-Magazins klimaretter.info. Werden Sie Fördermitglied oder spenden Sie für die Berichterstattung!

Aktuell finanzieren unsere Leser_innen rund eine viertel Redakteursstelle. Außerdem haben sie zuletzt die Berichterstattung zur Klimakonferenz in Warschau ermöglicht. [mehr...]

Werbung

Werbung


Verlagssonderveröffentlichung
Eurocities 2014 in München
BildDie großen Städte Europas spielen bei einer nachhaltigen Entwicklung, der Reduktion von Treibhausgasen und der Steigerung der Energieeffizienz eine immer bedeutendere Rolle. Vom 5. bis 8. November widmet sich die Eurocities-Jahreskonferenz in München diesem Thema. Die bayerische Landeshauptstadt will nicht nur ein guter Gastgeber der Konferenz sein, sonden auch viele innovative und beispielhafte Lösungen vorstellen. [mehr...]

Stahlbranche: Dünne Replik

Zuletzt hatten wir uns vor der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – zum wiederholten Male – mit der Anti-EEG-Kampagne der Stahllobby befassen müssen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fühlte sich danach bemüßigt, auf ihrem eigenen Blog eine „Replik“ zu veröffentlichen. Diese beginnt so: Nun lernen wir[…] [mehr...]

Klimaretter-Dossiers

Degrowth 2014 - Kongress der Wachstumskritiker
EEG 2014
 - Was sich für wen ändert
Grünes Geld
 - So legen Sie Ihr Geld gut grün an
Atomkatastrophe Fukushima
 - Drei Jahre danach
Ästhetik der Energiewende - Alles verspargelt?
Sotschi 2014 - Winterspiele in den Subtropen
Koalitionsvertrag 2013 - Schlimmer als befürchtet
Volksentscheid in Hamburg - Rückkauf der Netze
Bundestagswahl 2013 - Energiewende auf der Kippe
Zukunft des EEG - Die Debatte zum "EEG 2.0"
EEG-Umlagebefreiung - Ausnahmen als Regel
Die Gesetze der Energiewende
 - Eine Analyse
Atomkraft nach Fukushima - Weltweites Innehalten 
25 Jahre Tschernobyl - Nichts gelernt aus dem GAU?
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E 10 und das Politikversagen - Wie es nun weitergeht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategien - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Gekippte Kohlekraftwerke - Ausgekohlt
Nordrhein-Westfalen-Wahl 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima ist Nebensache
Die Meseberg-Beschlüsse - Merkels Klimabilanz
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung

Klimakonferenz-Specials

New York September 2014 - Der Ban-Ki-Moon-Gipfel
Berlin Juli 2014 - Der fünfte "Petersberger Dialog"
Bonn Juni 2014 - Die neue Ernsthaftigkeit
Was Warschau wert ist - Meinungen und Analysen
Warschau November 2013 - COP 19 in Polen
Warschau-Countdown - Die Welt vor Warschau
Bonn Juni 2013 - Kein Sinn für Dringlichkeit
Was Doha wert ist - Meinungen und Analysen
Doha Dezember 2012 - COP 18 in Katar
Doha-Countdown - Die Welt vor Doha
Durban Dezember 2011 - COP 17 in Südafrika
Durban-Countdown - Die Welt vor Durban
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - COP 16 in Mexiko
Cancún-Countdown - Die Welt vor Cancún
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Kopenhagen Dezember 2009 - COP 15
Kopenhagen-Countdown - Vor dem Supergipfel 

Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznań Dezember 2008 - COP 14 in Polen
Bali Dezember 2007 - COP 13 in Indonesien


Werbung


Ressorts

Politik

Bild
Klimadialog mit Tschechien wiederbelebt

Deutschland nutzt Treffen, um im Nachbarland für ambitionierte Klimaziele kurz vor entscheidendem EU-Ratsgipfel zu werben [mehr...]
Energie

