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Ad Hoc Working Group on Long-term Cooperative Action (AWG-LCA)

Klimaverhandlungen im UN-Rahmen finden in zwei Arbeitsgruppen statt: der Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex I Parties under the Kyoto Protocol (AWG-KP) und der Ad hoc Working Group on Long-term Cooperative Action (AWG-LCA), in der Nicht-Kyoto-Industriestaaten und Entwicklungsländer verhandeln.

Die Ad hoc Working Group on Long-term Cooperative Action vereint alle Länder, die die Klimarahmenkonvention unterzeichnet haben. Sie wurde 1992 in Rio de Janeiro angenommen und trat 1994 in Kraft. Seither sind 192 Länder beigetreten. Es ist das erste Abkommen, das den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Gegenlenken verpflichtet. Die in ihr festgelegte Selbstverpflichtung der Länder zu Emissionsminderungen wurde 1997 im Kyoto-Protokoll verbindlich festgeschrieben.

Die daraus hervorgehende zweite Verhandlungsgruppe wurde allerdings erst unter dem "Bali-Action-Plan" 2007 von der internationalen Staatengemeinschaft ins Leben gerufen. Da fast alle Länder der Welt in der Klimarahmenkonvention vereint sind, spielen in der AWG-LCA ins Besondere die Länder, die nicht im Rahmen des Kyoto-Protokolls verhandeln, eine große Rolle - die USA und die Entwicklungsländer. Wie auch die Kyoto-Gruppe sollte die AWG-LCA bis Ende 2009 - zum Weltklimagipfel in Kopenhagen - ihre Arbeit abschließen.

In welcher Form die Gruppe Ergebnisse präsentieren soll, wurde in Bali nicht explizit festgelegt - ein "vereinbartes" oder "ratifizierbares Ergebnis sollte erzielt werden, lauteten die auch später verwandten Sprachregelungen. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten gehen von einem gemeinsamen Beschluss hin zu einem neuen Vertrag, der die Klimarahmenkonvention ablöst. Nachdem in Kopenhagen keine Einigung erzielt worden war, wurde das Mandat der Gruppe verlängert.

Auf der Agenda der Gruppe stehen unter Anderem Punkte wie eine gemeinsame Vision ("shared vision") zu langfristigen Minderung von Emissionen, Verifizierbarkeit und Vergleichbarkeit von Minderungszielen von Industriestaaten, Maßnahmen zur Reduzierung der Entwaldung in Entwicklungsländer (Stichwort REDD), Anpassungsstrategien an den Klimawandel und der Technologietransfer von den Industriestaaten an die armen Länder.

 

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