Bild
Deutscher Energieverbrauch sinkt deutlich

Schon 28 Prozent des Stromverbrauchs der Bundesrepublik werden von erneuerbaren Energien beigesteuert [mehr...]
Protest

Bild
Zehntausende gegen Erdölsuche

Die Bürger der Kanaren wollen selbst über Bohrungen vor ihren Küsten entscheiden. Madrid hatte die Ölsuche genehmigt [mehr...]
Wirtschaft

Bild
Klimabank soll Emissionshandel retten

Preise und Mengen von Zertifikaten sollen zentral geregelt werden, meint das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung [mehr...]
Mobilität

Bild
Verkehr: Emissionshandel ist keine Lösung

Die Einbeziehung des Verkehrssektors in den Emissionshandel bringt kaum CO2-Reduktion, ergibt eine Studie [mehr...]
Forschung

Bild
Eher smarte Stadt als smarter Kühlschrank

Verbraucher wollen keine "intelligenten" Haushaltsgeräte, sondern eine "Smart City" mit effizienterer Energieversorgung [mehr...]
Umwelt

Bild
Vögel durch Maisäcker bedroht

Vogelbericht 2013 fordert: Energiewende mit Biodiversitätsschutz verbinden [mehr...]
Konsum

Bild
EuGH kippt Energiepreis-Vorschriften

Verbraucher müssen schon vor Preiserhöhungen für Strom und Gas über die Gründe informiert werden. Urteil gilt rückwirkend [mehr...]

Werbung


Meinungen

Kommentar

Bild
EU vertagt die Zukunft

Mindestens 40 Prozent Treibhausgase will Europa bis 2030 einsparen. Das klingt gut, ist es aber nicht. Tatsächlich verfehlt die EU mit ihren Gipfelbeschlüssen zu den Klima- und Energiezielen ihre Verantwortung gegenüber dem globalen Klimaschutz – und bremst den überfälligen Umbau zur solaren Industriegesellschaft aus. Diese Kurzsichtigkeit werden wir alle in den nächsten Jahrzehnten auszubaden haben.
Ein Kommentar von Joachim Wille
[mehr...]
Standpunkte

Bild
Europa laviert beim UN-Klimaziel

Atempause vor dem Endspurt zu den neuen UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung: Während die Verhandlungen auf Sparflamme laufen, arbeiten die Staaten an ihren Positionen. Die EU macht dabei keine gute Figur. Ausgerechnet das wichtige Klimaziel könnte der europäischen Verhandlungsstrategie zum Opfer fallen.
Ein Standpunkt von Sven Harmeling, Klimaexperte bei Care
[mehr...]
Rezension

Bild
Politisches Kochbuch macht Appetit

"Ist gutes Essen wirklich teuer?", fragt das Freiburger Öko-Institut in einer Studie. Die Antwort: nicht, wenn man es richtig angeht. Ein "politisches Kochbuch" liefern die Wissenschaftler zu ihrer Analyse gleich noch dazu – mit Unterstützung von Profi-Köchen.
Eine Rezension von Joachim Wille
[mehr...]
Kolumnen

hack-groesser
Nachhilfe für die Türsteher

Trouble mit den Flüchtlingen? Leute, was soll dann erst werden, wenn sich in wenigen Jahren die Millionen von Klimaflüchtlingen zu uns auf den Weg machen!?
Eine Kolumne von Hermann Josef Hack
[mehr...]
Überraschung der Woche

Bild
Übles Drama um Klimaziele, Verkehrswende und russischer Treppenwitz

Kalenderwoche 43: Der EU-Beschluss zu den Klimazielen zeigt, dass die Politik in einer neoliberalen Blockade gefangen und unfähig zum Wandel ist. Daran werden auch der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und sein Team nichts ändern, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker, Ko-Vorsitzender der Endlagerkommission und Mitherausgeber von klimaretter.info. [mehr...]